In Deutschland steigt die Zahl der Einbrüche stetig. Statistiken zufolge wird alle vier Minuten irgendwo eingebrochen. Oft bleiben die Einbrüche ungeklärt, was die polizeiliche Aufklärungsquote von weniger als 16 Prozent belegt. Zu den Sicherheitsmaßnahmen für den Schutz der eigenen vier Wände zählt das Anbringen von Überwachungskameras. Die Wirkung ist oft psychologischer Natur. Einbrecher schrecken nämlich vor sichtbaren Sicherheitsmaßnahmen ab. Sie fürchten einen größeren Zeitaufwand für den Einbruch und schätzen das Risiko aufzufliegen höher ein.
Was ist eine Videoüberwachung?
Damit ist die Beobachtung von Orten durch optisch-elektronische Geräte gemeint. Häufig werden Computer eingesetzt, um die aufgezeichneten Daten zu analysieren. Die Videoüberwachung wird eingesetzt, um Straftaten aufzuklären bzw. diese zu verhindern. Menschen, die sich beobachtet fühlen, verhalten sich nämlich anders. Die Videoüberwachung findet heute breite Akzeptanz, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Terrorismus. Dennoch gibt es auch Kritiker, die befürchten, dass zu viel Videoüberwachung ein gesellschaftliches Klima des Verdachts fördern würde und zu einem Überwachungsstaat führen könnte.
Private Videoüberwachung
Seit dem 1. Januar 2010 ist in Deutschland die
private Videoüberwachung geregelt (Abschnitt Videoüberwachung 9a des Datenschutzgesetzes). Demzufolge ist die private Videoüberwachung nur dann erlaubt, wenn sie einen zulässigen Zweck erfüllt. Dazu gehört der Schutz einer Person oder eines Objekts. Für den Betreiber der Anlage entstehen gewisse Pflichten, unter anderem die Protokollierungspflicht, Löschungspflicht nach 72 Stunden, die Verpflichtung gegenüber Betroffenen Auskunft zu geben.
Datenschutzrechtliche Probleme
Hier einige Beispiele, die datenschutzrechtliche Probleme aufzeigen:
- Wenn die Bildaufnahmen eine Person zeigen, die identifizierbar ist, so unterliegen diese Aufnahmen dem Datenschutz.
- In der Regel betrifft eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum unverdächtige Bürger. Dadurch entsteht der Fall eines Generalverdachts, was aber der Unschuldsvermutung (eines der Grundprinzipien des rechtsstaatlichen Strafverfahrens) widerspricht.
- Das Ausmaß, in dem private Videoüberwachung betrieben wird, ist sehr schwer zu kontrollieren und zu regulieren.
- Die von der Videoüberwachung betroffene Person hat kaum Chancen, den Betreiber zu ermitteln, ob er Speicherfristen eingehalten hat oder ähnliches.
- Die zunehmende Digitalisierung macht es möglich, gespeicherte Bilddaten relativ einfach zu manipulieren und sie danach für eine automatisierte Erkennung zu verwenden.
Tauglichkeitsaspekte
Die Frage nach der Wirksamkeit von Videoüberwachungen ist oft diskutiert worden und kann nicht eindeutig beantwortet werden. Laut Studien in Großbritannien - der Weltführer in Überwachungskameradichte - führt Videoüberwachung durchaus zur Verringerung von Kriminalität.
Große Vielfalt an Überwachungskameras
Je nach Einsatzgebiet bzw. Verwendungszweck kann man im Handel zwischen
verschiedenen Modellen von Überwachungskameras wählen. Diese unterscheiden sich in Größe, Design, technischen Merkmalen und natürlich dem Preis. Die Nachtsicht-Überwachungskameras beispielsweise sind meistens wetterfest und für den Außenbereich konzipiert. Die Infrarot LEDs der Kamera sorgen dafür, dass die Umgebung nachts ausgeleuchtet wird und die Objekte selbst im Dunkeln überwacht werden können. Funkkameras übertragen ihr Bild auf einen Funkempfänger, der das Bild an einen Langzeitrekorder oder einen Videoüberwachungsmonitor weiterleitet.
Fazit
Die Zahl der Einbrüche steigt. Sicherheitsmaßnahmen, um die eigenen vier Wände zu schützen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Das Anbringen einer Überwachungskamera kann eine solche sinnvolle Maßnahme sein, denn die Kamera kann helfen, einen Einbruch aufzuklären oder ganz zu verhindern. Die Vielzahl günstiger Kameraarten im Handel und die niedrigen Installationskosten machen den Einsatz einer Überwachungskamera eine Überlegung wert.