Beispiel für eine Innendämmung in einem denkmalgeschützten Gebäude. Foto: Rigips
Auch lauern einige technische und handwerkliche Schwierigkeiten. Beherrscht man die nicht, kann eine Innendämmung tagsächlich zur Feuchtigkeitsbildung beitragen – und zu Schimmel. Eine Innendämmung wird deshalb unter Ausschluss einer Luftschicht zwischen Dämmmaterial und Innenwand verlegt, das heißt die Platten werden aufgeklebt und luftdicht abgeschlossen. Das Verfahren nennt man „schwimmend“.
Luft muss draußen bleiben
Nötig ist dies aus einem einfachen Grund: Würde Luft zwischen Dämmung und Innenwand gelangen, würde sich die Innenwand deutlich gegenüber der Dämmung abkühlen. Dann kondensiert Wasser und man kann zusehen, wie alsbald der Schimmel sprießt. Aus dem gleichen Grund ist die Gefahr von Wärmebrücken bei einer Innendämmung deutlich größer als bei einer Außendämmung. Deswegen müssen mögliche Wärmebrücken, meist Ecken und Übergänge von Fenstern oder Türen, im Vorfeld erfasst und mit den richtigen, eigens dafür entwickelten Materialien gedämmt werden.
Aus diesem Grund sollte man eine Innendämmung nicht den eigenen DIY-Künsten überlassen, sondern einen Fachmann beauftragen. Dazu gehört auch eine Dämmung der Kellerdecke, die in jedem Falle zu empfehlen ist.
Zwei Verfahren sind bei der Innendämmung üblich: Das eine ähnelt der Außendämmung. Ein Dämmmaterial wird aufgebracht und verputzt. Beim anderen werden Leichtbauplatten entlang Wand und Decke angebaut. Als Material dienen Mineraldämmplatten, mit Gipskarton verkleidete Mineralschaumplatten, Calciumsilikat sowie Schaumglas.
Vorsicht bei Kellerdämmung
Noch etwas zur Kellerdämmung. Die standardmäßige Dämmung besteht hier aus Styroporplatten, die von unten angebracht werden. Nur die Dämmung der Kellerdecke bringt allerdings nicht viel. Sinnvoller ist es, den gesamten Keller zu dämmen und dann eventuell ganz anders nutzen zu können als zuvor. Da auch hier nur eine Innendämmung möglich ist (oder man gräbt das Haus quasi aus und bringt von außen eine sogenannte Perimeterdämmung an), sollte man einen Keller nur dämmen, wenn er vollkommen trocken ist. Ansonsten lässt man lieber alles so, wie es ist.
Im nächsten Teil am 24.08.2018 geht es um die "Dacherneuerung". Die ist recht kostenintensiv, sollte aber immer gleich zum Dämmen und für Photovoltaik oder Solarthermie genutzt werden.
Bisher erschienen: 1. Bestandsanierung im Überblick 2. Rechtliches 3. Förderungen 4. Dämmung außen 5. Dämmung innen Erscheinen demnächst:
6. Dacherneuerung
7. Fensterwechsel
8. Heizungswechsel
9. Wechsel Sanitär/Wasser
10. Wechsel Elektrik
11. Eigene Energieerzeugung
12. Praxisbeispiele