Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, erwachen viele Heimwerker aus ihrem Winterschlaf. Denn im Garten gibt es schließlich immer etwas zu tun. Ein relativ großes Projekt ist die DIY-Terrasse. Mit der richtigen Planung lässt sich das Outdoor-Wohnzimmer aber auch ohne viel Erfahrung in die Tat umsetzen.
Bild: pixabay.com / Didiwo Die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete
Die ersten Schritte beim Terrassenbau sind grundsätzlich einfach, aber besonders wichtig. Denn ein solides Fundament entscheidet über den späteren Erfolg. Bevor Sie sich also für ein praktisches Solardach entscheiden und die bequemen Lounge-Möbel kaufen, geht es ans Graben. Denn im ersten Schritt muss der Untergrund ausgehoben werden. Abhängig von der Größe und der benötigten Aushubtiefe brauchen Sie entweder einen Spaten oder doch gleich einen Mini-Bagger. Achten Sie beim Aushub auch gleich auf das Gefälle von 2 bis 3 %. Hier aber keinen Anfängerfehler machen: Das Gefälle muss stets von Wänden weg zeigen. Ansonsten sammelt sich Regenwasser an der Hausmauer. Für die weiteren Schritte benötigen Sie eine Rüttelplatte. Denn der Untergrund muss verdichtet werden, um tragfähig zu sein. Danach wird die ausgehobene Fundamentgrube 5 bis 10 cm mit Schotter gefüllt. Auch diese Schicht muss wieder mit der Rüttelplatte verdichtet werden. Zum Schluss kommt noch eine dünne Ausgleichsschicht auf den Schotter. Hierfür können Sie feinen Split verwenden. Abgezogen wird die Ausgleichsschicht mit einer ausreichend langen Latte.
Bodenbelag verlegen: Steinplatten oder Holzdielen?
Für die Outdoor-Terrasse empfehlen sich grundsätzlich zwei Materialien: Steinplatten oder Holzdielen. Sie können zwar auch Fliesen für den Außenbereich verlegen. Damit steigen jedoch nicht nur die Kosten für Ihr DIY-Projekt. Auch der Aufwand erhöht sich, wenn Fliesen verlegt werden müssen. Daher entscheiden sich die meisten Heimwerker eben für Holzdielen oder Steinplatten. Steinplatten werden einzeln und mit Fugenkreuzen auf das Fundament gelegt. In den meisten Fällen brauchen Sie hier auch einen Winkelschleifer. Für Holzdielen werden Unterkonstruktionsbalken mit einzelnen Steinplatten verschraubt. Die eigentlichen Dielen müssen dann nur noch zugeschnitten und mit den Balken verschraubt werden. Bei einem Terrassenboden aus Steinplatten sollten Sie zum Abschluss auch noch Fugensand ausstreuen. So wird verhindert, dass sich Moos oder Unkraut in den Fugen ausbreitet.
Für kühle Sommernächte: Wie wird die Terrasse beheizt?
Während im Wintergarten eine Fußbodenheizung durchaus Sinn machen kann, ist dies bei einer offenen Terrasse natürlich nicht empfehlenswert. Deutlich praktischer sind aufstellbare Heizpilze. Diese können entweder mit Strom oder Gas betrieben werden. Wenn Sie in weiterer Folge auch ein praktisches Solardach auf der Terrasse installieren möchten, ist ein strombetriebener Heizpilz hier eventuell sogar die klügere Variante. Alternativ können Sie aber natürlich auch einfach auf offenes Feuer setzen. Eine Feuerschale ist nicht nur ein optischer Hingucker. Die Heizquelle ist kostengünstig und vor allem für Steinterrassen eine gute Wahl. Bei Holzdielen sollten Sie hingegen vorsichtig sein. Denn Funkenflug kann dazu führen, dass die Dielen beschädigt werden. Inzwischen gibt es auch beheizbare Sitzauflagen für Outdoor-Möbel. Diese spenden mollige Wärme und der Installationsaufwand ist verhältnismäßig gering.