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News vom 22.10.2003

Umweltverträglicher Ausbau von Offshore-Windparks


Derzeit liegen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie 30 Anträge für Offshore-Windparks vor, davon 24 in der Nordsee und 6 in der Ostsee. Von der Windkraftnutzung grundsätzlich ausgenommen sind die so genannten Natura-2000-Gebiete. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) präsentiert jetzt im Internet und auf einem Faltblatt seine Vorschläge für Natura 2000-Meeeresschutzgebiete in der so genannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Unter www.habitatmarenatura2000.de können die Gebietsvorschläge und Einzelheiten zum Auswahlverfahren eingesehen werden. Die Internetpräsentation bietet ausführliches Kartenmaterial zu den Grenzen der Gebietsvorschläge, wissenschaftliche Hintergrundinformationen und Ergebnisse aus den Forschungsvorhaben von BMU und BfN. Viele Dokumente, Karten und Bilder stehen als Download zur Verfügung.

Bis zum Jahr 2004 soll in der Europäischen Union ein zusammenhängendes Netzwerk besonderer Schutzgebiete errichtet werden. Dieses Netzwerk trägt den Namen "Natura 2000" und setzt sich aus bedeutenden Rückzugsgebieten europaweit gefährdeter Lebensräume, Pflanzen und Tiere zusammen. Das Bundesamt für Naturschutz - für die deutschen Gebiete in der AWZ zuständig - hat dem Bundesumweltministerium (BMU) mehrere Schutzgebietsvorschläge unterbreitet. Diese Vorschlagsliste stimmt das BMU mit den betroffenen Bundesressorts ab, beteiligt die angrenzenden Küstenbundesländer und bezieht die Öffentlichkeit mit ein. Danach werden die endgültigen Gebietsvorschläge als nationaler Beitrag Deutschlands zum Schutzgebietssystem Natura 2000 an die Europäische Kommission gemeldet und dem weiteren EU-Auswahlverfahren unterworfen.

Gleichzeitig wird derzeit an der Ausweisung von Eignungsgebieten für Offshore-Windparks auf dem Meer gearbeitet. Der Anteil der Windenergie am Stromverbrauch soll nach dem Willen der Bundesregierung innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte auf mindestens 25 Prozent wachsen. 60 Prozent davon können künftig Offshore-Anlagen liefern. Der Ausbau der Windenergienutzung auf See soll jedoch umwelt- und naturverträglich sowie volkswirtschaftlich verträglich gestaltet werden. Weitere Schwerpunkte bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zum Ausbau der Windenergienutzung auf See sind:
  • Netzanbindung von Offshore-Windparks und Harmonisierung der Genehmigungsverfahren auf Bundes- und Landesebene

  • Fortführung des Forschungsprogramms im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) zu ökologischer Begleitforschung und Messplattformen

  • EEG: Im Rahmen der Novellierung sind Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Offshore-Windenergie vorgesehen.
Die BfN-Internetpräsentation der Gebietsvorschläge für die Natura-2000-Gebiete finden Sie unter: www.habitatmarenatura2000.de.

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tepee schrieb: Es gibt ja einige wenige Fälle, bei denen der RGK nicht ganz...
ddjst schrieb: Die Bundesregierung beabsichtigt die Förderung von kleinen PV...
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