Die weltweit größte Fachmesse für Solartechnik zeigt Innovationen und Technologien rund um das Thema „Solares Bauen“
Die Nachfrage nach regenerativen Energien für Gebäude steigt rasant und mittlerweile sind Häuser mit innovativen Energiekonzepten verfügbar und bezahlbar. Eine Sonderschau auf der Intersolar, der weltweit größten Fachmesse für Solartechnik, stellt die neuen technologischen Lösungen für das SOLARHAUS 50+ dem Fachpublikum und interessierten Besuchern noch am heutigen 29. Mai 2009 in München vor.
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Neuigkeiten, Höhepunkte und Geschehen der Intersolar 2009 finden sich
hier im Video. SOLARHAUS 50+
Die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme nennt sich Solarthermie. Sonnenkollektoren wandeln bis zu 80 Prozent der Strahlungsenergie in Wärme um, die für Wassererwärmung und Raumheizung nutzbar ist. Heutige Solarwärmeanlagen decken den Wärmebedarf typischerweise zu 20 bis 30 Prozent. Mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs dagegen stellt das SOLARHAUS 50+ mit Sonne bereit und ist der nächste Entwicklungsschritt zum rein solar beheizten Haus.
Das SOLARHAUS 50+ verbindet passive mit aktiver solarer Nutzung. Passiv durch Glasflächen an der Sonnenseite, die die Strahlung aufnehmen und damit automatisch heizen. Die aktive Nutzung wird durch Sonnenkollektoren auf dem Dach und Warmwasserspeicher sichergestellt.
Reicht die gespeicherte Wärme nicht mehr aus, wird im SOLARHAUS 50 + mit anderen regenerativen Energieträgern wie etwa Holz zugeheizt. Für ein durchschnittlich großes Einfamilien-Solarhaus heißt das: 30 bis 60 Quadratmeter Kollektorfläche, 6.000 bis 10.000 Liter Speicher und ein Holzofen mit zehn bis 25 Kilowatt Heizleistung. Damit erreicht das Solarhaus einen solaren Wärmedeckungsgrad von 70 Prozent.
Die im Solarhaus idealerweise eingesetzten Niedertemperatur-Flächenheizungen kommen mit Wassertemperaturen von 30 bis 40 Grad aus, während heute übliche Heizkörper-Heizungen meist noch um die 60 Grad und mehr benötigen. Idealerweise wird die Solarthermieanlage durch eine Solarstromanlage ergänzt.
Für den Neubau eines Solarhauses mit 130 Quadratmetern Wohnfläche und guter Dämmung, ist heute mit Mehrkosten zwischen neun- und zwölftausend Euro zu rechnen, inklusive staatlicher Förderung. Dafür deckt die Sonne zwei Drittel des Bedarfs an Warmwasser und Heizung. Bei einer angenommenen Energiepreissteigerung von jährlich fünf Prozent amortisiert sich die Investition binnen zehn bis zwölf Jahren.
Intersolar 2009 - Sonderschau „SOLARHAUS 50+“
Anlaufstelle für Interessierte ist die Sonderschau „SOLARHAUS 50+“ auf der Intersolar 2009 auf der Neuen Messe München. Die Sonderschau in Halle B2 am Stand B2.338 zeigt die verschiedenen Möglichkeiten, den Wärme- und Strombedarf überwiegend mit Solarenergie bereitzustellen und den restlichen Energiebedarf mit anderen erneuerbaren Energien zu decken. Neben Informationsmaterialien stehen den Besuchern Experten der Partner für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Die Fachpartner der Sonderschau sind das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, das Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik der Universität Stuttgart und das Sonnenhaus-Institut. Parallel zur Sonderschau ergänzen Vorträge auf der Neuheitenbörse in Halle B3 am Stand B3.150 von 10.30 – 12.00 Uhr die Informationsmöglichkeiten rund um das Thema Solares Bauen.