
Durch stark gestiegene Energiepreise und gesunkene Preise für Biomasse zur selben Zeit werden alternative Heizsysteme, ins besondere für landwirtschaftliche Betriebe, immer interessanter.
Ein Beispiel ist die moderne Biomasseheizungen (Hackschnitzel, Stückgut), die man schon seit einigen Jahren erwerben kann. Allerdings hat nicht jeder Betrieb die Möglichkeit, einen eigenen Wald zu erwerben um somit über preiswerte Holz-Biomasse zu verfügen. Deshalb könnten für sie eine Heizung, die mit dem Brennstoff Getreide betrieben wird, interessant sein, um so das Wohnhaus und andere betrieblich genutzte Gebäude zu heizen.
Der Vorteil für den Bau einer Getreideheizung ist, dass die EU unter bestimmten Voraussetzungen Landwirten Möglichkeiten gibt auch auf stillgelegten Flächen Getreide für energetische Zwecke anzubauen. Dadurch können diese Stilllegungsflächen erstmals zum Anbau von Getreide für direkte Verbrennung verwendet werden.
Die Firma Baxi in Dänemark, derren deutsche Vertretung die Firma Brötje übernommen hat, hat den Gedanken Getreide als Brennstoff zu verwenden schon vor einigen Jahren verfolgt. Seither beschäftigt man sich in der Firma intensiv mit dieser Thematik, dessen Ergebnis ein effizienter und umweltfreundlicher Biomassekessel Typ Multi-Heat ist, der sich vornehmlich für die Verbrennung von Getreide eignet. Dies wurde durch eine Prüfung im März 2000 des Technologie-Institutes Arhus in Dänemark bestätigt. In der heutigen Zeit sind in Dänemark bereits viele Anlagen mit Getreide als Brennstoff in Betrieb.
Auch in Österreich, Standort Weinviertel, wurde im April 2001 eine Getreideheizung mit einem Multi-Heat Biomasse-Kessel verwirklicht. Die ersten Erfahrungswerte die vorliegen sind sehr vielversprechend und bestätigen den Brennstoff Getreide als alternative Energiequelle. Eventuelle Bedenken bezüglich dem Brennverhalten von Getreide wurden nicht bestätigt.