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Autoren
OldBo
02.03.2015
Die Zisterne (Regenwasserspeicher) sollen nicht nur Niederschlagswasser lagern, sie sollen es auch reinigen. Diese Reinigung ist von der Wasserführung im Außen- als auch im Innenbereich (Zulauf, Überlauf, Ansaugen) abhängig.
Betonzisterne
 Betonzisterne
Quelle: Norbert Böhm - Regenwassernutzung
Betonzisterne
 Betonzisterne
Quelle: REWALUX Systeme zur Regenwassernutzung
PE-Erdspeicher
 PE-Erdspeicher
Quelle: REWALUX Systeme zur Regenwassernutzung
Begehbarer PE-Erdspeicher
 Begehbarer PE-Erdspeicher
Quelle: REWALUX Systeme zur Regenwassernutzung

Die Zisterne (Regenwasserspeicher) sollen nicht nur Niederschlagswasser lagern, sie sollen es auch reinigen. Diese Reinigung ist von der Wasserführung im Außen- als auch im Innenbereich (Zulauf, Überlauf, Ansaugen) abhängig. Die Zisterne ist ein Bestandteil einer Regenwassernutzungsanlage.

Zisternen werden schon seit Jahrtausenden als unterirdische Wasserspeicher, die Regenwasser von den Hausdächern aufnehmen, z. B. für die Wasserversorgung im nordfriesischen Marschenland eingesetzt. Diese befinden sich unter den Wohngebäuden. Sie werden im Kleiboden aus Ziegelsteinen gemauert und verputzt. Bevor das Regenwasser in die Zisterne gelangt, durchläuft es ein Kiesbett (in einigen Fällen auch ein Reet- bzw. Schilffeld), damit es gereinigt wird. Die Entnahme des Wassers wurde mit Eimern oder mit Handpumpen vorgenommen. Damit es als Trinkwasser verwendet werden kann, wurde das Wasser abgekocht.

In der Praxis werden Betonzisternen (Schachtringzisterne, Zisterne aus zwei Teilen aufgemörtelt, Zisterne aus einem Stück gegossen) und Kunststoffzisternen aus Polyethylen (schlagfest, äußerst stabil, säurebeständig) verwendet.

Die 1. Reinigungsstufe sollte grundsätzlich vor dem Eintritt in die Zisterne durch einen Filter (Maschenweite < 0,3 mm) in Filtersammler, Standrohrfilter (Standrohrsammler) oder Wirbel-Fein-Filter stattfinden. Auf weitere Feinfilter nach der Zisterne kann bzw. sollte man verzichten, da diese durch die Strömungswiderstände oft die Lebensdauer der Pumpe herabsetzt und ein Bakterienwachstum am Filtereinsatz gefördert wird.

Grundsätzlich sind Erdspeicher den Innenspeichern vorzuziehen, da sie durch den Erdeinbau eine gleichmäßige niedrige Temperatur halten und keinen teuren umbauten Raum belegen. Bei Speichern, die im Innenbereich (Keller) eingesetzt werden, muss der Überlauf des Speichers oberhalb der Rückstauebene (i.d.R. Straßenniveau) liegen, da sonst eine Überflutungsgefahr bei Kanalrückstau besteht. Kellerspeicher können nicht durch Rückstauklappen gegen Kanalrückstau gesichert werden, da eine Rückstauklappe eine Kellerüberflutung durch das eigene Dachablaufwasser verursachen würde.

Zisteren müssen folgende Bedingungen erfüllen :

  • Dauerhafte Wasser- und Lichtundurchlässigkeit, Lagertemperatur dauerhaft unter 18 ºC
  • Formstabilität, Sicherung gegen Setzrisse und Aufschwimmen
  • Frostsicherheit
  • Langlebigkeit
  • Strömungsberuhigter Zulauf von Regen- und Nachspeisewasser
  • Dauerhafte Sedimentation aller Stoffe, die schwerer als Wasser sind. > 2. Reinigungsstufe
  • Sauerstoffanreicherung im Bodenbereich (oxydative Sedimentation)
  • Entfernung aller Stoffe, die leichter als Wasser sind und aufschwimmen (nicht zu große Zisternen, richtig gebauter Überlauf). > 3. Reinigungsstufe
  • Beruhigtes Ansaugen, ohne Aufwirbelung von Sediment
  • Maximale Volumenbemessung nach Dachflächengröße und Niederschlagsmenge (nicht zu groß!)
  • Sicherung des Überlaufes gegen Fremdwasser/Rückstau, Kanalgase und Tiere
  • Gute Zugänglichkeit, einfache Reinigung ohne Zusatzkosten, wartungsfreundlich
  • Dauerhaft dicht Anschlüsse für Zu- und Ablauf
  • Dauerhaft dichten Anschluß DN 100 für ein Technikleerrohr (sichere Verlegung aller Anschlussleitungen zum Haus)
Damit diese Anforderungen erfüllt werden können, sollten in der Praxis fast nur Zisternen in monolithischer Bauweise eingesetzt werden. Diese Wasserbehälter sind aus einem "Guss", ohne Fugen und Nähte, da diese in Erdspeichern das Risiko von Wurzelangiffen geben. Deshalb haben sich in der Praxis Zisternen aus PE oder Beton bewährt und durchgesetzt. Das Internet bietet verschiedene Regenwasser-Tanks mit Zubehör an.

Wassertanks
Vergleich - Flachtank - zylindrischer Tank
 Vergleich - Flachtank - zylindrischer Tank
Quelle: REWATEC GmbH
Regentank auf einer Fertiggarage
 Regentank auf einer Fertiggarage
Quelle: Speidel Tank- und Behälterbau GmbH
RegenDachtank
 RegenDachtank
Quelle: Speidel Tank- und Behälterbau GmbH
Unter bestimmten Vorausetzungen (Platzmangel für oberirdische Lagerung, zu hohes Oberflächenwasser) kann es notwendig werden, einen Regenwassertank nicht tief ins Erdreich zu bringen. Hier bieten sich Flachtanks an. Diese sollten auf jeden Fall einen Pumpensumpf haben, damit das Volumen des Restwassers nicht zu groß wird.

Regenwassertanks, die der Sonneneinstrahlung bzw. der warmen Außenluft ausgesetzt sind (im Garten oder auf einem Garagenflachdach), sollten nur zur Gartenbewässerung eingesetzt werden. Dieses Wasser kann sich stark erwärmen und somit aufkeimen. Außerdem müssen die Behälter zum Winter wegen der Einfriergefahr entleert werden. Inwieweit dieses Wasser in einer Regenwasseranlage zur WC-Spülung und zur Nutzung in einer Waschmaschine eingebunden werden kann, muss vor Ort entschieden werden.

Mit den Dachtanks kann die ungenutzte Fläche eines Garagendaches in unauffälliger Weise genutzt werden. Aufgrund der erhöhten Anbringung besteht ein gleichbleibender Wasserdruck, der zum Gießen mit Schlauch und Gießstab im Garten ohne eine zusätzliche Pumpe ausreicht.
Mehrere 700 Liter-Tanks können zu einer Batterie verbunden werden. Die Versorgung erfolgt über einen Regensammler. Bei Bedarf überbrückt ein Distanzrohr den Abstand zwischen Fallrohr am Haus und Garage.
Das Gewicht des vollen Tanks ist auf die genormte Dachbelastbarkeit von Fertiggaragen ausgelegt (200 kg/m2). UV- und Algenschutz durch witterungsbeständigen, kieselgrauen, lebensmittelechten PE-Kunststoff (recyclebar), dickwandig und äußerst formstabil. Reinigungsöffnung Ø 200 mm lichte Weite mit Schraubdeckel. Zulauf-Bohrung Ø 50 mm an der Tankstirnseite oben für Regensammler-Anschluss An beiden Stirnseiten unten Auslauf-Innengewinde R 3/4 mit Blindstopfen. Quelle: Speidel Tank- und Behälterbau GmbH
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lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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