Die Lichtfarben im Überblick.
Bild: licht.de Fangen wir dennoch mit der Beleuchtungsstärke (physikalisches Zeichen E) an. Denn ohne sie geht gar nichts. Denn sie entscheidet, ob man am Arbeitsplatz oder in einem Buch alles richtig erkennen und lesen und natürlich entsprechend handeln kann. Gemessen wird sie in der Maßeinheit Lux. Daraus ergibt sich auch der Lichtstrom (in Lumen gemessen,
kennen wir schon aus dem 2. Teil der Serie und ist auf jedem Leuchtkörper verzeichnet), der angibt, welche Lichtmenge auf eine bestimmte Fläche trifft. Es gilt: 1 Lux leuchtet mit 1 Lumen 1 m² Fläche aus. Als Tipp für zu Hause: Eine alte 40-Watt-Glühbirne brachte es auf 410 Lumen. Das sollte dann auch der Energiespar-Pendant bringen.
Lichtzweck entscheidend
Wer eine Beleuchtungsanlage plant, muss anhand der Beleuchtungsstärke davon ausgehen, für was diese gedacht ist. Bedarf es einer gleichmäßigen Ausleuchtung, etwa einer Empfangshalle in einem öffentlichen Gebäude? Soll das Licht zielgerichtet auf einen Schreibtisch auftreffen oder soll ein Produktionsarbeitsplatz komplett ausleuchten? Wie das genau funktioniert, wird im übernächsten Teil dieser Serie genauer beleuchtet.
Ein weiteres, damit zusammenhängendes Qualitätsmerkmal ist die Verteilung des Lichtes oder der Helligkeit. Im Idealfall sind Arbeitsplatz oder Wohnung gleichmäßig ausgeleuchtet. Differenzen zwischen Hell und Dunkel lassen Ermüden. Doch zu viel Helligkeit kann auch blenden. Das ist Folge von falsch angebrachten Leuchten oder eben zu hoher Beleuchtungsstärke. Helfen können dagegen an den Lichtquellen angebrachte Raster oder Reflektoren, Bei Fenstern und der natürlichen Sonneneinstrahlung hilft nur Verschattung. Aber zu der kommen wir erst in Teil 6 dieser Serie.
Dennoch: Zum guten Licht gehört auch Schatten. Nur so kommen wir zu einer harmonischen Ausleuchtung. Gelingen kann dies mit einem Mix aus diffusem und gerichteten Licht. Die DIN EN 12464-1 gibt dafür die richtigen Hinweise.
Nun noch zu einen Parameter, der bisher keine Rolle spielte, den aber jeder noch aus dem Physikunterricht kennt: die Lichtfarbe. Jede Lichtquelle hat eine Eigenfarbe. Die von einem LED ist normalerweise weiß. Sie kann jedoch durch bestimmte Materialien nahezu beliebig verändert werden.
Auch LEDs können warmes Licht
Die schon von uns empfohlene Seite licht.de unterscheidet drei verschiedene Arten:
- Das gemütliche warmweiße Licht (idealerweise 2.700 Kelvin, die Spanne reicht aber bis 3.300 Kelvin Farbtemperatur), das wir auch von den guten alten Glühbirnen kennen und das auch moderne LEDs erreichen.
- Das neutralweiße Licht für die Arbeit, das locker mit LED oder Entladungslampen erzeugt werden kann (3.300 bis 5.300 Kelvin) bezeichnet
- Und das tageslichtweiße Licht (ab 5.300 Kelvin) für biologische Aspekte wie Lichttherapie.
Ein Qualitätsmerkmal einer Lichtquelle ist eben auch, inwieweit sie die gewünschte Farbe wiedergeben kann. Gemessen wird dies mit dem Ra -Index von 100. LED erreichen dabei 98, Entladungslampen erreichen maximal 89.
Wie man eine Beleuchtungsanlage installiert, damit sie, etwa am Arbeitsplatz, optimale Ergebnisse bringt, belichten wir im nächsten Teil am 26.06.2017.
Bisher erschienen:
1. Was eine gute Beleuchtung ausmacht
2. Moderne Lichtsysteme - sparsam und effizient
3. Qualitätsmerkmale – auf was man beim Leuchtenkauf achten muss
Erscheinen demnächst:
4. Wie muss eine Beleuchtung installiert sein
5. Die Planung einer Beleuchtungsanlage
6. Wie eine Verschattung funktioniert
7. Welche Verschattungssysteme gibt es
8. Worauf man bei einer Verschattung achten sollte
9. Arbeitsplatz und Verschattung
10. Die Planung einer Verschattungsanlage