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News vom 17.05.2019

Themenserie "Speicher für Energieautarkie und Mieterstromprojekte" - Teil 3

Welchen Bedarf hat ein Gebäude an Strom und wie plant man Eigenproduktion und Eigenverbrauch?

Wie hoch der Stromverbrauch eines Gebäudes ist und wie er mittels eigener Stromerzeugung abgedeckt werden kann, soll dieser Teil der Serie beleuchten. Dabei geht es vorrangig um die Nutzung von Strom aus Photovoltaikanlagen. Andere Erzeugerformen, etwa Blockheizkraftwerke, sind nicht oder nur in großen Immobilien verbreitet.

Die einfachste Möglichkeit für Bestandsimmobilien, die voraussichtlichen Stromkosten zu berechnen, ist ein Blick auf die vergangenen Verbräuche. <br />Bild: ku
Die einfachste Möglichkeit für Bestandsimmobilien, die voraussichtlichen Stromkosten zu berechnen, ist ein Blick auf die vergangenen Verbräuche.
Bild: ku

Der Stromverbrauch ist abhängig vom Bauzustand einer Immobilie sowie von der Wohnfläche, den in ihr lebenden oder arbeitenden Personen, dem Verhalten der Bewohner sowie – logisch – der Anzahl und Effizienz der in ihr befindlichen elektrischen Geräte.

Bei Bestandsgebäuden hilft für die Abschätzung des Stromverbrauchs ein Blick auf die letzten Stromrechnungen. Die sollten sich, gleiche Anwohnerzahl vorausgesetzt, in der Höhe ähneln. Allerdings kann auch die Stromrechnung von jahreszeitlichen Einflüssen beeinflusst werden. Kalte Winter etwa lassen die Umwälzpumpe der Heizungsanlage länger laufen. An mehr trüben Tage benötigen wir mehr Licht.

Strombedarf vorher schätzen

Im Neubau ist dies etwas schwieriger. Allgemein kann man sagen, dass der Stromverbrauch in Einfamilienhäusern höher ist als in Wohnungen. Gleiches gilt für Häuser mit Garagen oder zu beleuchtenden Außenanlagen. Als Faustregel hilft folgende Abschätzung:

Wohntyp

Anzahl Personen

Verbrauch (bis zu) kWh

Wohnung

1

1.500

 

2

2.300

 

3

ab 3.000

Einfamilienhäuser

1

2.500

 

2

3.200

 

3

4.000

 

4

4.500

 

5 und mehr

ab 5.000

Einfamilienhäuser mit strombasierter Warmwasserbereitung

1

3.000

 

2

4.000

 

3

4.000

 

4

5.000

 

5 und mehr

ab 6.000

Hinweis: Die Werte sind abhängig vom angestrebten energetischen Standard der Immobilie und können entsprechend deutlich nach oben oder unten abweichen.

Hier noch eine hilfreiche Formel der Verbraucherschutzorganisation Bund der Energieverbraucher, mit der der Stromverbrauch prognostiziert werden kann: Sie lautet: Stromverbrauch = (Personenzahl x 200 kWh) + (Wohnfläche in Quadratmeter x 9 kWh) + (Anzahl der Geräte im Haushalt x 200 kWh)

Weitere Informationen zur Stromverbrauchsprognose finden sich hier.

Nun geht es darum, diesen Eigenverbrauch mittels eigener Stromerzeugung abzudecken. Doch wie groß muss dafür eine PV-Anlage konzipiert sein? Und wie groß der Speicher, um die Unterschiede zwischen Produktions- und Verbrauchszeiten auszugleichen?

Zum einen braucht man zwei Zähler. Ein Zähler misst die Einspeisung ins öffentliche Netz, der andere den Eigenverbrauch. Warum das so ist, wurde hier erklärt. Dazu eine kleine Rechnung: Mit einer kleinen PV-Anlage mit einer Leistung von 5 kWp kann man hierzulande einen mittleren Ertrag von 4.000 kWh erwirtschaften. Das reicht theoretisch, um den kompletten Strombedarf in einem Haushalt abzudecken, aber eben nur theoretisch. Denn im Winter, wenn durch die Heizung und das häufiger angeschaltete Licht ein höherer Strombedarf herrscht, wird nicht mal ein Drittel der gesamten Jahreserträge erwirtschaftet. Hier bedarf es Strom aus dem öffentlichen Netz.

Speicher helfen nur bedingt

Ein Speicher kann hier nur bedingt helfen. Denn E-Batterien können den Strom maximal 48 Stunden lang verlustfrei speichern. Dennoch: Mit solch einer Musteranlage lassen sich gut 40 % des Strombedarfs, also gut 1.600 kWh, abdecken. Dafür muss kein Strom aus dem öffentlichen Netz für ca. 30 Eurocent je kWh bezogen werden, sondern es kann der für ca. 10 bis 12 Eurocent je eigenerzeugte kWh genutzt werden.  Mit Speicher kann sich dieser Grad auf 60 % erhöht werden, soll das Ganze noch wirtschaftlich bleiben.

Der Eigenversorgungsgrad kann aber auch ganz simpel noch weiter erhöht werden, nämlich dann, wenn Großabnehmer wie Wärmepumpe oder E-Auto mit dem eigenerzeugten Strom gefüttert werden sollen. In diesem Fall sind auch Eigenversorgungsgrade von 90 % möglich – allerdings bei deutlich größerer Solaranlage und größeren Speichern.

Einige Hinweise zur Berechnung des Eigenbedarfs finden sich für PV-Anlagen hier und zu den Speichern hier.

Der nächste Teil der Themenserie am 20.05.2019 erläutert die Einbindung von Stromspeichern zu Eigenversorgungszwecken.

Bisher erschienen:

1. Was ist Eigenversorgung und welche Komponenten braucht man dafür?
2. Wie ist die rechtliche Lage bei Strom-Eigenerzeugung und -verbrauch?
3. Welchen Bedarf hat ein Gebäude an Strom und wie plant man Eigenproduktion und  Eigenverbrauch?

Demnächst erscheinen:

4. Wie werden Stromspeicher in ein System zur Eigenversorgung eingebunden?
5. Wie erzeugt man selbst Strom? – BHKW
6. Wie erzeugt man selbst Strom? – Brennstoffzelle
7. Wie erzeugt man selbst Strom? – PV
8. Wie erzeugt man selbst Strom? – Andere Lösungen wie Miniwindanlagen
9. Welchen Wärmebedarf hat ein Gebäude?
10. Welche Rolle spielen Wärmespeicher bei der Deckung des Wärmebedarfs?
11. Welche Wärmeerzeuger sind zukunftsfähig?
12. Wie sollte die Warmwasserbereitung erfolgen?
13. Praxisbeispiele von Gebäuden mit hoher Eigenabdeckung an Strom und Wärme
Aktuelle Forenbeiträge
lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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