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News vom 21.06.2019

KfW-55-Mehrfamilienhaus in Nordhorn setzt auf effizientes Heizsystem

Moderne Technik im hohen Norden

In Nordhorn, nahe der niederländischen Grenze, wird Effizienz großgeschrieben. Das zeigt der Neubau eines Mehrfamilienhauses inmitten des kleinen rund 53.000-Seelen-Ortes. Das dreistöckige Objekt ist für acht Familien ausgelegt und erfüllt den KfW-55-Standard. Abgerundet wird die positive Energiebilanz durch den Einsatz einer Wärmepumpe und einem Spitzenlastkessel aus dem Hause BRÖTJE. Damit setzt die H2T Baugesellschaft ein umweltfreundliches Gesamtkonzept um, welches die Klimaziele der Bundesregierung unterstützt.

Das Mehrfamilienhaus mit KfW-55-Standard in Nordhorn lässt kaum Wünsche offen.		<br />Bilder: Franz Frieling
Das Mehrfamilienhaus mit KfW-55-Standard in Nordhorn lässt kaum Wünsche offen.
Bilder: Franz Frieling
Mit der Luft/Wasser-Wärmepumpe BLW 18 NEO aus dem Hause BRÖTJE gab es laut Aussagen der Bewohner bis dato keinerlei Geräuschbelästigungen.
Mit der Luft/Wasser-Wärmepumpe BLW 18 NEO aus dem Hause BRÖTJE gab es laut Aussagen der Bewohner bis dato keinerlei Geräuschbelästigungen.
Die Hydrobox von BRÖTJE ist das hydraulische Bindeglied zwischen Wärmepumpe und Pufferspeicher (rechts). Links zu sehen ist die Powerbox, in der die NEO RWP Wärmepumpenregelung sitzt und alle elektrischen Komponenten zusammenlaufen.
Die Hydrobox von BRÖTJE ist das hydraulische Bindeglied zwischen Wärmepumpe und Pufferspeicher (rechts). Links zu sehen ist die Powerbox, in der die NEO RWP Wärmepumpenregelung sitzt und alle elektrischen Komponenten zusammenlaufen.
Das Gas-Brennwertgerät des Typs WGB 50 H ist lediglich für die Abdeckung der Spitzenlasten und für die wirtschaftliche Erhöhung der Warmwassertemperatur von Nöten.
Das Gas-Brennwertgerät des Typs WGB 50 H ist lediglich für die Abdeckung der Spitzenlasten und für die wirtschaftliche Erhöhung der Warmwassertemperatur von Nöten.
Zwischen den Pufferspeichern und der Übergabestation befindet sich je eine Pumpenstation, um den nötigen Volumenstrom sicherzustellen.
Zwischen den Pufferspeichern und der Übergabestation befindet sich je eine Pumpenstation, um den nötigen Volumenstrom sicherzustellen.
Schematische Zeichnung der Heizungsanlage.<br />Bilder: August Brötje
Schematische Zeichnung der Heizungsanlage.
Bilder: August Brötje

Das im Sommer 2018 fertiggestellte Gebäude entspricht einem modernen Stil: Eine schlichte Architektur mit relativ großen Fensterflächen sorgt für den nötigen Charme. Die kleinen mit Titanzink eingekleideten Gauben setzen überdies einen klaren Akzent und fügen sich harmonisch in das dunkle Pfannendach ein. Wer nun glaubt, der nordische Einfluss ginge verloren, der irrt. Dieser wurde durch die Wahl des rot-braunen Klinkers untermauert. Moderne gepaart mit alter Tradition.

Zukunftssichere Bauweise

Für einen möglichst geringen Energieeinsatz sorgt die fortschrittliche dreischalige Bauweise. Sie besteht aus 17,5 cm Kalksandsteinen, einer mineralischen Dämmschicht von 180 mm und dem Klinkerstein, der für eine charmante Optik sorgt. Mit diesem Aufbau war der erste Schritt zum KfW-55-Standard gelegt.

Neben den energetischen Aspekten punktet das Objekt mit weiteren Besonderheiten. Obwohl das Gebäude nur drei Stockwerke besitzt, wollte der Investor nicht auf einen Fahrstuhl verzichten, da auch die Eigentumswohnungen barrierefrei gestaltet sind. Hiermit setzt der Bauherr ein klares Zeichen und berücksichtigt den demographischen Wandel. Überdies befindet sich unter dem Haus eine Tiefgarage mit zehn Stellplätzen, um die Transportwege einfacher zu gestalten sowie die Parkplatzsituation im Viertel zu entlasten.

Effiziente Beheizung mit modernsten Wärmeerzeugern

Damit der KfW-Standard erreicht werden konnte, setzte das Ingenieurbüro Hans Kappen bei dem Wärmeerzeuger auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe von BRÖTJE. Damit wurde der Umweltgedanke des Bauwerks fortgeführt. Zum Einsatz kam eine BLW 18 NEO. Das bodenstehende Gerät ist modulierend und versorgt das Gebäude permanent mit der passenden Heizleistung. Dabei liegt der Versorgungsbereich der Anlage zwischen ca. 5,1 bis 19,2 kW. Ein großzügig dimensionierter Verdampfer mit intelligenten Abtaufunktionen sorgt für einen vereisungssicheren Betrieb im Winter. Weiterer Pluspunkt: Die Einsatzgrenze liegt zwischen -25 und +45 °C. Damit ist der Wärmeerzeuger auch für die nördlichen Bedingungen gerüstet. Das gelingt durch modernste Technik im Inneren: Ein bislang einzigartiges System mit zwei im Verbund arbeitenden Wärmetauschern gewinnt aus dem Kältekreislauf je nach Modulation 3 bis 5 % zusätzliche Energie und realisiert so herausragende Leistungszahlen. Dadurch erreicht das Gerät einen COP von über 4,2 bei A2/W35.

Ausgeklügelte Hydraulik mit der richtigen Technik

Eine Hydrobox von BRÖTJE erleichterte die hydraulische Anbindung der Wärmepumpe in das System während der Installation. In ihr sind diverse Fühler und die Heizkreispumpen bereits integriert. Ein nachgeschaltetes Umschaltventil sorgt für eine optimale Verteilung des Heizungswassers, je nach Bedarf in die installierten Pufferspeicher mit 500 bzw. 850 Liter Volumen. Zudem wurde vom ausführenden SHK-Unternehmen Activa Haustechnik eine BRÖTJE Powerbox installiert. In ihr sitzt die NEO RWP Regelung. Zudem laufen alle elektrischen Komponenten an diesem Ort zusammen. Die NEO RWP sorgt für die leistungsgerechte Regelung des Verdichters und übernimmt zudem die leistungsabhängige Ansteuerung der Umwälzpumpen. Das Expansionsventil wird mithilfe der innovativen DSI-Technologie zudem immer dem Optimum angepasst.

Um die Spitzenlast und die komplette Warmwasserproduktion abzudecken, wurde neben der Wärmepumpe eine Gas-Brennwertanlage des Typs WGB 50 H in das System integriert. Das kompakte wandhängende Gerät (H: 851 x B: 480 x T: 447 mm) bietet eine frei modulierbare Heizleistung zwischen 12 und 50 kW. Dadurch ist das Modell aus dem Hause BRÖTJE eine perfekte Ergänzung des Heizkonzepts. Auch das WGB 50 H belädt beide Speicher. Allerdings liegt die über Fühler gesteuerte Priorität auf der teilweisen Beladung des 850-Liter-Pufferspeichers. Die Wärmepumpe BLW 18 NEO bevorratet den Speicher bis zu einer Temperatur von ca. 54 °C. Nur das restliche Niveau bis 75 °C übernimmt das Gas-Brennwertgerät. Hintergrund ist die an dem Speicher angeschlossene Vierleiter-Wohnungsstation, die u.a. für die Warmwasserproduktion zuständig ist. Mit dieser Lösung wird kein warmes Trinkwasser bevorratet, sondern nur bei Bedarf die nötige Menge im Durchlaufprinzip produziert. Somit konnten die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und des DVGW-Arbeitsblattes W551 für das Objekt erfüllt werden. Einem Legionellenbefall durch Stagnation ist somit entgegengewirkt.

Die verbleibenden zwei Stränge sind mit dem kleineren 500-Liter-Pufferspeicher verbunden. Dieser wird hauptsächlich von der Wärmepumpe gespeist und versorgt die im Gebäude verlegte Fußbodenheizung. Die Beladung ist witterungsgeführt. Durch diese Art der Regelung ist gewährleistet, dass des Gas-Brennwertgerät nur für die Warmwasserbereitung und im äußersten Notfall aktiv wird. Die Einsparungen durch solch eine Regelung sind innerhalb des Lebenszyklus der Anlage nicht zu unterschätzen.

Positive Bilanz auf ganzer Linie

Alle Beteiligten des Bauvorhabens sind von dem Ergebnis überzeugt. Allen voran erreicht der Investor seine planerischen Ziele durch das Gesamtkonzept: Ein modernes Mehrfamilienhaus mit effizienter Heiztechnologie, dass auch für die ältere Bevölkerung attraktiv ist. Zudem konnten die Unterhaltungskosten für die kommenden Eigentümer der Wohneinheiten minimiert werden. Dies gelang durch eine dichte und KfW-gerechte Bauweise sowie durch den Einsatz effizienter Heizungstechnologien. Überdies loben die Bewohner die leise Geräuschkulisse des BLW 18 NEO Geräts. Niemand habe sich bis jetzt nur ansatzweise beschwert, so die einheitliche Meinung im Haus.

Auch die Zusammenarbeit ging laut Aussagen des Planerteams von Hans Kappen und des SHK-Installateurs Activa Haustechnik „unproblematisch von statten“. Dazu beigetragen hat im großen Maße der zuständige Key-Account-Manager von BRÖTJE, Daniel Norder, der das Projekt begleitet hat und aktiv beratend zur Seite stand. „Eine Konstellation, die ich mir durchaus für Folgeprojekte immer wieder vorstellen könnte“, erklärt Hans Kappen, Inhaber des Ingenieurbüros Hans Kappen.

Aktuelle Forenbeiträge
rholten schrieb: OK, vielen Dank, jetzt habe ich den Sinn verstanden. Wenn die Therme die Heizkörper speist, geht dies die meiste Zeit, außer wenn es sehr kalt ist, mit geringeren Temperaturen als jene die permanent...
Peter_Kle schrieb: Was hast du nach 15 MIn und laufendem Brenner für eine Spreizung ?? GErade bei überdimensionierter Therme + Übergangsproblemen empfehle ich nicht die Internet App ( die dich überhauptnicht voran bringt)...
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