Der Umsatz der Hersteller der Baubranche ist laut vorläufigen Ergebnissen 2025 leicht gewachsen. Ergebnisse der Studie „Jahresanalyse 2026/2027“ von BauInfoConsult zeigen jedoch: Das Marketingbudget wächst nicht mit. Das hängt zum einen mit den verschieden guten Ergebnissen in den unterschiedlichen Materialsegmenten zusammen, zeugt aber vor allem von den geänderten Prioritäten: Konjunkturell fordernde Zeiten sind, sofern sie länger andauern, klassische Zeiten für Betriebskosteneinsparungen. Welche Maßnahmen werden von den Unternehmen mit dem verbliebenen Budget getätigt?
Das aktuelle Marketingbudget liegt über ein halbes Prozent unter dem langjährigen Anteilsdurchschnitt
Im Rahmen der Studie hat das Düsseldorfer Institut BauInfoConsult 441 Akteure der Baubranche zu aktuellen Trends und der eigenen wirtschaftlichen Lage befragt – darunter 40 Entscheiderinnen und Entscheider bei 40 Herstellern von bau- und Installationsprodukten.
Dabei ging es auch um das Marketingbudget in der Industrie. Für 2026 taxieren die befragten Personen ihr Marketingbudget auf im Schnitt 2,7 Prozent des Unternehmensumsatzes. Damit ist das Budget im Marketing gegenüber dem Vorjahr gesenkt worden. Im langjährigen Vergleich ab 2010 liegt das für 2026 veranschlagte Herstellerbudget um 0,6 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert der letzten 16 Jahre von 3,3 Prozent.

Je größer sie sind …
Am stärksten wirken sich Budgetkürzungen jedoch bei den großen Konzernen aus. Die mittelgroßen Mittelständler haben das höhere Budget als die kleinste Gruppe der Produzenten. Diese Gruppe ist gegenüber 2025 auch am stärksten gewachsen und betrifft am ehesten die Segmente Außenwand, Rohbaumaterialien und Heizung. Den generell größten Budgetspielraum scheint das Marketing bei Unternehmen aus den Bereichen Bauchemie, Dach, Infrastruktur, Heizung und Klima sowie Rohbau zu haben.
Über die gesamte Branche hinweg immer noch ein Budget in Milliardenhöhe
Zur Einordnung: Die Hersteller im Bausektor haben im Jahr 2025 laut vorläufigen Angaben (noch liegen nicht für alle Produktsparten Zahlen vor) rund 272 Milliarden Euro umgesetzt (und damit 1,1 Prozent mehr als 2024). Damit entspräche ein Marketingbudgetanteil von 2,7 Prozent – auf die gesamte Branche hochgerechnet – etwa 7,3 Milliarden Euro.
Konzerne suchen Personal, Mittelstand schraubt an seinem Online-Auftritt herum
Wofür wollen die verantwortlichen dieses Budget vor allem ausgeben? Die Prioritäten bei der Marketingbudgetplanung liegen 2026 erneut vor allem auf den Kosten für das Personal. Dabei ist der Investitionsspielraum bei den befragten mittelgroßen Unternehmen ab 101 bis 1.000 Mitarbeitenden am größten. Ein weiterer Punkt mit hoher Priorität sind Budgetausgaben für den Online-Auftritt des Unternehmens, wobei vor allem die kleineren Mittelständler auf diese verhältnis-mäßig günstige Maßnahmenbündel setzen, um Bekanntheit und Marktanteile zu optimieren.
Über die Untersuchung
Ergebnisse von telefonischen Befragungen unter 401 Marktakteuren wie Bauunternehmen, Architekturbüros, Dachdecker- und Zimmerer-, Maler-, Trockenbau- und SHK-Handwerksbetrieben sowie 40 Online-Interviews mit Herstellern von Baustoffen und Installationsmaterialien fließen in neue „Jahresanalyse Deutschland 2026/2027“ mit ein, die umfassende Baukonjunktur- und Bautrendstudie von BauInfoConsult zu den aktuellen Entwicklungen in der Bau- und Installationsbranche in Deutschland.
Auf Grundlage von eigener Marktforschung und Desk Research werden Trends und Entwicklungen aus der Branche übersichtlich aufbereitet und behandelt auf 189 Seiten mit 257 Grafiken und Tabellen u.a. die folgenden Themen:
- Hochbauprognose 2027 und 2028 (regional/bundesweit)
- Trends am Bau 2026/2027
- Fachkräftemangel und die Folgen
- Fehlerkosten und Fehlerkultur am Bau
- Nachhaltiges Bauen und Wärmewende
- Künstliche Intelligenz und Baustoffbranche
- Digitales Bauen, Smart Building, Sensorik, BIM
- Baukonjunktur I: Genehmigungen und Fertigstellungen im Wohnungsbau
- Baukonjunktur II: Genehmigungen und Fertigstellungen im Nichtwohnungsbau
- Potenziale Modernisierung & Sanierung
- Marketing und Budget in der Baustoffindustrie
- Einkaufs- und Distributionstrends in der Bauwirtschaft
- Demografie und Bauen
- Immobilienmarkt
- Tief- und Straßenbau
- Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
- Chancen und Grenzen des Bürokratieabbaus als Bau-Booster
Die vollständige Jahresanalyse inklusive aktueller Marktprognosen ist seit September 2026 im PDF-Format zum Preis von 750 € zzgl. MwSt. bei BauInfoConsult erhältlich.