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News vom 23.10.2003

Verbraucher-Zentrale empfiehlt: Kesselsanierung nicht ohne Sonne


Erhöhter Zuschuss für Solaranlagen noch bis zum 31. Dezember.

"Im Zusammenhang mit einer Heizungsmodernisierung sollte heute immer die Frage nach einer Solaranlage gestellt werden." Mit dieser Empfehlung plädiert die Verbraucher-Zentrale NRW für eine verstärkte Nutzung der Solarthermie auch bei bestehenden Gebäuden. Eine Erklärung liefern die Experten gleich mit: "Bei günstigen Voraussetzungen kann in unseren Breiten die Solaranlage 50 bis 70 Prozent des jährlichen Energiebedarfs zur Trinkwassererwärmung liefern."

"Das Anzapfen der Sonne ist immer lohnend, dafür braucht’s keinen Super-Sommer", erklärt dazu das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Immerhin beträgt die jährlich eingestrahlte Sonnenenergie in der Bundesrepublik zwischen 900 und 1200 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter, das entspricht dem Energiegehalt von 90 bis 120 Litern Heizöl. Moderne Sonnenkollektoren können bis zu 80 Prozent dieses Energieeintrages in nutzbare Wärme umwandeln. In der Kombination mit effizienter Ölheizungstechnik lässt sich da Einiges herausholen. Wird ein veralteter Heizkessel zum Beispiel durch ein Öl-Brennwertgerät und eine solarthermische Anlage ersetzt, kann sich der Heizölverbrauch im besten Fall halbieren. Bis zu 40 Prozent Ersparnis bringt das Brennwertgerät, bis zu zehn Prozent die Solaranlage.

Zudem wird die Neuerrichtung einer Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung staatlich bezuschusst. Schnellentschlossene, die noch bis zum 31. Dezember 2003 (Stand: 24.09.03) einen Förder-Antrag stellen, erhalten pro installierten Quadratmeter Kollektorfläche 125 Euro. Nach diesem Termin sinkt die Förderung laut Bundesumweltministerium auf voraussichtlich 110 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche.

Im Interesse einer möglichst hohen Energieausbeute ist bei der Solartechnik die Abstimmung aller Komponenten der gesamten Heizanlage wichtig, insbesondere der dazugehörende Heizkessel sollte passen. Idealer Partner einer Solaranlage ist ein moderner Öl-Niedertemperatur- oder Öl-Brennwertkessel. Die Kombination einer Solaranlage mit veralteter Heiztechnik macht dagegen wenig Sinn, erläutert IWO, weil die hohen Energieverluste des alten Heizkessels den Energiegewinn durch die Sonne aufzehren. Ein günstiger Zeitpunkt für die Inbetriebnahme einer solarthermischen Anlage ist somit eine ohnehin anstehende Modernisierung der veralteten Ölheizung. Auch wenn das Dach saniert wird, bietet sich der gleichzeitige Einbau einer Solaranlage an. Effiziente Heiztechnik sollte dann allerdings ebenfalls vorhanden ist.

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tepee schrieb: Es gibt ja einige wenige Fälle, bei denen der RGK nicht ganz...
ddjst schrieb: Die Bundesregierung beabsichtigt die Förderung von kleinen PV...
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