Ausgangspunkt für die Planung ist der Bedarf an Licht. Der ist in einem Beratugnsraum anders als an einem Schreibarbeitsplatz oder für ein homeoffice.
Bild: Philips Wer es sich einfach machen möchte, kann entweder auf die Hersteller zurückgreifen, die Planungssysteme und entsprechende Tools bieten. Oder er spannt einen Lichtplaner ein. Das kostet Geld. Wer das nicht hat, kann hier ruhig weiterlesen.
Das von uns schon wärmstens empfohlene Portal licht.de nennt drei Bedinugnen, die bei einer optimalen Beleuchtungsanlage erfüllt sein müssen:
- Die Nutzer müssen zufrieden sein, logisch.
- Höchster Lichtkomfort muss bei maximaler Energieeffizienz sichergestellt sein.
- Und, aber das hatten wir schon, alle relevante Normen müssen berücksichtigt werden.
Lichtbedarf am Anfang
Die Planung muss sich also am Bedarf an Licht ausrichten. Die dafür notwendigen Normen haben wir bereits im letzten Teil genannt. Ausgehend davon müssen die Lichtquellen oder Lampen ausgewählt werden. Da heutzutage entweder LEDs oder Leutchtstoffröhren sowie Energiepaarlampen zum Einsatz kommen, sollte die Energieeffizienz kein Problem sein. Denn alle diese Leuchtmittel arbeiten sehr sparsam.
Eine Planung für ein Beleuchtungssytem kann man wie folgt skizzieren:
Zuerst sollte man Ziele und Prioritäten definieren. Dazu ein Beispiel: Handelt es sich um einen Büroarbeitsplatz, sollte jahreszeitlich abhängig so viel Tageslicht wie möglich eingeplant werden. Nur für die dunkleren Stunden sollte das Beleuchtungskonzept auf künstliche Leuchtmittel zurückgreifen. Und diese wiederum sind abhängig von der Art der Tätigkeit. Handelt es sich um einen Arbeitsplatz, an dem überwiegend geschrieben oder telefoniert wird, muss eine punktuelle Beleuchtung erfolgen. Ist es eher ein Beratungsraum, sollte die Beleuchtung wärmer und ausgeglichener ausfallen.
Ist das festgelegt, fällt es leicht, die Beleuchtungsarten festzulegen und daraus ein Lichtmanagement zu entwicklen. Das wiederum führt direkt zur Art der Leuchtmittel. Und zum Schluss sollte man noch darüber nachdenken, in welchen Intervallen die Anlage gecheckt, gewartet und gereinigt wird. Denn Lampen aller Art ziehen gern Staub an.
Kosten planen
Ein weiterer Punkt in der Planung sind die Beleuchtungskosten, also die Investitionen plus Wartung plus Energieverbrauch plus Entsorgung. Und das alles gerechnet auf eine feste Laufzeit. Bei Beleuchtungsanlagen empfiehlt sich ein anzunehmender Lebenszyklus von fünf Jahren. Die Anlagen halten zwar meist deutlich länger – sieht man mal vom gelegentlichen Auswechseln der Leuchtquellen ab. Aber nach fünf Jahren kann sie auch ästhetisch verschlissen sein.
Und hier sind wir wieder am Anfang unserer Serie: höhere Investitionskosten, etwa in LEDs, lohnen, weil diese deutlich langlebiger als andere Systeme sind. Generell aber gilt: Tageslicht gibt es umsonst, also sollte man so viel wie möglich davon einplanen.
Nach so viel Licht müssen wir auch etwas für Schatten sorgen. Im nächsten Teil dieser kleine Serie am 30.06.2017 geht es darum, wie eine Verschattung optimal funktioniert.
Bisher erschienen:
1. Was eine gute Beleuchtung ausmacht
2. Moderne Lichtsysteme - sparsam und effizient
3. Qualitätsmerkmale – auf was man beim Leuchtenkauf achten muss
4. Wie muss eine Beleuchtung installiert sein
5. Die Planung einer Beleuchtungsanlage
Erscheinen demnächst:
6. Wie eine Verschattung funktioniert
7. Welche Verschattungssysteme gibt es
8. Worauf man bei einer Verschattung achten sollte
9. Arbeitsplatz und Verschattung
10. Die Planung einer Verschattungsanlage