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News vom 07.08.2026

Ungenutzte Hohlräume im Haus für einen besseren Wärmeschutz nutzen

Einblasdämmung: Mehr Wohnkomfort ohne große Baustelle

Wenn Wände, Decken oder Fußböden im Winter unangenehm kühl wirken, kann die Ursache im Verborgenen liegen. In vielen älteren Häusern gibt es Hohlräume, die gar nicht oder nur unzureichend gedämmt sind – etwa hinter Klinkerfassaden, unter Dielen oder in Dachkonstruktionen. Über diese Bereiche kann Wärme leichter nach außen gelangen.

In vielen älteren Häusern gibt es unzureichend gedämmte Hohlräume – etwa in Außenwänden, Decken oder Dachkonstruktionen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, können sie nachträglich mit einem Einblasdämmstoff gefüllt werden.<br /><br />Quelle: FMI / Detailfoto – iStock
In vielen älteren Häusern gibt es unzureichend gedämmte Hohlräume – etwa in Außenwänden, Decken oder Dachkonstruktionen. Sind die Voraussetzungen erfüllt, können sie nachträglich mit einem Einblasdämmstoff gefüllt werden.

Quelle: FMI / Detailfoto – iStock

Sind die baulichen Voraussetzungen erfüllt, lassen sich solche Zwischenräume nachträglich mit einem Einblasdämmstoff füllen. Das kann Wärmeverluste und den Heizenergiebedarf verringern und sich in niedrigeren Heizkosten sowie einem spürbar angenehmeren Wohngefühl bemerkbar machen.

Dämmen mit überschaubarem Aufwand

„Viele Hauseigentümer verbinden eine energetische Sanierung häufig mit einer großen Baustelle. Eine Einblasdämmung zeigt, dass es je nach Konstruktion und Maßnahme auch anders gehen kann“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e. V. „Vorhandene Hohlräume lassen sich gezielt nutzen, um den Wärmeschutz zu verbessern. Dafür werden oft nur kleine Öffnungen gebohrt, die anschließend wieder verschlossen werden.“

Eine Einblasmaschine befördert lose Dämmflocken mithilfe eines Luftstroms in die Hohlräume und verteilt sie dort möglichst gleichmäßig – auch in schwer zugänglichen oder verwinkelten Bereichen. Verwendet werden unter anderem Einblasdämmstoffe aus Glas- oder Steinwolle, die zusammenfassend als Mineralwolle bezeichnet werden.

„Mineralwolle bietet neben dem Wärmeschutz auch gute schalldämmende Eigenschaften. Als nichtbrennbarer Dämmstoff kann sie zugleich zum baulichen Brandschutz beitragen“, erklärt Tenzler.

Viele Einsatzmöglichkeiten – vom Klinkermauerwerk bis zur Holzbalkendecke

Ein typischer Anwendungsfall ist die Dämmung zweischaliger Außenwände, wie sie vor allem bei verklinkerten Häusern in Norddeutschland vorkommen. Auch Hohlräume in Dachschrägen, Flach- und Kaltdächern, Holzbalkendecken oder Fußböden sowie bestimmte Trennfugen zwischen Doppel- und Reihenhäusern können sich für das Einblasen eignen.

Ob eine Einblasdämmung möglich ist, prüft ein qualifizierter Fachbetrieb. Er untersucht den Bauteilaufbau, wählt einen geeigneten Einblasdämmstoff, etwa aus Mineralwolle, und bringt ihn in der erforderlichen Menge und Dichte ein.

Fördermöglichkeiten frühzeitig prüfen

Eine Einblasdämmung kann oft auch als energetische Einzelmaßnahme gefördert werden. Infrage kommen Zuschüsse im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) oder eine steuerliche Förderung.

Welcher Förderweg zum Vorhaben passt, sollte vor Beginn der Arbeiten geklärt werden. Bei der BEG EM müssen die Mittel vor Vorhabenbeginn beantragt und ein Energieeffizienz-Experte eingebunden werden. Für den Steuerbonus ist dagegen kein vorheriger Antrag erforderlich; die Förderung wird über die Einkommensteuererklärung geltend gemacht. Dafür sind nur Rechnung und Fachunternehmererklärung notwendig.

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