Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag aus dem Jahr 2003 ist nicht aktuell. Die RAL-Gütegemeinschaft Acrylwanne existiert nicht mehr.
Profi-Schiene braucht Differenzierung. Die Hersteller-, Modell- und Materialflut nimmt im Produktfeld "Wannen" immer größere Formen an. Selbst Insider kennen sich da kaum noch aus. Ein Beispiel: Wer weiß schon, dass zwischen Acryl und Acryl zum Teil Welten liegen? Und: Wenn es der Bad-Profi weiß, weiß es sein Kunde noch lange nicht. Ergo wächst die Gefahr, dass die Fachschiene weit unter ihren verkäuferischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten bleibt. So sieht es zumindest die RAL-Gütegemeinschaft Acrylwanne in einer Presseinfo.
Ihre sieben Mitglieder wollen, wie es heißt, dem Problem "im Dreier-Pack" wirksam begegnen. Erstens mit vernetztem gegossenem Sanitäracryl als gemeinsamer Werkstoffbasis; zweitens mit dem "exklusiven RAL-Gütezeichen" als einer für Verbraucher und Vertriebspartner sofort sichtbaren Qualitäts- und Differenzierungsmarke; drittens schließlich mit einer gezielten Aufklärungsoffensive, die "in mehrfacher Hinsicht" für Transparenz sorgen soll.
Der Informations- und Kooperationskurs der Plattenproduzenten Atoglas, Lucite International und Röhm sowie der Wannenhersteller Duscholux, Hoesch, Koralle und Villeroy & Boch schlägt sich aktuell in zwei Broschüren nieder. Dabei gehören zum Redaktionsprogramm des für ein breites Publikum konzipierten Ratgebers eine Materialkunde, die Details des neutralen Gütezeichens, eine komplette Wannenreportage und eine Vergleichs-Checkliste. Ein Kapitel von "Besiegelte Qualität" ist zudem der Profi-Kompetenz gewidmet.
Ebenfalls 12 Seiten und im handlichen A5-Format: die flankierende Fachbroschüre "Fakten & Argumente". Sie befasst sich u. a. mit einem kurzen Fachlexikon, einer Analyse des Wannenmarktes, einer Erläuterung der RAL-Qualität sowie zwei "klärenden Vergleichen". Zitat: "Ungeschminkte Materialvergleiche zeigen: Gegossenes und komplett durchgefärbtes Sanitäracryl führt das Güte-Ranking im Acryllager mit großem Vorsprung an."
Beide Instrumente eignen sich, betont der Industriekreis, z.B. für die Mitarbeiterschulung bei Fachgroßhandel und Fachhandwerk. Speziell der Verbraucherservice biete zahlreiche Einsatzmöglichkeiten vom individuellen Beratungsgespräch bis zur breiteren Streuung etwa bei Messen und Aktionen.