Eine neue Studie des Wuppertal Instituts schlägt ambitioniertere Energieeffizienzpolitik vor.
Das Dürer-Haus - Sitz des Wuppertaler Instituts. Bild: Wuppertaler Institut
Im zwischen CDU, CSU und SPD vereinbarten Koalitionsvertrag werden die Klimaschutzziele bestätigt und der Wille ausgedrückt, die Energiewende zum Erfolg zu führen. In diesem Zusammenhang wird die Steigerung der Energieeffizienz als zweite Säule einer nachhaltigen Energiewende hervorgehoben. Ein Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz soll im nächsten Jahr erarbeitet und beschlossen werden, ein Bündel von Maßnahmen und Vorhaben wird genannt.
Das Wuppertal Institut begrüßt die Festlegung von konkreten politischen Schritten, die geeignet sein können, den Energieeinsparzielen des Energiekonzepts der Bundesregierung von September 2010 näher zu kommen und die verbindlichen Ziele der EU-Energieeffizienzrichtlinie umzusetzen. Das Institut schlägt aber vor, für eine zielorientierte Koordinierung der deutschen Energiesparpolitik eine Bundesagentur für Energieeffizienz und einen Energiesparfonds (BAEff) einzurichten. In der jetzt vorgelegten Studie wird im Detail begründet, warum und wie dadurch eine effektive, gesamtgesellschaftliche Prozesssteuerung möglich ist.
Die Wissenschaftler(innen) weisen in ihrer Studie nach, dass durch die Kombination von unterschiedlichen Einsparmaßnahmen bis 2020 etwa zehn Prozent Energie über den Trend hinaus eingespart werden können. Ausgaben für die Finanzierung und Verwendung eines Energiesparfonds werden sich für Verbraucher und Unternehmen rechnen und auch volkswirtschaftlich schnell amortisieren. So wird die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden, Geräten und Anlagen dazu beitragen, die Energiekosten insgesamt zu senken und die Kosteneinsparung von Jahr zu Jahr ansteigen. Im Jahr 2020 wird sie bereits 15 Milliarden EUR pro Jahr betragen.
Die Studie "Vorschlag für eine Bundesagentur für Energieeffizienz und einen Energiesparfonds (BAEff)" steht
hier im Internet als Download zur Verfügung.