Hallo alphaomega,
wie ich Dir schon in einem anderen Thread geschrieben hatte, ist die Bemessung absolut kein Hexenwerk, sondern besteht einfach aus einigen Funktionen (siehe die IKZ-Beiträge Teil 3) in einem Tabellenkalkulationsprogramm.
Einmal etwas Arbeit, danach sofortige Ergebnisse.
Allgemeines (auszugsweise):
Ared = angeschlossene befestigte Fläche in m2
kf = Durchlässigkeitsbeiwert der gesättigten Zone in m/s
rT(N) = maßgebende Regenspende in l/s · ha
T = Dauer des Bemessungsregens in min
Rigolenbemessung:
Die notwendige Länge, L berechnet sich wie folgt:
b = Sohlbreite in m
h = Nutzbare Höhe in m
s = Speicherkoeffizient
(Porenanteil der Kiesfüllung, abh. von der gewählten Körnung).
Bsp.: Für 8/16 Kies -> lt. Hersteller = 38%
verfeinert durch Einfügen des Sickerrohres
Die Gleichungen der reinen Rigolenversickerung des vorherigen Abschnittes sind hier uneingeschränkt zu verwenden. Der Unterschied liegt lediglich in der Bestimmung des Speicherkoeffizienten SR, der bei der reinen Rigolenversickerung den Porenanteil der Kiesfüllung darstellt. Hier entspricht der Speicherkoeffizient dem für die Speicherung nutzbaren Querschnittsanteil, welcher sich aus dem Rohrquerschnitt und dem Porenanteil des umgebenden Kiesbettes berechnet zu:
mit:
d = Rohrinnendurchmesser in m
D = Rohraußendurchmesser in m
b = Sohlbreite in m
h = nutzbare Höhe in m
und diese Gleichungen miteinander verwursten und die Ergebnisse mit den verfügbaren Werten aus den Regenreihen füttern.
Das Maximum an Länge (analog für den Sickerschacht die Stauhöhe) ergibt sich, wenn der zulaufende Regen mit dem versickernden und gepufferten
Wasser im Gleichgewicht ist.
Bei gut sicherfähigen Böden ist dies bei kurzen heftigen Schauern, bei dichten Böden bei schwachen langanhaltenden Dauerregen der Fall.
Gruß Ratzeful