Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 18.07.2022

Themenserie "Neuer Standard EE 40 für Neubauten" - Teil 3

Neues Siegel „Nachhaltiges Gebäude“ – was wird überhaupt noch am Bau gefördert?

Nachdem die Förderbedingungen beim Neubau und im Bestand in den kommenden Jahren verschärft werden, wird seitens des Bundeswirtschaftsministeriums noch eins obendrauf gesetzt. Denn wenn ein Gebäude gefördert werden soll, muss es in Zukunft auch so gut es geht nachhaltig gebaut werden – und das wiederum muss man sich mit einem Siegel zertifizierten lassen (mehr dazu hier).

In Zukunft ein Muss nicht nur für geförderte Gebäude: das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude.<br />Bild: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat<br />
In Zukunft ein Muss nicht nur für geförderte Gebäude: das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude.
Bild: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

In Zeiten steigender Baukosten ist die Förderung für viele Bauherren Teil der Kalkulation. Also müssen sie wohl oder übel in den nachhaltigen Apfel beißen.

Zum einen gibt es einen besonderen Standard, das Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit (EE 40 NH). Das ist der einzige Standard, der nach der dem Stopp des Programmes Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) seit dem 20. April 2022 überhaupt noch gefördert wird. Für förderfähige Neubauten sind Zertifizierungen nach dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) nötig, das seit Sommer 2022 bereits optionaler Bestandteil der Förderungen war. Nachhaltig sollen aber nicht nur die verwendeten Baustoffe und Methoden sein. Der Begriff bezieht sich auch auf wirtschaftliche und soziokulturelle Belange, besser als ESG (für Environmental, Social and Governance) bekannt und derzeit eines der Top-Themen in der gesamten Wirtschaft.

Zum anderen: Das Nachhaltigkeitsprinzip könnte mit der Neuauflage des BEG ab Januar 2023 zur Pflicht ausgebaut werden auch unabhängig vom schon genannten Qualitätssiegel. Schon jetzt zeichnet sich unter dem Schlagwort „klimafreundliches Bauen“ ab, dass dann nur noch Gebäude gefördert werden, die alle Emissionen (also Bau und Betrieb) und auch den Lebenszyklus eines Gebäudes berücksichtigen. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt hier dann: 1. vorgesehene Nutzung, 2. Umwidmung – und wenn die nicht mehr geht, 3. Abriss und komplettes Recycling oder im besten Falle direkte Wiederverwendung der Baumaterialien. Eine Deponierung (oder – seltener – thermische Verwertung) ist dann nicht mehr vorgesehen. Das wäre im Übrigen ein Segen, trägt doch Bauschutt zu 40 % zu den hiesigen Deponiebergen bei.

Nebenbei: Die derzeit beliebten Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) könnten bei einem solchen Kreislauf ins Hintertreffen geraten. Denn sie lassen sich kaum trennen, also in Baustoff und Dämmstoff zerlegen. Die bisherige Lösung ist die thermische Verwertung. Sollten die WDVS am Bau zurückgedrängt werden, könnte sich das auf die Bauzeiten verlängernd auswirken, ermöglichen sie doch bisher ein schnelles und damit im ökonomischen Sinne wirtschaftliches Bauen.

Gleichzeitig hofft die Bundesregierung, mit dieser baustofflichen Kreislaufwirtschaft den steigenden Baupreisen entgegenzuwirken. Und: Natürlich wird derjenige Bauherr belohnt, der CO2-arme Baustoffe verwendet (von CO2-freien Baustoffen mag derzeit niemand reden; streng genommen zählt nicht mal Holz dazu).

Die entsprechenden Daten werden in einem neuen Energiepass dokumentiert, der auch Ressourcenpass genannt werden könnte. Er enthält nicht nur die energetischen Kennziffern und damit die Qualität der Energieeffizienz einer Immobilie, sondern die komplette Bilanz aller Treibhausgasemissionen aufgrund von CO2-Äquivalenten, die bei Bau und Betrieb des Gebäudes anfallen.

Klar ist, dass der Aufwand für eine solche Datensammlung deutlich den für den bisherigen Energieausweises übersteigt, was sich wiederum auf die Kosten für die Erstellung auswirkt. Zudem muss der Bund noch einen Widerspruch klären: Baurecht ist Länderrecht und Energierecht ist Bundesrecht. Beides würde aber im neuen Ressourcenpass eine Rolle spielen.

Wer schon jetzt nachhaltig bauen oder sich für die Zukunft daran orientieren will, kann sich an die gängigen Standards halten, so Leadership in Energy and Environmental Design (LEED; USA), Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM; UK) oder das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB).

Unsere Mini-Serie zum Thema neue Baustandards umfasste drei Teile:

1. Neuer Standard EE 40 für Neubauten – was bringt er gegenüber KfW 55? (04.07.2022)

2. Neuer Standard EE 55 bei Bestandssanierungen – wie wird es das Bauen verteuern? (11.07.2022)

3. Neues Siegel „Nachhaltiges Bauen“ – was wird überhaupt noch am Bau gefördert? (18.07.2022)

______________________________________

Ein Beitrag der Redaktion von HaustechnikDialog.

 
Aktuelle Forenbeiträge
stna1981 schrieb: Hallo zusammen, es gibt ja offenbar bei der Anschaffung von WP-basierten Klimageräten, die die Kriterien erfüllen und mit denen man auch heizen kann, die Möglichkeit einer BAFA-Förderung von bis zu...
Siggi_LE schrieb: Hallo Forengemeinde, wir haben ein Haus in Leipzig (Stadtrand). Baujahr 1979, Wohnfläche 120 m². Im Exposé war ein Bedarfsorientierter Energieausweis von 2018 dabei, welcher 194,5 kWh/m²*a aussagt....
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Wasserbehandlung mit Zukunft
Pumpen, Motoren und Elektronik für
Steuerung und Regelungen
Aktuelles aus SHKvideo
Website-Statistik