Qualität zahlt sich aus – gerade am Bau. Langlebige Baustoffe und innovative Systeme rentieren sich langfristig. Sie minimieren Folgekosten und optimieren gesundheitliche wie ökologische Rahmenbedingungen. Darum investierte der Bauherr eines Einfamilienhauses im Schwarzwald bewusst in hochwertige Haustechnologien und passive wie aktive Fassadendämmsysteme. Wer baut, achtet auf die Kosten. Gerade private Bauherren lassen sich oft vom Preis leiten – ohne Blick auf die Folgekosten. Doch nicht alle Bauherren lassen sich von einer vermeintlichen Ersparnis täuschen. Sie behalten den langfristigen Aufwand für Betrieb und Wartung im Blick, denn dieser übersteigt die reinen Baukosten um ein Vielfaches. „Mein Bestreben war es vor allem, langfristig die laufenden Kosten zu minimieren“, berichtet der Bauherr eines großzügigen Einfamilienhauses im südbadischen Stühlingen.
Niedriger Wärmebedarf, effiziente Wärmeproduktion Im gesamten Haus verläuft ein sogenanntes Bus-System. Es regelt die Heizanlage und stellt sicher, dass die Haustechnik auch an neue Technologien angepasst werden kann. Darüber hinaus liefert ein kleines Diesel-Blockheizkraftwerk Wärme und Strom. Das macht das Gebäude unabhängig von den Versorgungswerken. Stromüberschüsse speist die Anlage in das öffentliche Netz ein – gegen Vergütung, versteht sich.
Passend zur modernen Haustechnik entstand eine hoch gedämmte Gebäudehülle. Das Haus erreicht trotz der verwinkelten Bauform Niedrigenergiestandard: Die Architekten kombinierten einen besonders schweren, 24 Zentimeter dicken Hochlochziegel mit dem Fassadendämmsystem StoTherm Cell aus 12 Zentimeter dicken Mineralschaumplatten. Dieses unbrennbare, faserfreie Dämmsystem hat im ökologischen Vergleich verschiedener Dämmstoff-Typen in vier von fünf Kategorien die Nase vorn. Das erbrachte eine Öko-Bilanz nach DIN ISO EN 14040, die Sto bei einem unabhängigen Institut in Auftrag gab. (Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde [IKP], Uni Stuttgart). Faserfreiheit, die einfache Verarbeitung sowie die problemlose Entsorgung des Verschnitts als einfacher Bauschutt sprachen zusätzlich für dieses System.
Rundum ökologisch: Die Sonne heizt mit
Wichtig war dem Bauherren, nicht nur langlebig, sondern auch ökologisch zu bauen. Dazu gehört z. B. die Solaranlage auf dem Dach: Ihre Vakuumröhren-Kollektoren wärmen das Brauchwasser und unterstützen die Heizung. Einen weiteren Beitrag zur Energiebilanz des Gebäudes leisten neun relativ kleine Elemente innerhalb der Erker-Fassade an der Südwest-Ecke. Im Gegensatz zur Kollektor-Anlage wirken diese StoTherm Solar-Module direkt über die Gebäudehülle auf die Räume dahinter. Die Module sammeln das Sonnenlicht über ein Glaskapillar-Gefüge, bündeln es und leiten es auf die massive Ziegelwand. Die Ziegel werden so zu Absorbern. Sie geben die Wärme zeitverzögert nach innen ab.
Durch die horizontale Ausrichtung der Kapillaren liegt der Wirkungsgrad dieser transparenten Wärmedämmung bei tief stehender Wintersonne höher als im Sommer: Dank der Ausrichtung des Erkers sind solare Energie-Gewinne über den ganzen Tagesverlauf gewährleistet.
Erst diese umfassende aktive und passive Dämmung der Gebäudehülle macht die weiteren ökologischen und energetischen Techniken sinnvoll, z.B. die kontrollierte Be- und Entlüftung mit Abluft-Wärmetauscher und Erdkanal zur Vorwärmung der Frischluft. Auch die Zisterne, die Regenwasser dem Brauchwasser-Kreislauf zuführt oder die bei Bedarf zuschaltbare Warmwasser-Zirkulationspumpe und sogar die Waschmaschine, die vorgewärmtes Wasser nutzt, stellen das Haus ökologisch und ökonomisch ins beste Licht. In wenigen Jahren werden sich die Mehrinvestitionen amortisiert haben – selbst wenn die Energiepreise nicht weiter steigen.

Das Einfamilienhaus kombiniert eine massive Bauweise, das anorganische Dämmsystem StoTherm Cell, StoTherm Solar-Module und eine innovative Haustechnik. Trotz der verwinkelten Bauform ließ sich so der Niedrigenergiestandard realisieren.