
Das erste Industrieforum Holzenergie widmet sich ausschließlich dem neuen Energieträger Holzpellets. Es findet vom 28. bis 29. September 2001 im Forum der Landesbank Baden Württemberg (LBBW) in Stuttgart statt. Das Industrieforum soll Handwerker, Planer und Energieberater für den wachsenden Pelletsmarkt fit machen. "Dank staatlicher Förderung und Steuervergünstigung kann die heimische Ressource Holzpellets auch finanziell mit fossilen Brennstoffen konkurrieren", erklärt Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion und Veranstalter des Forums. "Die Teilnehmer des Forums erhalten Hintergrundwissen und Informationen aus erster Hand zu der neuen Heizungstechnik" betont Elsässer. Begleitend zum Holzenergieforum informieren Hersteller von Pelletsheizungen und Lieferanten von Holzpellets über Vertriebsstrukturen und den Stand der Technik. Themen des ersten Industrieforums Holzenergie sind unter anderem technische und wirtschaftliche Potentiale des Energieträgers Holzpellet. Auf die Qualität des Brennstoffes, die Technik, den Betrieb und die Wartung von Pelletsheizungen wird ausführlich eingegangen. Der Veranstalter stellt darüber hinaus Planungshilfen zur Kesseldimensionierung und Informationen zum Lagerraum sowie den Fördertechniken für Holzpellets. Abgerundet wird das Industrieforum Holzenergie am Freitag Nachmittag mit einem Ausstellerforum und einer Kurzpräsentation der teilnehmenden Firmen. Vor dem Hintergrund des gestiegenen öffentlichen Interesses an Pelletsheizungen ist das Forum am Samstag nachmittag für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Den interessierten Verbrauchern wird dabei unter anderem die sinnvolle Kombination von Solarenergie und Pelletsheizungen als vollwertige, CO2-neutrale Alternative vorgestellt. Das Angebot des erstmals stattfindenden Forums spricht Multiplikatoren der neuen Technik an wie z.B. Handwerker, Energieberater und Planer. Die Solar Promotion sieht einen großen Informationsbedarf und will Wissenslücken schließen. So sind z.B. die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie die jüngst verabschiedete Energieeinsparverordnung (EnEV) und die Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. Bim SchV) zu wenig bekannt. "Der Gesetzgeber fördert die Holzpellets-Technik im Rahmen seiner Klimaschutzpolitik - es lohnt sich für den Fachhandwerker jetzt einzusteigen", betont Dietmar Zahn, Geschäftsführer vom Fachverband Sanitär-Heizung Klima Baden-Württemberg (Stuttgart).
Der Markt für Pelletsheizungen erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Pellets bestehen aus Holzspänen, die unter hohem Druck und ohne Zusatz chemischer Bindemittel hergestellt werden. Sie sind 100 % CO2-neutral und damit der ideale klimafreundliche Brennstoff. Stabile, kalkulierbare Preise machen Holzpellets zu Öl und Gas konkurrenzfähig. Der voll automatische Betrieb der Holzpellets-Anlage gewährleistet den Komfort einer Zentralheizung. Die Vorteile haben Verbraucher wie Handwerker gleichermaßen überzeugt - innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich die Holzpelletstechnik zum Renner beim Fachhandwerk. Raimon Dörr, Marketingleiter bei pro Solar Energietechnik GmbH (Ravensburg) und Anbieter von Solartechnik und Pelletsheizungen, sieht Parallelen zwischen dem neuen Pelletsmarkt und dem inzwischen etablierten Solarmarkt. "Der Pelletsmarkt durchläuft eine vergleichbar stürmische Entwicklung wie die Solarenergie vor fünf bis sechs Jahren. Wir begrüßen das Industrieforum Holzenergie, da es dazu beitragen wird, den hohen Informationsbedarf des Handwerks zum Einsatz dieser neuen Heizungstechnik zu befriedigen. "Auch der klassische Brennstoffhandel setzt auf den neuen Hoffnungsträger Holzpellets" erklärt Hans-Jürgen Funke, Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (Mannheim) "Immer mehr Mitgliedsfirmen investieren derzeit in den Aufbau einer flächendeckenden Vertriebs- und Logistikstruktur". Die Firma Schellinger & Co. Mühlenwerke (Weingarten), Hersteller von Holzpellets, sieht in diesem Markt große Wachstumschancen. "Holzpellets als Energieträger werden sich durchsetzen" so der Geschäftsführer Helmut Schellinger. "Erstmals steht uns ein CO2-neutraler Energieträger zur Verfügung, der dem Bedarf des Verbrauchers entspricht: vollautomatisch, sicher und bequem."