Rund 1500 Handwerker und Planer folgten der Einladung von Geberit zum „Brandlabor“. Die Veranstaltung fand von Ende April bis Anfang Juni an 18 Orten bundesweit statt. Der unabhängige Brandschutzexperte Bernd Prümer und Geberit informierten über neue Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz in der Sanitärinstallation. Höhepunkt war ein Brandversuch, bei dem die Teilnehmer das Brandverhalten in einem Installationsschacht life verfolgen konnten.
Wichtiges Branchenthema: Die Geberit Brandschutzveranstaltungen waren stets gut besucht – wie hier in Remseck bei Stuttgart.
Brandschutz im Geschossbau: Geberit
Objektberater Reinhold Stober stellt verschiedene Lösungen für Installationsschächte vor.
Welche Lösung ist die beste? Geberit Objektberater Reinhold Stober vergleicht Einzel- mit Systemlösungen hinsichtlich Einfachheit, Sicherheit und
Wirtschaftlichkeit.
Von der Theorie zur Realität:
Brandschutzexperte Bernd Prümer erläutert, dass es im Ernstfall mehrere Minuten dauern kann, bis die Feuerwehr eintrifft.
Vor dem Brand: Was passiert in den
angrenzenden Räumen, wenn im Bad unten rechts ein Feuer ausbricht?
Spannung beim Brandlabor: Das Feuer brennt, nach wenigen Minuten birst die Keramik beim Brandherd – noch dringt kein Rauch in die angrenzenden Räume.
Wirksamer Brandschutz: Im Brandraum herrschen 500 °C und die Sensoren in den angrenzenden Räumen verzeichnen noch keinen Temperaturanstieg.
Großes Interesse am Brandlabor: Die
Teilnehmer überzeugten sich nach dem Versuch von den Auswirkungen des Brandes.
Da dringt kein Rauch durch: Bernd
Prümer zeigt, wie die Geberit
Brandmanschette im Brandfall
aufschäumt und das Abwasserrohr
abdichtet.
Brandschutz zum Anfassen: In
einem Container zeigte Geberit,
wie Brandschutz mit geprüften
Systemlösungen funktioniert. Bilder: Geberit
Mit seinem Brandlabor hatte Geberit den Nerv der SHK-Planer getroffen – davon zeugten die
vollen Schulungsräume und die vielen Fragen der Teilnehmer an die Referenten. Zentrales
Thema war der Brandschutz an den Übergängen von Installationsschächten in angrenzende
Räume. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) hatte im Vorjahr die Anforderungen an
diesen brandschutztechnisch sensiblen Bereich verschärft und die Mindestabstände
zwischen zu verschließenden Bauteilöffnungen für Kabel- und Rohrabschottungen neu
festgelegt.
Das Warum ist entscheidend
Als Referenten hatte Geberit den international renommierten Brandschutzexperten,
Fachdozenten Bernd Prümer verpflichtet, der als Inhaber der Firma brandschutz.org selbst
Brandschutzkonzepte entwickelt. Fundiert legte Prümer dar, warum die Neuregelungen
notwendig waren und worauf Planer und Verarbeiter künftig achten müssen. Heiko Globke,
Geberit Projektleiter der Veranstaltungsreihe: „Vorbeugender Brandschutz ist gerade im
Wohnungsbau eine ernstzunehmende Sache, denn im schlimmsten Fall stehen
Menschenleben auf dem Spiel. Für die Baubeteiligten ist es deshalb wichtig, neue
Vorschriften nicht nur zu kennen, sondern auch zu verstehen, warum deren Befolgung
zwingend notwendig ist.“
Systemlösungen versus Einzellösungen
Ein weiteres Anliegen des Sanitärtechnik-Spezialisten war es, verschiedene Lösungen für
die Umsetzung der neuen Anforderungen im Geschossbau aufzuzeigen. In einem weiteren
Veranstaltungsschwerpunkt hieß es deshalb „Einzellösungen versus synergetische
Lösungen“. Die Teilnehmer erfuhren, welche Möglichkeiten es gibt, um Brandschutzschächte
sicher zu verschließen und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Methoden haben.
Thema waren dabei auch die Lösungen von Geberit, mit denen Brandschutz einfach, sicher
und wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Der Vorteil der Geberit-Systeme: Versorgungsund
Abwasserleitungen dürfen nach entsprechenden Verwendungsnachweisen auf
Nullabstand montiert werden.
Die Wirksamkeit von Brandschutz erleben
Zum Schluss der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer von der Wirksamkeit der von
Geberit empfohlenen Systemlösung überzeugen. In einem aufwändigen Außenbrandversuch
im mobilen Brandschutzlabor wurde das Brandverhalten einer DIBt-gerechten
„Nullabstands“-Installation simuliert. Die Brennkammern waren verglast, so dass die Planer
den Brandverlauf im Detail verfolgen konnten. Das anschließende Get-together bot den
Teilnehmern Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Fast durchweg alle Planer bewerteten
die Veranstaltung als „hilfreich“, was zeigt, wie wichtig das Thema Brandschutz für die SHK-Branche
ist.