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News vom 09.03.2018

Neue Broschüre zur F-Gase-Verordnung

In der Kälte- und Klimatechnik soll der Anteil der fluorierten Gase (F-Gase) bis 2030 um acht Prozent sinken. Die Abschmelzung dafür wurde von der EU in einer Verordnung sehr moderat gehalten. Dennoch sind verschiedene Gase nicht ausreichend verfügbar, etwa die Hoch-GWP-Kältemittel (also solche mit hohem Treibhausgaspotenzial) R404A und R507, aber auch das aus der Fahrzeugtechnologie bekannte R134a. Über diese Problematik haben wir bereits hier berichtet.

Bild: AREA-ASERCOM-EFTC, EPEE
Bild: AREA-ASERCOM-EFTC, EPEE

Die europäischen Klima- und Kältefachverbände AREA-ASERCOM-EFTC und EPEE haben nun eine Informationsbroschüre zum Ausstieg aus denjenigen Kältemitteln mit hohem Treibhauspotential (Hoch-GWP-Kältemittel) veröffentlicht. Insbesondere der dringend notwendige Abschied von den Kältemitteln R-404A und R-507A wird beschrieben. Denn ohne den, so heißt es in der Broschüre, könne niemand weiter im Geschäft bleiben.

Automatismus der Verknappung

Je höher der GWP-Wert eines HFKWs, umso höher die Menge an CO2-Äquivalenten, für die 1 kg Kältemittel steht. Deshalb trifft der HFKWPhase-Down HFKWs mit hohem GWP Wert, wie z.B. R-404A und R-507A, besonders hart. Falls diese HFKWs nicht schleunigst reduziert werden, dann leidet die Verfügbarkeit aller anderen HFKWs darunter – dazu zählen auch die HFKW-haltigen Gemische mit geringerem GWP“, wird der Verknappungsprozess, der derzeit schon voll im Gange ist, in der Broschüre beschrieben.

Weitere Verschärfungen treten in den kommenden Jahren in Kraft. Ab 2020 dürfen Kältemittel mit einem GWP von mehr als 2500 nicht mehr in neuen, ortsfesten Kälteanlagen sowie für die Wartung von Kälteanlagen mit einer Füllmenge von 40 Tonnen CO2-Äquivalent oder mehr verwendet werden. Ausnahme sind Wartungszwecke. Ab 2022 sind Kältemittel mit einem GWP von mehr als 150 in neuen, mehrteiligen, zentralisierten Kälteanlagen (Verbundanlagen) bei Leistungen von über 40 kW außer bestimmten Kaskadentypen sowie in Kühlgeräten und Gefriergeräten für die gewerbliche Verwendung verboten.

Die Broschüre empfiehlt deswegen Folgendes:

  • Sofortiger Ausstieg aus R-404A/R-507A in neuen Anlagen
  • Retrofit bestehender R-404A-/R-507A-Anlagen auf Kältemittel mit niedrigerem GWPWert, falls Anlagen anfällig für Leckagen oder andere Probleme sind
  • Leckagereduzierung
  • Reduzierung der Kältemittelfüllung von Anlagen soweit möglich
  • Rückgewinnung, Recycling und Aufarbeitung von Kältemitteln 

Alternativen brennbar

Es gäbe viele zahlreiche Alternativen zum Ersatz von R-404A und R-507A in neuen Anlagen und im Bestand. Allerdings könnten sich diese Alternativen in bestimmten Eigenschaften, wie volumetrische Kälteleistung, Drucklage, Brennbarkeit, Toxizität etc., erheblich von ihren Vorgängern unterscheiden. Daher sei es immer wichtig, die Verfügbarkeit von Komponenten und die Freigabe durch die Verdichterhersteller zu überprüfen. Sicherheit sei dabei wichtiger denn je, denn viele der Alternativen zu R-404A und R-507A seien brennbar.

Die Bonner Stimme, mit dem Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe (VDKF), dem Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks (BIV) und dem Zentralverband Kälte Klima Wärmepumpen (ZVKKW) ein Zusammenschluss der drei wichtigsten deutschen Verbände im Klima- und Kältemarkt, hat zudem angekündigt, eine Printversion zu prüfen. Diese solle über das Umweltbundesamt (UBA) an Betreiber von Klima- und Kälteanlagen verteilt werden. Zuvor hatte sich das UBA bereiterklärt, an einer entsprechenden Information mitzuwirken.

Die Broschüre kann in Deutsch sowie in Englisch heruntergeladen werden. Alle Mitglieder der oben genannten Verbände können die Broschüre nutzen.

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gnika7 schrieb: Hi, 1. Die 6kW sollten reichen, denke ich. Habe auch KfW40 und eine Heizlast von ca.5,6 für 320qm. Ich denke mit 6er Nibe...
hanssanitaer schrieb: Warum setzt man sich eigentlich über geltenden Normen hinweg und meint vermeintlich irgendwas besser machen zu können? Wenn...
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