Hypothekendarlehen sind aktuell schon für deutlich unter 5 Prozent zu haben, der Zinssatz hat damit den historischen Tiefpunkt aus dem Jahr 1999 bereits unterschritten. Wer in nächster Zeit eine Baufinanzierung plant, sollte sich über die verschiedenen Finanzierungsformen informieren. Neben dem klassischen Annuitäten-Darlehen bieten gerade in der jetzigen Niedrigzins-Phase Sonderformen wie Forward-, Volltilger- oder Konstantdarlehen Chancen auf langfristige Sicherung günstiger Konditionen.
Forwarddarlehen Forwarddarlehen werden oft bei bevorstehendem Auslauf der Zinsfestschreibung einer Hypothek zur Sicherung aktuell günstiger Zinsen für eine zukünftige Umschuldung genutzt. Der Kunde sichert sich die niedrigen Zinssätze, indem er einen geringen Aufschlag auf die heutigen Konditionen von ca. 0,02 bis 0,03 Prozentpunkten für jeden Monat bezahlt, bis das bestehende Darlehen umgeschuldet wird. Ein Forwarddarlehen lohnt sich, wenn die Zinsen für Baugeld inklusive Aufschlag für das Forwarddarlehen günstiger sind als die Zinsen bei Ablauf der Zinsbindungsfrist für das ursprüngliche Darlehen. Der Vorteil gegenüber der Kündigung einer Baufinanzierung mit hoher Zinsbelastung: Der Kunde muss keine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, die oft den Vorteil der günstigeren Zinsen in der Anschlussfinanzierung wieder auffrisst.
Volltilgerdarlehen
Beim Volltilgerdarlehen gibt der Kunde den Zeitraum vor, in dem er seinen gesamten Kreditbetrag mit einer gleichbleibenden monatlichen Rate abgetragen haben möchte. Der Tilgungsanteil ist bei einer Laufzeit zwischen zehn und 20 Jahren höher als bei einem klassischen Annuitätendarlehen. Die Banken belohnen den höheren Tilgungssatz sowie die größere Sicherheit bei der Kalkulation mit günstigeren Zinssätzen. In der augenblicklichen Niedrigzinsphase liegt die monatliche Belastung bei dieser Darlehensform trotz des höheren Tilgungsanteils nur geringfügig über dem Niveau eines Annuitätendarlehens mit einem Standardtilgungssatz von 1%. Wer den Mehranteil aufbringt, kann sich sicher sein, bei der Gesamtsumme ordentlich gespart zu haben.
Konstantdarlehen
Ein Konstantdarlehen sichert eine gleichbleibende monatliche Belastung für die gesamte Vertragslaufzeit und schaltet das Risiko von Zinsschwankungen völlig aus. Bei Vertragsabschluss wird ein Vorausdarlehen in Höhe des Finanzierungsbedarfs ausgezahlt und zusätzlich eine Einzahlung auf einen Bausparvertrag vorfinanziert. Bei einer vereinbarten Vertragslaufzeit von beispielsweise 27 Jahren setzt sich die monatliche Rate in den ersten acht Jahren aus den Zinsen für das Darlehen sowie der Sparrate für den Bausparvertrag zusammen. Nach Zuteilung des Bausparvertrages löst dieser einen Teil des Darlehens ab, während der verbleibende Restkredit als Bauspardarlehen weitergeführt wird, für das Zins und Tilgung in gleichbleibender Höhe fällig werden. Nach 27 Jahren ist der Kunde schuldenfrei und war zudem über die gesamte Laufzeit unabhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus. Diese hohe Planungssicherheit für den Käufer lassen sich die Banken mit einer etwas höheren Effektivverzinsung bezahlen. Das Konstantdarlehen lohnt sich somit vor allem für Kunden, die während der Laufzeit mit einer neuen Hochzinsphase rechnen. Wer sich die monatliche Belastung schon zu Beginn des Vertrages leisten kann und zudem damit rechnet, in der Tilgungsphase des Bauspardarlehens Sondertilgungen (etwa aus einer Erbschaft oder Lebensversicherung) einbringen zu können, macht mit dem Konstantdarlehen ein gutes und vor allem sicheres Geschäft.
Baugeldvermittler im Internet waren bisher vor allem für ihre guten Konditionen bei Standardprodukten bekannt. Bei Sonderformen wie Forward-, Volltilger- oder Konstantdarlehen sind Kunden dagegen oft auf den Berater der Hausbank ausgewichen. FinanceScout24 bietet diese Darlehensformen an und berät seine Kunden objektiv und unabhängig bezüglich der für sie günstigsten Finanzierungsform. Anträge gibt es im Internet unter
www.financescout24.de, Fragen zum eigenen Finanzierungsvorhaben können per E-Mail an
fs24baufi@financescout24.de gestellt werden.