Forschungsprojekt soll die Marktfähigkeit neuer Absorptionskälteanlagen für KWKK-Systeme (Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung) erhöhen. Von der TU Berlin entwickelte Anlage eröffnet Einspareffekte beim Anschluss an Kraft-Wärme-Koppelung (KWK), Fernwärmenetze und Solaranlagen.
Der "Feldtest Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme" liefert nähere Erkenntnisse über die praktischen Einsatzmöglichkeiten der neuen Absorptionskälteanlagen, die mit Kältemodulen in zwei Leistungsklassen zu 50 kW und 150 kW bereitstehen
Der BTGA - Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V.
unterstützt den von der TU Berlin koordinierten "Feldtest Absorptionskältetechnik
für KWKK-Systeme". Das vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft
und Technologie) geförderte Forschungsprojekt untersucht neue
Absorptionskälteanlagen, die mit niedrigen Antriebstemperaturen betrieben
werden können.
Dies erlaubt die Nutzung der Abwärme von KWK-Anlagen zur
Kälteerzeugung (Kraft-Wärme-Kälte-Koppelung) und den Anschluss an Fernwärmenetze.
Bei diesen Einsatzbereichen ergeben sich wirtschaftlich
interessante Effizienz- und Kostenvorteile sowie Emissionsminderungen.
Der BTGA unterstützt Planer und ausführende Unternehmen im Rahmen
des Projektes und ist Ansprechpartner für daran interessierte Betreiber.
Ausgangspunkt für das Projekt,
an dem auch der AGFW (Energieeffizienzverband
für Wärme,
Kälte und KWK e. V.), die TU
Dresden und das ILK Dresden
(Institut für Luft- und Kältetechnik
gGmbH) beteiligt sind, ist die
von der TU Berlin entwickelte
"Absorptionskältetechnik für
KWKK-Systeme". Diese weist
eine hohe volumetrische Leistungsdichte
auf und verspricht
deutlich verringerte Strom- und
Energieverbräuche im Vergleich zu stromgetriebenen Kompressionskältemaschinen.
Bei Anbindung an KWK-Anlagen zur Fernwärmeerzeugung werden
interessante Energiespareffekte ermöglicht, die auch aus der sommerlichen
Wärmeabnahme aus den Fernwärmenetzen resultieren.
Darüber hinaus
zeichnen sich aus Betreibersicht günstige Investitionskosten ab: Aufgrund
geänderter Bauformen werden die Marktpreise der im Feldtest stehenden
Anlagen nach heutigen Erkenntnissen das bisher übliche Kostenniveau bei
Absorptionskälteanlagen von rund 900 € pro kW um zirka 40 % unterschreiten.
Dies gilt laut Projektbeschreibung bereits bei geringen Stückzahlen.
Der "Feldtest Absorptionskältetechnik für KWKK-Systeme" liefert nähere
Erkenntnisse über die praktischen Einsatzmöglichkeiten der neuen Absorptionskälteanlagen,
die mit Kältemodulen in zwei Leistungsklassen zu 50 kW und 150 kW bereitstehen. Hierfür konnten zum Projektstart 13 Feldtestpartner
gewonnen werden, unter ihnen Industriebetriebe, Immobilienbetreiber und
Handelsunternehmen. Die Veröffentlichung der Projekt- und Feldtestergebnisse
soll die Vorteile der neuen Technik bei der Fachöffentlichkeit und bei Entscheidungsträgern
bekannt machen. Hier ist ein Ziel, Vorbehalte gegenüber
der Sorptionskältetechnik, bezogen auf Größe, Trägheit und Investitionskosten,
zu widerlegen und so die Marktfähigkeit der neuen Anlagen auszubauen.
Diesem Zweck dienen auch die Wartungs- und Schulungskonzepte und die
normativen Vorgaben, die der BTGA für die Installation und den
Betrieb der Absorptionskälteanlagen entwickelt.