Die Heizungstechnik bietet heute vielfältige Möglichkeiten wie nie. Vor allem die Wärmepumpe findet immer mehr Freunde. Für eine solch zukunftsweisende Lösung entschied sich auch eine Familie aus Bremen. Sie kombinierten eine Wärmepumpe mit einem Gas- Brennwertkessel von BRÖTJE zur Abdeckung der Spitzenlasten. Zudem wurde eine Photovoltaikanlage mit Batteriesystem installiert. Das neue Heizkonzept überzeugt und ist wegweisend für die Zukunft.
Das Einfamilienhaus aus dem Jahr 1980 erhielt ein komplett neues Heizkonzept. Gut zu erkennen ist die Photovoltaikanlage, die auch zum Betrieb der neuen Wärmepumpe genutzt wird.
Die Wärmepumpe BLW 8 NEO erhielt ihren Aufstellort direkt neben der Terrasse. Sie arbeitet so leise, dass keine Betriebsgeräusche stören.
Der Aufstellort wir für die Installation der Wärmepumpe vorbereitet.
Das Display der Power Box zeigt den Betriebszustand der Wärmepumpe an.
Ein Blick in den Heizraum mit der Frischwasserstation und einem der beiden Pufferspeicher.
Der Gas-Brennwertkessel WGB EVO 38i wurde zur Abdeckung von Spitzenlasten in das Heizkonzept integriert. Darüber hinaus kommt er bei sehr niedrigen Außentemperaturen im Winter zum Einsatz.
Zwei Pufferspeicher mit 500 bzw. 300 Litern Volumen stellen die Wärmeversorgung sicher.
Dr. Samiotis (Mitte) ist von seinem neuen Heizkonzept überzeugt. Die Ansprechpartner von BBRÖTJE und sein Installationspartner standen ihm bei der Planung und Ausführung der Anlage in allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. (v.l.n.r.): Jörg Adam, Dr. Argiris Samiotis und Lars Steinecke. Kein „Oldie“ mehr im Heizungskeller
Nach über 30 Jahren wurde es Zeit für eine neue Heizung. Der alte atmosphärische Gaskessel tat zwar noch seinen Dienst, war aber nicht mehr wirtschaftlich und hatte sein „Soll“ erfüllt. Dr. Argiris Samiotis, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg mit renommierter Praxis in Bremen, suchte daher nach einer modernen Lösung zur Beheizung des eingeschossigen Einfamilienhauses mit einer Wohnfläche von 270 m². Dabei stand vor allem der Wunsch nach moderner, nachhaltiger Technologie im Vordergrund. Die Heizungsbetreiber wollten energetisch insgesamt neue Wege gehen und nicht nur den CO2-Ausstoß möglichst geringhalten, sondern auch eigenen Strom mittels Photovoltaik erzeugen. Gespräche mit ihrem SHK-Betrieb führten dann relativ schnell zu einer Lösung: SHK-Meister Jörg Adam brachte die Idee ins Spiel, eine Wärmepumpe als Basiswärmequelle der neuen Anlage zu installieren. Der Vorschlag überzeugte, denn auf diese Weise ließ sich auch der eigene Strom zum Betrieb der Anlage nutzen. Da die Firma Adam Haustechnik GmbH jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit mit der August Brötje GmbH vorweisen konnte, entschied sich Dr. Samiotis für den Einsatz der Wärmepumpe BLW 8 NEO in Ergänzung eines Gas-Brennwertgeräts zur Abdeckung von Spitzenlasten sowie einer Frischwasserstation. Erweitert wird die Anlage außerdem durch die Module Agua SaveKompakt und Agua CleanKompakt zur Heizungswasseraufbereitung und zum Schutz der Rohrleitungen. Damit wurden sämtliche Komponenten aus einer Hand gewählt, die optimal aufeinander abgestimmt sind. Hohen Komfort erlaubt zudem die Möglichkeit zur Nutzung von SmartHome-Funktionen. Zusätzliche Sicherheit schafft BRÖTJE mit einer 5-jährigen Systemgarantie, die der niedersächsische Heizungshersteller auf seine Komponenten anbietet. Insgesamt also ein Paket, das Dr. Samiotis Vorstellung von einer modernen, zukunftsfähigen Heizungsanlage voll entspricht.
Wärmepumpe arbeitet flüsterleise
Zum Einsatz kam die Luft-Wasser-Wärmepumpe BLW 8 NEO als Herzstück der neuen Anlage. Sie wurde im Garten in der Nähe der Terrasse installiert. Das Gerät überzeugt durch seine moderne und exakt aufeinander abgestimmte Technik und weist einen hohen Leistungsbereich von 2,4 - 10,7 auf. Zwei im Verbund arbeitende Wärmetauscher gewinnen aus dem Kreislauf weitere Energie hinzu und erzielen so beste Leistungszahlen. Dieses Arbeitsprinzip ist bisher einzigartig. Zudem arbeitet die BLW NEO vollständig modulierend. Kompressor und Rotor passen ihre Leistung dem tatsächlich benötigten Bedarf an. Dank des Eulenflügelventilators und der schalloptimierten Gehäusekonstruktion ist der Betrieb der Wärmepumpe äußerst leise. Insgesamt ergeben sich im Nachtbetrieb ein Schallleistungspegel von nur 40 dB(A) und auch bei Volllast liegt er bei äußerst niedrigen 48 dB(A). Das bestätigt auch Familie Samiotis, die beim Aufenthalt auf ihrer Terrasse neben dem Gerät kaum Betriebsgeräusche wahrnimmt.
Zum Betrieb der BLW NEO wird in erster Linie der selbst erzeugte Solarstrom genutzt. Die Kombination mit der Photovoltaikanlage mit 9,92 Kilowatt-Peak (kWp) funktioniert sehr gut. Ist überschüssiger Strom vorhanden, wird dieser zur elektrischen Aufheizung des Pufferspeichers genutzt. Dies geschieht über einen stufenregelbaren Heizstab, der wahlweise mit 2,4 oder 6 kW betrieben wird. Auf diese Weise lässt sich der Pufferspeicher auf eine Temperatur von 75 °C hochfahren, wenn der Stromspeicher mit einer Kapazität von 11 kW bereits gefüllt wurde. Die Wärmepumpe selbst ist so eingestellt, dass sie den Pufferspeicher mit maximal 50 °C vorheizt. So läuft sie stets im optimalen Bereich. Die errechnete Gesamt-Jahresarbeitszahl (COP) der Wärmepumpe liegt bei 4,78 nach DIN 4650. Dieser Wert wird auch in der Praxis erreicht. Der COP spiegelt das Verhältnis von erzeugter Kälte- bzw. Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung wider und lässt sich im Display der Power-Box, die zur BLW NEO gehört, ablesen.
Gas-Brennwertgerät für die Spitzenlasten
Um eine behagliche Raumtemperatur auch bei sehr niedrigen Außenwerten sicherstellen zu können, wurde das Heizkonzept durch einen Gas-Brennwertkessel ergänzt, der jedoch nur die Spitzenlasten abdecken soll. Zum Einsatz kam der wandhängende Gas-Brennwertkessel WGB EVO 38i mit einer Leistung von 38 kW, mit der sich der Wärmebedarf für die 270 m² Wohnfläche abdecken lässt. Der Kessel verfügt über eine vollautomatische Erkennung und Adaption der Gasarten (E, LL und Flüssiggas) für eine einfache Inbetriebnahme. Eine saubere Verbrennung wird über eine automatische Verbrennungsoptimierung sowie den speziellen Vormischkanal OptiMix realisiert. Dadurch ist eine CO-Messung durch den Schornsteinfeger nur alle drei Jahre notwendig.
Damit der Kesselbetrieb mit dem größtmöglichen Komfort einhergeht, erfolgt die Regelung über den integrierten ISR-Systemregler. Dieser ist in allen BRÖTJE Produkten der i-Reihe serienmäßig verbaut. Er regelt die Kesseltemperatur witterungsabhängig gleitend und steuert die Modulation des Brenners je nach angeforderter Last. Darüber hinaus kann die im letzten Jahr erstmals vorgestellte Regelung im SmartHome und in Building Management Systeme (BMS) eingebunden werden. Damit ist es beispielsweise möglich, über die Sprachsteuerung „Alexa“ die Heizungsanlage direkt zu bedienen. Alternativ lässt sich die Anlage auch über die kostenlose IDA App steuern. Zudem kann die Regelung durch das integrierte OpenTherm Interface mit intelligenten Thermostaten kommunizieren und sorgt so effizient für ein Wohlfühlklima im Raum.
Gesundes und keimfreies Frischwasser
Um stets auf gesundes und frisches Trinkwasser zugreifen zu können, wurde die Frischwasserstation Malotech Fresh in die Warmwasserbereitung eingebunden. Die Anlage arbeitet im Durchlaufprinzip. Auf diese Weise lassen sich lange Standzeiten und daraus resultierende mögliche Verkeimungen vermeiden. Mit der Frischwasserstation ist Familie Samiotis nun auf der sicheren Seite. Das Heizungswasser wird mittels Hochleistungspumpen durch den Wärmetauscher geführt und kann seine Energie so effizient und bedarfsgerecht an das Trinkwasser abgeben.
Mit Heizungswasseraufbereitung gut geschützt
Zur Wasseraufbereitung wurde das Wandgerät AguaSaveKompakt von BRÖTJE in die Anlage eingebunden. In dieser Komponente wird das Wasser, das dem Heizkreislauf zugeführt werden soll, teilweise entsalzt, anschließend wieder mit Rohwasser gemischt sowie mit der entsprechenden Menge des Schutzproduktes versetzt. Auf diese Weise lassen sich der pH-Wert bzw. die Leitfähigkeit des Wassers stabilisieren und die Bildung von Biofilmen verhindern. Die Integration von AguaSave ist nicht nur in Anlagen mit Nennleistungen über 50 kW sinnvoll. Auch in kleineren Systemen wird beispielsweise bei Druckabfall automatisch Wasser nachgespeist und Leckage-Alarm ausgelöst. Mit entsprechendem Zubehör kann eine Befüllleistung von bis zu 1.400 l/h und eine Befüllkapazität von bis zu 6 m³ erreicht werden. Insbesondere die Erstbefüllung einer Heizungsanlage wird so schnell, sicher und regelkonform erledigt.
Da die Rohrleitungen des Heizungskreislaufs aus dem Bestand übernommen wurden, wurde zur Reinigung des Heizungswassers auch das Modul AguaCleanKompakt installiert. Es ist für Anlagen konzipiert, in denen es bereits Ablagerungen und Verunreinigungen gibt und wird dort zusammen mit einem AguaSave Modul eingesetzt. So ist eine schonende Reinigung des Systems im laufenden Betrieb möglich und alle im System befindlichen Verunreinigungen wie Schmutz, Schlamm, Rost und Korrosionsrückstände werden zuverlässig entfernt.
AguaClean wird über eine integrierte Hocheffizienzpumpe im Teilstrom aus dem Heizungskreislauf (vorzugsweise Rücklauf) versorgt und beein-flusst nicht die Hydraulik des Heizungs-/Kältekreislaufs, sodass auch bei einer starken Verschmutzung und Anstieg des Differenzdrucks eine einwandfreie Versorgung und Filtration erfolgt.
Fazit
Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe BLW 8 NEO in Kombination mit der Gas-Brennwerttechnik hat Familie Samiotis eine Heizungsanlage gefunden, die rundum ihren Anspruch an ein zukunftsweisendes Heizungssystem mit geringem CO2-Ausstoß widerspiegelt. Besonders begeistert ist Familie Samiotis vom niedrigen Geräuschpegel der Wärmepumpe, die auch direkt nebenan auf der Terrasse kaum zu hören ist. Als technisches Herzstück der Heizungsanlage garantiert die BLW 8 NEO rund um die Uhr die Bereitstellung von Wärme und Brauchwasser. Darüber hinaus bietet sie eine moderne Art der Wärmeerzeugung und das gute Gefühl, die Umwelt nicht zu belasten. Besonders hebt Familie Samiotis die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten von BRÖTJE und ihrem SHK-Partner hervor, die ihnen stets bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite standen.
| Objekt | Einfamilienhaus privat 28355 Bremen |
| Bauherr | Dr. Argiris Samiotis |
| Planung / Bauleitung / Ausführung | Adam Haustechnik GmbH Jörg Adam 28217 Bremen Projektierung mit BRÖTJE Lars Steinecke |
| Material | 1 x BLW 8 Neo 1 x WGB EVO 38i 1 x Aqua Save 1 x Aqua Clean 1 x Frischwasserstation Malotech |
| Hersteller | August Brötje GmbH 26180 Rastede www.broetje.de |