Jeder Deutsche ist im Schnitt eine Dreiviertel Stunde täglich online. Laut einer Untersuchung des Marktfroschungsinstituts forsa hat das Internet die Medien Zeitung und Zeitschriften in Deutschland überholt. Nachdem im Jahr 1999 die über 6000 befragten Deutschen noch 6,5 Stunden mit dem Konsum von Medien verbrachten, waren es in der aktuellen Umfrage schon acht Stunden. Den Großteil der Zeit verbringen die Deutschen vor dem Fernsehgerät (156 Minuten, 1999: 146), mit dem Radio (160 Minuten, 1999: 143), mit dem Internet (49, 1999: 9) und mit Tageszeitungen (22 Minuten, 1999: 24) und Zeitschriften (15 Minuten, 1999: 15).
Das Fernsehen wurde 72% (1999: 71%) der Befragten als "wichtig" oder "sehr wichtig" identifiziert, auch das Internet konnte bei der Bedeutung zulegen. Zeitschriften hingegen büßten an Beliebtheit ein. Beim Fernsehen seien Dokumentationen, Nachrichten, Unterhaltung und Sport am interessantesten, während das Radio bei Verkehrsinformationen und Musik den Ton angibt. Tageszeitungen werden vornehmlich wegen Wirtschaftsinformationen und lokalen und regionalen Nachrichten geschätzt. Bei Zeitschriften zählen vor Allem Gesundheitstipps, Erotik und Reiseinformationen.
Das Internet scheint diesen Medien deutlich Konkurrenz zu machen, so forsa. So droht der MP3-Boom, das Radio zu verdrängen, während jeder Dritte mittlerweile nach Reiseinformationen im Netz sucht.
Laut einer aktuellen Studie von Forrester Research werden europaweit im Zuge des Weihnachtsgeschäfts über das Internet Waren im Gesamtwert von rund 9 Milliarden Euro geordert. Dies entspricht einer Steigerung um 18% gegenüber dem Vorjahresumsatz.
Auf der Wunschliste der Europäer stehen allerlei technische Geräte - von DVD-Playern bis hin zu Digitalkameras und Videokonsolen. In diesem Jahr werden mehr Verbraucher in Europa im Internet einkaufen, als jemals zuvor. Aktuell gebe es in Europa 166 Millionen Menschen, die im Internet einkaufen.