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News vom 17.06.2022

Trendumkehr im Immobilienmarkt?

Stark gestiegene Zinsen schwächen die Nachfrage bei Kaufinteressenten

In Folge der gestiegenen Zinsen zeichnet sich eine Trendumkehr zwischen dem Markt für Kauf- und Mietimmobilien ab. Im ersten Quartal 2022 ist die Nachfrage nach Immobilien zum Kauf gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent zurückgegangen. Damit liegt sie allerdings nach wie vor deutlich über dem Niveau von Ende 2019.

  • Im ersten Quartal 2022 ist die Nachfrage nach Immobilien zum Kauf als Folge der drastischen Zinsentwicklung um 17 Prozent eingebrochen.
  • Inserate für Wohnimmobilien zum Kauf sind länger online als im Vorjahr. Es ist schwieriger geworden, Abnehmer:innen zu finden als im letzten Jahr.
  • Stattdessen suchen wieder deutlich mehr Menschen nach Immobilien zur Miete.

Berechnungsgrundlage dafür ist die durchschnittliche Anzahl der Kontaktanfragen, die Anbieter:innen zu ihren Inseraten in der jeweiligen Kategorie innerhalb der ersten sieben Tage erhalten. Im Zuge der Corona-Pandemie war die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern zum Kauf um 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit auf ein Rekordniveau angestiegen. Viele Menschen suchten aktiv nach Wohneigentum mit mehr Raumangebot und einem Garten im Grünen. Der historische Tiefstand der Immobilienzinsen befeuerte diesen Trend.

Anbieter:innen finden nicht mehr so leicht Abnehmer:innen für ihre Objekte

Innerhalb weniger Monate hat sich der drastische Zinsauftrieb auch auf die Vermarktungszeiten ausgewirkt. Angebotene Immobilien zum Kauf waren im ersten Quartal 2022 deutlich länger online als im Vorjahrzeitraum. So waren Inserate für Eigentumswohnungen auf ImmoScout24 in den ersten drei Monaten des Jahres im deutschlandweiten Median 37 Tage online, während sie im ersten Quartal des letzten Jahres schon nach 30 Tagen vermarktet waren. Bei Einfamilienhäusern zum Kauf verlängerte sich die Laufzeit der Inserate von 32 Tagen auf 34 Tage. Es ist für Anbieter:innen also schwieriger geworden, Abnehmer:innen zu finden als im letzten Jahr. Denn inzwischen machen die gestiegenen Zinsen und die damit deutlich gestiegenen Gesamtkosten beim Kauf einer Immobilie vielen Kaufinteressenten einen Strich durch die Rechnung.

Interesse an Immobilien zur Miete steigt wieder an

Stattdessen suchen dieses Jahr wieder deutlich mehr Menschen nach Immobilien zur Miete. War die Nachfrage nach Wohnimmobilien zur Miete vom ersten Quartal 2020 zum ersten Quartal 2021 noch um 11 Prozent gefallen, liegt sie im ersten Quartal 2022 um 28 Prozent über dem Vorjahreswert. Als Folge dieser Entwicklung ist das verfügbare Angebot von Mietobjekten in diesem Zeitraum um 23 Prozent zurückgegangen, während das Angebot von Immobilien zum Kauf im gleichen Zeitraum um 15 Prozent angestiegen ist.

„Die deutlich gestiegenen Finanzierungszinsen haben dazu geführt, dass sich die Nachfrage nach Immobilien zum Kauf spürbar abgekühlt hat. Darin liegt eine Chance für Käufer:innen, die ernsthaftes Interesse und eine ausreichende Eigenkapitalquote mitbringen. Sie finden schon jetzt mehr Angebot auf dem Markt und können die Kaufpreise eher verhandeln als im letzten Jahr“, erläutert Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.

„Diese Entwicklungen könnten sich mittelfristig dämpfend auf die Preisentwicklung auswirken. Mehrkosten für Käufer:innen durch die gestiegenen Zinsen könnten dadurch zumindest ein Stück weit abgefedert werden. Für Anbieter:innen und Makler:innen wird es gleichzeitig schwieriger, ihre Preisvorstellungen zu realisieren und Abnehmer:innen zu finden.“

Eine weitergehende Analyse von ImmoScout24 zeigt, dass im ersten Halbjahr 2022 doppelt so viele Anbieter:innen die Preise von Wohnimmobilien zum Kauf nach unten korrigiert haben als im gleichen Zeitraum 2021. So wurden in diesem Jahr die Angebotspreise von 6 Prozent der angebotenen Einfamilienhäuser und 9 Prozent der Eigentumswohnungen reduziert. Im ersten Halbjahr 2021 waren es nur 3 Prozent der inserierten Häuser und 6 Prozent der angebotenen Wohnungen zum Kauf, bei denen das der Fall war.Bilder: ImmoScout24

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eteog schrieb: Fallen die 1800 kWh p.a. nur für den DLE an oder ist das der Gesamtverbrauch für euer Haus? Ist das der nur der DLE, dann würde ich schon über die zentrale Bereitung von WW mit der WP nachdenken. Zum...
ManfredK schrieb: Der 400 l Puffer in meiner ersten Bivalenz-WP-Anlage hat mich tatsächlich 20 Jahre geärgert, weil ich die gespeicherte Wärme in diesem Kessel lieber direkt in den Heizkörpern bzw. der Fußbodenheizung gesehen...
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