Der Neubau ist eine Sache, wenn das Badezimmer aber im Bestandsbau saniert wird, ist der Umbau oft komplizierter. Die Demontage vorhandener Sanitäranlagen, die Bedürfnisse der Hausbewohner und vieles mehr erschweren das Vorhaben. Trotzdem ist es manchmal unaufschiebbar und dann lasse sich die Probleme meist beheben.
Demontage und Schutt als Herausforderung
Bevor es überhaupt an die Sanierung gehen kann, steht der Rückbau mit großen Mengen an schwerem Abfall an. Alte Fliesen, Estrich und schwere, gusseiserne Wannen müssen aus dem Obergeschoss sicher nach unten transportiert werden. Hinzu kommt, dass für Baumaterialien und neues Equipment im Badezimmer kein Platz vorhanden ist.
Zu diesem Zweck können Bauarbeiter und Privatsanierer verschiedene Container bei Boels mieten und hier das neue Equipment sowie die Arbeitsmaschinen für die kommenden Tage lagern.
Je nach Umfang der Sanierung braucht es auch Container für die Entsorgung. Es kann eine Abstellgenehmigung erforderlich sein, um Ärger mit dem Ordnungsamt zu vermeiden.
Enge Räume machen die Arbeit schwer
In vielen Bestandsbauten sind die Badezimmer klein und kompakt dimensioniert, was Klempner und Fliesenleger vor Herausforderungen stellt. Wenn mehrere Gewerke gleichzeitig im Raum arbeiten möchten, funktioniert das nicht. Es braucht einen klar getakteten Zeitrahmen, sodass die Arbeiten ineinander übergehen können.
Materialien, neue Fliesen und Sanitärobjekte müssen griffbereit zwischengelagert werden, vom Container kommen sie in der Regel erst einmal in die Nachbarräume. Das erschwert den Aufwand abermals, denn jedes Teil muss mehrmals bewegt werden.
Herausfordernd wird es außerdem, wenn die Flure Schmal und Treppenhäuser gewendelt sind. Dann macht es Sinn, per Außenaufzug zu arbeiten und dafür sogar die Fensterflügel auszuhängen. Schutzvliese auf dem Boden verhindern außerdem, dass es zu Schäden an der Bausubstanz kommt.
Fehlende Sanitärlösungen in der Bauphase
Eine der größten Herausforderungen bei einer Komplettsanierung ist der zeitweise Verlust der täglichen Hygiene. Wenn im Haus nur ein Badezimmer vorhanden ist, fehlen plötzlich Dusche und Toilette. Da die Bewohner in aller Regel nicht ausziehen, wirkt sich die Zeit belastend aus. Zu diesem Zweck lässt sich ein Baustellen WC mieten, das nicht nur den Mitarbeitern dienlich ist, sondern auch für die Bewohner eine Übergangslösung wird.
Spezielle Baustellencontainer lassen sich als mobiles Badezimmer verwenden und in der Einfahrt oder im Garten aufstellen. Es gibt einfache WC-Anlagen, aber auch Installationen mit Dusche, WC und Waschbecken, sodass die Phase zu überbrücken ist. Der Zeitdruck aus dem Projekt wird weniger, wenn die abendliche Routine weiterhin eingehalten werden kann.
So oft ist die Sanierung wirklich sinnvoll
Auch wenn die logistischen Hürden groß sind, lohnt sich der Aufwand. Ein modernes Bad steigert die Lebensqualität, aber auch die Sicherheit der Bausubstanz. Veraltete Leitungen sind immer ein Risiko für mögliche Wasserschäden im Bestand, die dann auch teure Folgereparaturen nach sich ziehen. Eine rechtzeitige Badezimmersanierung verhindert, dass es zum Äußersten kommt.
Nebenbei lässt sich bei diesen Maßnahmen das Badezimmer barrierefrei gestalten, was dem Alter entgegenkommt. Und wenn es um den späteren Verkauf der Immobilie geht, wird das Badezimmer durch eine ästhetische Inneneinrichtung zum wertsteigernden Faktor. Das Bad ist neben der Küche der wichtigste Raum, wenn es um die Beurteilung von Objekten geht.