Am vergangenen Samstag endete die letzte Intersolar in Freiburg. Einer bisherigen Zwischenbilanz des Veranstalters zu folge, die endgültigen Zahlen werden noch in unserer Messenachlese kommen, war die Messe erfolgreicher und internationaler als je zuvor.
Reichlich Trubel in den hallen herrschte alle Tage auf der Intersolar 2007.
Auch die neuen Leichtbauhallen konnten den Platzmangel nicht beheben.
Seit dem 21. Juni präsentierten sich die Unternehmen der internationalen Solarindustrie auf der größten europäischen Fachmesse dieser Art. Nicht nur die Besucherzahl von über 30.000 Gästen sorgte dabei für Zufriedenheit am Messestandort Freiburg. Auch die erfreulich hohe Zahl ausländischer Fachbesucher ließ bei der achten Intersolar die Herzen von Veranstaltern und Ausstellern höher schlagen.
Schon vor Beginn der Messe zeichneten sich die Rekorde für die achte Intersolar ab, die wegen des großen Wachstums ab 2008 in München stattfinden wird: Mehr Aussteller, mehr Fläche und mehr Nationen waren angekündigt. Und bereits vor dem offiziellen Ende am Samstagnachmittag wurde deutlich, dass die optimistische Prognose von 26.000 Besuchern sogar noch nach oben korrigiert werden muss. Die Marke von 30.000 Gästen wurde in diesem Jahr sicher überschritten.
Besonderes Highlight: Indischer Minister für erneuerbare Energien zu Besuch auf der Intersolar 2007 Hochrangiger Besuch auf der Intersolar 2007: Der indische Minister für neue und erneuerbare Energien, Shri Vilas Muttemwar, besuchte am Eröffnungstag mit einer Delegation Europas größte Fachmesse für Solartechnik. Auf seinem Messerundgang mit Vertretern der Messe und des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) informierte sich der Minister über für Indien relevante Innovationen aus den Bereichen Solarthermie, Photovoltaik und Solares Bauen. Muttemwar, bisher der weltweit einzige Minister für erneuerbare Energien in einer nationalen Regierung, betonte dabei die Bedeutung der Solartechnik für die wirtschaftliche Entwicklung in Indien. Besonders interessiert war er an Lösungen zur solaren Kühlung, zur ländlichen solaren Elektrifizierung und zur Gebäudeintegration von Solartechnik.
Die solare Kühlung nutzt die Sonne als primäre Energiequelle. Damit wird der Verursacher der Erwärmung direkt wieder für die Abkühlung genutzt. Zudem ist die Kühllast immer dann am höchsten, wenn die Sonne am stärksten ist. Für die ländliche Elektrifizierung bieten beispielsweise Solar-Hybridanlagen eine Lösung. Diese Anlagen sind unabhängig von konventionellen Energieträgern wie Öl oder Gas und bestehen aus einer Photovoltaikanlage und einem Stromgenerator, der mit Pflanzenöl betrieben wird.
Als siebtgrößtes Land der Erde stellt Indien mit seiner Einwohnerzahl von über einer Milliarde Menschen einen riesigen Markt für Produktion und Absatz von Lösungen für Solartechnik dar. Das Potenzial für solare Energie ist riesig: So verfügt Indien über 2.300 bis 3.200 Stunden Sonne im Jahr – das sind weitaus mehr als in Deutschlands Sonnenstadt Freiburg.