Die Bundesnetzagentur hat vor kurzem bekannt gegeben, wie hoch die Leistung der Photovoltaik-Anlagen in Deutschland ist. Für den Monat Oktober liegt die Zahl demnach bei 226 Megawatt (MW), die hinzugekommen sind. Diese Leistung verteilt sich auf mehr als 10.000 Anlagen, die im Bundesgebiet verstreut sind.
Bild: flickr.com © Manfred Morgner (CC BY-SA 2.0) Kleinanlagen bilden den Großteil
Allein in diesem Monat nahmen 25 Großanlagen mit einer Leistung von über einem Megawatt ihren Betrieb auf; die größte von ihnen mit zehn Megawatt steht in Bayern. Zwischen 100 Kilowatt und einem Megawatt kamen 204 Anlagen hinzu und mit knapp 9.800 Meldungen nahmen die Kleinanlagen unter 100 Kilowatt den Großteil ein; die kleinste Anlage ist in Sachsen mit 0,19 Kilowatt zu finden.
Auch in Norddeutschland werden immer mehr Photovoltaikanlagen installiert und über die Sonne Energie gewonnen.
Der Vorteil dieser Anlagen ist, dass Energie erzeugt wird, die dem Verbraucher kostenlos geliefert wird; außerdem ist ihr Vorkommen nicht begrenzt. Bevor der Strom aber kostenlos hergestellt wird, müssen die Hausbesitzer zuerst viel Geld investieren. Es dauert eine Weile, bis sich diese Ausgaben amortisiert haben. Im Gegensatz zu anderen Systemen müssen die Anlagen jedoch relativ selten gewartet werden, wodurch Geld gespart wird. Genauere Informationen zu der Vergütung finden sich
unter verivox.de.
Viele Verbraucher ärgern sich Jahr für Jahr darüber, dass die Stromkosten weiter ansteigen. Wer aber einmal eine Solaranlage auf dem Dach installiert hat, muss sich darüber nicht weiter aufregen. Vorteilhaft ist außerdem, dass Strom, der bei sonnigen Tagen zu viel produziert wurde, ins Netz eingespeist wird und die Hausbesitzer dafür eine
Einspeisevergütung erhalten.
Voraussetzungen der Installation
Sofern es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, spricht nichts dagegen, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren. Allerdings sollte bedacht werden, dass das Dach im günstigen Winkel zur Sonne steht, damit die Ausbeute möglichst hoch ist. Der Süden ist die bevorzugte Himmelsrichtung. Hinderlich ist es, wenn sich das Haus im Schatten eines mehrstöckigen Gebäudes oder eines Baumes befindet. Wer in einem Haus mit Flachdach wohnt, kann die Module auf einem geneigten Gestell montieren, wodurch der Winkel zur Sonne korrigiert wird.
Wer sich überlegt, eine Solaranlage zu montieren, ist gut beraten, vorher von einem Fachmann die Qualität des Daches überprüfen zu lassen. Da es sinnvoll ist, das die Anlage mindestens 20 Jahre in Betrieb genommen wird, wäre es störend, wenn nach wenigen Jahren das Dach neu eingedeckt werden muss. Diese Tätigkeiten sollten daher möglichst vor der Installation vorgenommen werden.
Die Anlage melden
Damit der richtige Weg gegangen wird, müssen die Betreiber von Photovoltaikanlagen sich bei der Bundesnetzagentur melden und folgende Daten mitteilen:
- Adresse des Anlage oder das entsprechende Flurstück mit Postleitzahl oder Ort
- die Leistung der Module
- das Datum der Inbetriebnahme
Dieser Schritt wird allerdings erst dann durchgeführt, wenn die Anlage in Betrieb genommen wurde. Vorher werden keine Meldungen angenommen.