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News vom 26.09.2023

Fachsymposium bei Pluggit

Die Energiezukunft gibt’s schon heute – ein Fazit

Selten war der Informationsbedarf zu Themen rund um die Energie- und Wärmewende größer als in den letzten Wochen, nachdem die Tinte unter der heiß diskutierten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) gerade getrocknet war. Da kam das am 18. September veranstaltete Fachsymposium mit Referenten aus der Haustechnikbranche und einer renommierten Umweltwissenschaftlerin genau zur rechten Zeit.

Als Referentin und Referenten des Fachsymposiums sprachen (von links nach rechts und von oben nach unten): Franz Killinger (Remeha), Michael Beckmann (Remeha), Jan Kramb (Schräder), Michael Erlhof (Raab-Gruppe), Estelle L. A. Herlyn (FOM Hochschule Düsseldorf), Jochen Hofmann (Pluggit), Markus Schlichter (ZIV, BVS), Maximilian Berger, Matthias Reitzenstein (Pluggit)<br />Bild: ©BAUBILD, Falk<br />
Als Referentin und Referenten des Fachsymposiums sprachen (von links nach rechts und von oben nach unten): Franz Killinger (Remeha), Michael Beckmann (Remeha), Jan Kramb (Schräder), Michael Erlhof (Raab-Gruppe), Estelle L. A. Herlyn (FOM Hochschule Düsseldorf), Jochen Hofmann (Pluggit), Markus Schlichter (ZIV, BVS), Maximilian Berger, Matthias Reitzenstein (Pluggit)
Bild: ©BAUBILD, Falk
Franz Killinger und Michael Beckmann von Remeha referierten über die Anforderungen an die moderne Wärmeversorgung.<br />Bild: Remeha <br />
Franz Killinger und Michael Beckmann von Remeha referierten über die Anforderungen an die moderne Wärmeversorgung.
Bild: Remeha

Gastgeber für die Veranstaltung, die das Pressebüro Waldecker bereits zum 21. Mal routiniert organisierte, war die Firmenzentrale des Lüftungstechnikunternehmens Pluggit in München.

35 internationale Baufachjournalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren der Einladung gefolgt. Sie bestätigten das große Interesse an dem breiten Themenspektrum, das noch mehr zu bieten hatte als die Wege zur zukunftsweisenden Wärmerzeugung. In weiteren Vorträgen ging es um Möglichkeiten zur Emissionsreduzierung und Effizienzsteigerung und ganz am Ende sogar um nichts Geringeres als die Frage, ob und wie „die Rettung der Welt“ oder zumindest einer für den Menschen lebenswerten Umwelt noch gelingen kann.

Von der technischen Seite kann der Weg nur über kluge Einzelmaßnahmen führen. Alle am Symposium beteiligten Referenten zeigten auf, dass es dafür schon heute oft klügere Lösungen für Hauseigentümer gibt, als sie im Zusammenhang mit dem GEG gern besonders plakativ herausgestellt werden – und das übrigens auch schon seit vielen Jahren. Neben der medial favorisierten Wärmepumpe stehen für den Gebäudebestand zum Beispiel mit Hybridsystemen intelligentere und oft auch wirtschaftlichere Konzepte statt „All Electric“ zur Verfügung, wie Franz Killinger als Vertriebsleiter und Michael Beckmann als Leiter Produktmanagement des Heiztechnikherstellers Remeha aufzeigten.

Zuvor hatte Dipl.-Ing. Michael Erlhof als Seminarleiter der Raab-Gruppe über Maßnahmen zur Emissionsminderung im gewerblichen und privaten Bereich referiert. Das Thema wird spätestens im Zusammenhang mit einer bevorstehenden Überarbeitung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) erhöhte Aufmerksamkeit bekommen. Über die großen Potentiale, die die Wärmerückgewinnung in Gewerbe und Industrie bietet, sprach Dipl.-Ing. Jan Kramp als Projektleiter der Schräder Abgastechnologie. Über die Zukunft der Holz- und Pelletfeuerung informierte Markus Schlichter, stellv. Vorstand Technik des ZIV – Bundesverband des Schornsteinhandwerks. Jochen Hofmann schilderte als Leiter der Digitalen Akademie beim Gastgeber Pluggit die aktuelle Fördermittelsituation für Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung, wie sie auch von seinem Unternehmen hergestellt und vertrieben werden.

Nachdenklich stimmte der Vortrag zur „Nachhaltigkeit diesseits und jenseits des Gebäudebereichs – sind wir alle noch zu retten?“ von Prof. Dr. Estelle L. A. Herlyn, Leiterin des Kompetenz Centrums für nachhaltige Entwicklung an der FOM Hochschule Düsseldorf. Sie kritisierte global nicht zielführende Maßnahmen und aktionistische Symbolpolitik, vor allem in Deutschland. Die Zeit zur Eindämmung der Folgen des Klimawandels würde drängen, während man sich hier mit verschwenderischem Kapitaleinsatz im global wirkungslosen Klein-Klein erginge. Trotzdem wolle sie nicht nur Resignation erzeugen. Deshalb präsentierte sie abschließend einen Katalog wirkungsvoller Maßnahmen wie globale Wiederaufforstungsprogramme, einen weltweiten Emissionshandel, aber auch Investitionen in die Verbesserung von Bildungs- und Sozialstandards in Entwicklungs- und Schwellenländern, um nur einige Punkte zu nennen.

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