Kundenbindung ist die "Stärke" von Fröling. Groß-Heizkessel von Fröling übernehmen künftig die Wärmeversorgung des Kölner Energie-Riesen GEW. Künftig wird die Hauptverwaltung der GEW RheinEnergie AG mit insgesamt drei der Riesenkessel aus dem Bergischen beheizt.
Zum Vergleich: Die Leistung der Anlage würde ausreichen, um 2000 Einfamilienhäuser zu beheizen. Bei der GEW verspricht man sich von der neuen Technik, dass die hauseigene Fernwärmeanlage künftig 1.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich weniger ausstößt.
Auch die neuen Heizkessel des Kölner RheinEnergiestadions sind jetzt durch das in Overath ansässige Traditionsunternehmen FRÖLING GmbH ihrer Bestimmung übergeben worden. zwei 1.250 kw-starke Brennwertkessel und die Warmwasserbereiter mit 6.000 Liter Fassungsvermögen versorgen die neue Heimstätte des 1. FC Köln pünktlich zum Saisonstart der Bundesliga im August "erstklassig" mit wärme und hygienischem Trinkwasser.
Durch den Einsatz der Brennwerttechnik arbeitet die Anlage besonders effizient und entlastet zudem die Umwelt durch geringere C02-Emissionen. Im RheinEnergiestadion wird in Zukunft jährlich der Ausstoß von 597.000 kg C02 vermieden. Die umweltfreundliche Einsparung entspricht der Kohlendioxyd-Emission von ca. 70 Einfamilienhäusern.
Auch bei "vollem Haus" wird für alle 52.000 Stadionbesucher durch den hygienischen Edelstahl-Speicher ausreichend Trinkwasser bereitgestellt, Spieler und Schiedsrichter können im Kabinentrakt stets auf warme Duschen zurückgreifen.
Die Rasenheizung garantiert durch niedri gei Rückläufe ideale Bedingungen für die durchgängige Brennwertnutzung und sorgt bei bestmöglichen Platzbedingungen für eine optimale Energie-Ausbeute.
Entgegen den Befürchtungen des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Christoph Niering und auch der Einschätzung vieler Experten ist der Umsatz im unternehmen nach Insolvenzantragstellung weitaus stabiler und besser als dies zu erwarten war. "Die lange Tradition und die hohe Qualität der Fröling Produkte veranlasste in einem nicht vorstellbaren Maß die bisherigen Kunden auch trotz er Insolvenz und den damit verbundenen schwieri gkeiten weiterhin auf Fröling Produkte zurückzugreifen und somit letztendlich ihren Beitrag zu einer möglichen Sicherung der über 200 Arbeitsplätze zu leisten."
Seit dem Insolvenzantrag im Mai seien viele Anlagen ins Inland ebenso wie nach Tschechien, England und Polen geliefert worden, so Fröling-Marketingleiter Joachim See.
Auf Seiten von Fröling ist man weiterhin intensiv im Gespräch mit einer Reihe in- und ausländischer Investoren, die Verhandlungen seien sehr weit fortgeschritten. Zum Teil befinde man sich in der dritten Gesprächsrunde um Detailfragen zu klären.
Namen der möglichen Investoren wurden weiterhin nicht genannt, es darf weiter spekuliert werden, ob an den Gerüchten mit dem französischen Mischkonzern, der auch in Deutschland mit seiner Heizkessel-Marke vertreten ist, etwas dran ist.
Auf jeden Fall werde der Geschäftsbetrieb trotz der voraussichtlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 01.08.2003 auch nach diesem Zeitpunkt fortgeführt, so Dr. Niering auf Anfrage.