Die Modernisierung im Bereich der Heiztechnik bietet viel Potenzial zur Effizienzsteigerung eines Gebäudes. Ein wesentlicher technischer Vorteil bei der Integration einer Wärmepumpe liegt in der Nutzung moderner Verdichtungstechnologie, denn dadurch gibt es selbst bei niedrigen Außentemperaturen gute Energieerträge.
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Die Nutzung von R290 als natürliches Kältemittel macht diese Systeme umweltschonend und zukunftssicher. Die Kältemittel haben ein geringes Treibhauspotenzial und die Anlagen können eine beachtliche Vorlauftemperatur bis 75 °C erzielen, was sie für den Bestand attraktiv macht.
Ein weiterer Pluspunkt ist die immer besser werdende Akustik der Außeneinheiten. Durch spezielle Ventilatorblätter und Gehäusedämmungen bleibt der Schallleistungspegel so gering, dass die Richtlinien zum Lärmschutz auch bei dichter Bebauung problemlos umsetzbar sind.
Die technische Integration führt also nicht nur zu einer Aufwertung der Immobilie, sondern senkt gleichzeitig die Betriebskosten durch eine optimierte Jahresarbeitszahl (JAZ). Aber trifft das immer zu?
Wie funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?
Im Bestand nutzt die Anlage die in der Außenluft oder im Erdreich vorhandene, thermische Energie. Das Kältemittel nimmt Umweltwärme auf und verdampft bereits bei niedrigen Temperaturen. Der in der Pumpe befindliche Kompressor verdichtet das Gas und die Temperatur schießt in die Höhe und überträgt sich auf das Heizungswasser. Das funktioniert grundlegend auch im Altbau. Um eine optimale Lösung zu finden, bieten Anbieter wie heima24 verschiedene Buderus Wärmepumpen-Modelle an.
Im Altbau müssen die Energieströme präzise gesteuert werden, damit sich die Wärmepumpe lohnt. Die Gebäudehülle weist oft höhere Verluste auf, daher sollte die Anlage genau zum Wärmebedarf der Räume passen.
Ein hydraulischer Abgleich stellt sicher, dass jeder Heizkörper die benötigte Wassermenge bekommt und energetische Verschwendung minimiert wird. Nur durch fachgerechtes Einregulieren kann eine Wärmepumpe auch im Altbau ihre volle Leistung entfalten und den Stromverbrauch reduzieren.
Ist eine Wärmepumpe mit vorhandenen Heizkörpern kompatibel?
Das hängt von den notwendigen Vorlauftemperaturen und der Fläche vorhandener Wärmeübertrager ab. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen bedienen klassische Radiatoren problemlos, wenn die Größe stimmt. Zu kleine Heizkörper sind im Vorfeld gegen leistungsstärkere Modelle auszutauschen.
Vor der Installation hilft eine energetische Bewertung des Gebäudes. Wurden die Fenster bereits erneuert oder ist die oberste Geschossdecke bereits gedämmt, sinkt die benötigte Heizlast deutlich. Vorhandene Heizkörper lassen sich so oft mit geringeren Temperaturen betreiben als eigentlich geplant. Das wiederum schont die Hardware der Pumpe und verlängert dank weniger Schaltzyklen des Verdichters die Lebensdauer.
Wie synchronisiert man Primär- und Sekundärpumpe?
Die Synchronisation erfolgt heute in der Regel über intelligente Regelungen per BUS-System. Ein Pufferspeicher oder eine hydraulische Weiche sind als entkoppelnde Elemente zwischen die beiden Kreisläufe gesetzt. Dadurch lässt sich verhindern, dass die unterschiedlichen Volumenströme gegenseitig negativ beeinflusst werden oder es zu Druckproblemen kommt.
Die Elektronik überwacht dabei die Temperaturdifferenzen und passt die Drehzahlen der Hocheffizienzpumpen in Echtzeit an.
Eine fehlerhafte Synchronisation würde dazu führen, dass die Wärmepumpe taktet und die Wärme nicht mehr effizient abgeführt werden kann. Moderne Sensoren messen hingegen den Rücklauf und geben Impulse an die Steuerung, sodass die Pumpenleistung moduliert wird.
Ziel ist es, eine konstante Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf während des Betriebs aufrechtzuerhalten. Dank dieser präzisen Abstimmungsmöglichkeiten lässt sich sicherstellen, dass die Wärmepumpe im optimalen Betriebspunkt arbeitet und keine unnötige Energie verschwendet.