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News vom 21.05.2026

Studie: Kostendruck bestimmt die Innovationsadaption im Elektrohandwerk

Die größten Herausforderungen, mit denen sich viele deutsche Elektroinstalla-tionshandwerksbetriebe bis 2028 konfrontiert sehen, sind der Druck auf Preise und Margen sowie die schnelllebigen Erwartungshaltungen der Kunden. Mit den Innovationstrends der Baubranche Schritt zu halten und eine nachhaltige, digitale und baumethodische Transformation im eigenen Unternehmen einzuleiten, fällt den meisten Installationsprofis unter diesen Umständen äußerst schwer. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung unter 170 deutschen Installationsbetrieben im Rahmen der aktuellen europäischen Studie „Elektroinstallation: Trends & Support 2026“.

Bild: HTD
Bild: HTD

In der telefonischen Befragung durch die USP-Gruppe stellte sich heraus, dass 27 Prozent der dazu befragten deutschen Elektroinstallationsfirmen in den nächsten zwei Jahren vor allem den erhöhten Margendruck und den Preiswettbewerb mit den Konkurrenten als große Herausforderung betrachten. Das verwundert kaum, denn die Kunden der Handwerksbetriebe agieren, wie zu erwarten, in dem aktuell wirtschaftlich schwierigen und unsicheren Umfeld zunehmend preisbewusst (was die Studie an andere Seite ebenfalls zeigt).

Doch obwohl die Kundschaft weniger ausgeben möchten, sind vor allem die deutschen Elektroinstallateurinnen und Elektroinstallateure im europäischen Vergleich häufig (zu 24 Prozent) mit einer anspruchsvollen Erwartungshaltung konfrontiert. Die Installationsbetriebe geraten so in die Zwickmühle, mit den neuen technischen und regulatorischen Entwicklungen Schritt halten zu müssen, ohne gleichzeitig die preisbewusste Kundschaft an die Wettbewerber zu verlieren.

Die Folge: (Kosten)effizientere Entwicklungen werden eher mitgemacht

Weitere Ergebnisse der Studie deuten (übrigens europaweit) in ein und dieselbe Richtung: Innovationstrends wie Nachhaltigkeit, Vorfertigung oder Digitalisierung werden von den Elektroinstallations-Handwerksbetrieben höchst selektiv umgesetzt, da Installateure Lösungen priorisieren, die die Effizienz steigern oder Kosten senken. Eine breitere Einführung von neuen Bauansätzen und -methoden im Elektrohandwerk wird durch begrenzte Investitionsbereitschaft und anhaltenden Margendruck eingeschränkt. Daher werden Lösungen, die sofortige Kosten oder Zeitersparnisse mit sich zu bringen versprechen, deutlich eher eingeführt.

Das verändert grundlegend, wie Produkte und Marken aus Sicht der Handwerksbetriebe bewertet werden. Über Leistung und Preis hinaus priorisieren Installateurinnen und Installateure Lösungen, die einfach umzusetzen sind, Risiken reduzieren und vor Ort Zeit sparen. Einfache Installation, Klarheit und Zuverlässigkeit werden zu entscheidenden Faktoren bei der Produktauswahl durch die Handwerksbetriebe für ihre Projekte.

Über die Untersuchung

Die zitierten Befragungsergebnisse unter Elektroinstallationsbetrieben entstammt der Studie „Elektroinstallation: Trends & Support 2026“ der USP Marketing Consultancy, der Muttergesellschaft des Düsseldorfer Marktforschungsunternehmens BauInfoConsult. Die aktuelle Studie wurde Mitte des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen und bietet einen Überblick über die Adaption der zentralen Branchentrends im Elektrohandwerk, die wichtigsten Distributionskanäle und zentralen Servicebedürfnisse von Elektroinstallationsbetrieben. Im Detail geht es z. B. um

  • Marktausblick und Konjunkturerwartungen für die europäischen Elektroinstallationsmärkte
  • Branchentrends I: Fachkräftemangel und -erwartungen für die europäischen Elektroinstallationsmärkte
  • Branchentrends II: KI und BIM – Adaptionsraten und Entwicklungen
  • Branchentrends III: Prefab und Nachhaltigkeit – Adaptionsraten und Entwicklungen
  • Einkaufskanäle im europäischen Elektorinstallationshandwerk
  • Serviceerwartungen und -bedürfnisse im europäischen Elektorinstallationshandwerk
  • Schulungslandschaft im europäischen Elektorinstallationshandwerk
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