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News vom 29.05.2019

Themenserie "Speicher für Energieautarkie und Mieterstromprojekte" - Teil 8

Wie erzeugt man selbst Strom? – Mini- und Mikrowindanlagen

Eine erneuerbare Energieform, die volkswirtschaftlich eine herausragende Rolle spielt, ist die Windenergie. Zur Eigenstromerzeugung wird sie jedoch kaum genutzt. Dabei gibt es am Markt Mikro- und Miniwindanlagen mit wenigen kW Leistung, die etwa kleinen Photovoltaikanlagen auf Hausdächern entsprechen. Sie werden auch unter dem Begriff Kleinwindanlagen oder Kleinwindenergieanlagen (KWEA) zusammengefasst.

Mikrowindanlagen spielen bisher noch keine Rolle bei der Eigenstromerzeugung. <br />Bild: KN
Mikrowindanlagen spielen bisher noch keine Rolle bei der Eigenstromerzeugung.
Bild: KN

Definiert werden sie nach der IEC 61400-2 (2006) als Anlagen mit einer überstrichenen Rotorfläche von unter 200 m2 und einer flächenspezifischen Leistung von bis zu 350 W/m2. Daraus ergibt sich eine obere Leistung von 70 kW.

Auch wenn in Deutschland diese Form der Eigenstromerzeugung kaum eine Rolle spielt, gibt es recht viele Anbieter. Eine Übersicht über Hersteller und Leistungsklassen findet sich hier.

Auch vertikale Rotoren

Daraus wird auch ersichtlich, dass es im Gegensatz zu großen Windkraftanlagen mehrere Möglichkeiten gibt, mittels der Rotoren Storm zu erzeugen. Die horizontale Variante ist bekannt. Es sind aber auch vertikale Rotordrehungen möglich, die Rotorblätter drehen sich dabei quasi um den Mittelpunkt des Aufstellmasten herum.

Eine weitere Variante ist aus den USA bekannt. Dabei kombiniert die Firma SkyWolf tunnelförmig angeordnete Solarpanele mit einem darin befindlichen Rotor. Die Turbine leistet 3,5 kW und kann täglich 30 kWh Strom produzieren, was für Einfamilienhäuser oder kleine Gewerbebetriebe vollkommen ausreichend ist. Der Vorteil: Wind wird vorrangig im Winter und in der Übergangszeit erzeugt, PV-Strom vor allem im Sommer. Es ist also eine kontinuierliche Stromproduktion über das ganze Jahr möglich. Zudem läuft die Anlage schon ab Windgeschwindigkeiten von 1,5 m/s. Das ist nicht viel mehr als ein laues Lüftchen. Mit 25 dB ist diese Lösung sehr geräuscharm. Zudem ist sie nur 8 m hoch.

Das ist übrigens eine Höhe, die in Deutschland keinerlei Zulassung benötigt. Üblicherweise sind Windkraftanlagen erst ab 10 m Höhe genehmigungspflichtig. Man sollte jedoch in die Bauordnungen der zuständigen Länder schauen. Hier könnten sich durchaus Abweichungen ergeben. In Berlin, Bremen und Niedersachen etwa gibt es solche Freistellungen von der Baugenehmigung nicht. Man sollte immer auch bedenken, dass nur eine Baugenehmigung Rechtssicherheit für den zukünftigen Betrieb gibt und drohende Klagen abschmettern kann.

Teurer als Photovoltaik

Die Kosten für Kleinwindanlagen können zwischen 2.000 und 10.000 Euro netto je kW Nennleistung liegen. Zum Vergleich: Bei einer PV-Anlage kann man gut 1.500 Euro je kWp annehmen. Damit kommt man also in jedem Fall günstiger – dies ist vielleicht einer der Gründe, warum es kleine Windanlagen hierzulande besonders schwer haben. Bei besonderen Bauformen oder schwierigen Gründungen kann die Investition zudem auch noch höher ausfallen.

Die Stromgestehungskosten, also die Aufwendungen, die man inklusive aller Kosten für Wartung, Investition und so weiter aufbringen muss, liegen bei Kleinwindanalgen bei 25 Cent je kWh. Zum Vergleich auch hier eine PV-Anlage: Hier liegen diese Kosten bei 10 bis 12 Cent je kWh. Der produzierte Strom kann auch eingespeist und nach EEG vergütet werden. Doch das lohnt sich nicht, da die Vergütung um mehr als die Hälfte unter den genannten Gestehungskosten liegt.

Der nächste Teil unserer Themenserie am 31.05.2019 beginnt mit der Betrachtung der Wärmeerzeugung in einem Gebäude. Die Grundlage dazu ist eine genaue Einschätzung des Bedarfs an Wärme und Warmwasser.

Bisher erschienen:

1. Was ist Eigenversorgung und welche Komponenten braucht man dafür?
2. Wie ist die rechtliche Lage bei Strom-Eigenerzeugung und -verbrauch?
3. Welchen Bedarf hat ein Gebäude an Strom und wie plant man Eigenproduktion und  Eigenverbrauch?
4. Wie werden Stromspeicher in ein System zur Eigenversorgung eingebunden?
5. Wie erzeugt man selbst Strom? – BHKW
6. Wie erzeugt man selbst Strom? – Brennstoffzelle
7. Wie erzeugt man selbst Strom? – PV
8. Wie erzeugt man selbst Strom? – Andere Lösungen wie Miniwindanlagen

Demnächst erscheinen:

9. Welchen Wärmebedarf hat ein Gebäude?
10. Welche Rolle spielen Wärmespeicher bei der Deckung des Wärmebedarfs?
11. Welche Wärmeerzeuger sind zukunftsfähig?
12. Wie sollte die Warmwasserbereitung erfolgen?
13. Praxisbeispiele von Gebäuden mit hoher Eigenabdeckung an Strom und Wärme

Aktuelle Forenbeiträge
winni 2 schrieb: Bis Du wirklich sicher, das die Mauer auf der Bodenplatte steht? 6- 8 cm sind eigentlich keine Bodenplatte, sondern mehr eine Art Estrich. Einer Rückstauklappe würde ich nur als Motorklappe vertrauen...
jailbreaker07 schrieb: Hallo, die Idee war halt das die WP mit zusätzlichen 2000l Speicher nicht mehr so oft laufen muss wenn kein Pv Überschuss mehr da ist. Wenn Sonne scheint wird dann ordentlich Wärme in Estrich und Puffer...
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