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News vom 01.02.2019

Umweltministerium Baden-Württemberg würdigt Stuttgarter Forschungsinstitut als „Ort voller Energie“

ZSW für nachhaltiges Gebäude ausgezeichnet

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist am 24. Januar 2019 vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Der Grund für die Ehrung: Das Forschungsinstitut, das die Entwicklung klimaschonender Technologien vorantreibt, setzt sie auch im eigenen Gebäude ein. Damit zeige es vorbildhaft, wie die Energiewende erfolgreich umgesetzt werden kann, so das Ministerium. Erneuerbare Energien für die Strom-, Wärme- und Kälteversorgung decken einen großen Teil des Gebäudeenergiebedarfs. Umweltstaatssekretär Dr. Andre Baumann überreichte als Auszeichnung eine Wandtafel mit der Aufschrift „Hier wird die Energiewende gelebt“. Bei der Ehrung mit dabei war auch Karl Greißing, Leiter der Abteilung Energiewirtschaft des Umweltministeriums.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann (re) überreicht dem geschäftsführenden ZSW-Vorstand Prof. Frithjof Staiß die Wandtafel im Rahmen der Auszeichnung des ZSW als „Ort voller Energie“.<br />Bild: ZSW
Umweltstaatssekretär Andre Baumann (re) überreicht dem geschäftsführenden ZSW-Vorstand Prof. Frithjof Staiß die Wandtafel im Rahmen der Auszeichnung des ZSW als „Ort voller Energie“.
Bild: ZSW

Deutlich wird das Engagement des Institutes beim Betrachten der Gebäudefassade: In die Außenfassade integriert sind 357 schwarze Dünnschicht-Photovoltaikmodule. Sie haben eine Fläche von rund 170 Quadratmetern und eine installierte Leistung von 27 Kilowatt. Die Solarmodule gewinnen nicht nur Energie, sie werden auch zu Forschungszwecken genutzt: So soll die für die Gebäudeintegration besonders geeignete Dünnschichtphotovoltaik auf Basis von Kupfer, Indium, Gallium und Selen (CIGS) für Fassadenanwendungen optimiert werden. Die CIGS-Dünnschichtmodule wurden gemeinsam mit einem Industriepartner am ZSW entwickelt, in Baden-Württemberg produziert und sind inzwischen weltweit im Einsatz. Auf dem Dach befindet sich eine weitere Solaranlage mit 20 Kilowatt Leistung.

Erneuerbare Energien decken auch einen Teil des Wärmebedarfs
Auch bei der Wärmeversorgung setzen die Stuttgarter Wissenschaftler auf erneuerbare Energien: 32 Erdwärmesonden und eine Wärmepumpe führen im Sommer überschüssige Wärme aus Büros und Laboren in den Boden ab. Im Winter wird die Erdwärme zu Heizzwecken aus dem Untergrund gezogen. Eine Betonkernaktivierung unterstützt die Klimatisierung: Sie deckt den Wärme- und Kühlbedarf vor allem in den Büro- und Technik-Bereichen, wobei der Betonkern nachts, wenn keine zusätzlichen inneren Lasten gegeben sind, aufgeladen wird.

Insgesamt deckt das ZSW rund die Hälfte des Wärmebedarfs regenerativ. Auch einen guten Teil der benötigten Prozesskälte stellen die Forscher mit Hilfe der Geothermie bereit. Das Gebäude entspricht trotz des hohen Energiebedarfs der Forschungslabore dem KfW55-Standard nach der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2016 und liegt damit über den gesetzlichen Anforderungen.
Das Gebäude zeichnet sich nicht zuletzt durch das komplexe Zusammenspiel äußerst verschiedener Nutzungsanforderungen aus: Im Institut existieren Büro- und Besprechungsräume, anspruchsvolle physikalische und chemische Labore sowie industrieartige Hallen mit einer entsprechend aufwändigen Sicherheitstechnik zur Forschungsproduktion etwa von Wasserstoff und Dünnschichtsolarzellen.

Energiewendekampagne „Unser Land voller Energie“
Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Energiewendekampagne der Landesregierung Baden-Württemberg. Mit der Würdigung will das Umweltministerium sichtbar machen, dass im Südwesten bereits heute viel für die Energiewende geleistet wird. Das soll die Akzeptanz der Energiewende erhöhen und ihr noch mehr Schwung verleihen.

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Kala Nag schrieb: Hallo Moritz, die Zirkulationspumpe wird entweder mit einem eigenen Zeitprogramm gesteuert, oder sie hängt am Zeitprogramm der Warmwasserbereitung. Beide Optionen sind einstellbar. Die Außeneinheit...
passra schrieb: Das wird sich rausstellen, ich erwarte aber eigentlich schon eine sehr gute Einschichtung wie beim jetzigen Betrieb auch. Ich werde das Wasser auch nicht von ganz unten entnehmen (bei einem 1600Liter-Speicher...
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