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News vom 15.07.2019

Themenserie Brandschutz - Teil 1

Wie sieht die rechtliche Lage zum Brandschutz aus?

Heute beginnt die Themenserie zu einem im wahrsten Sinne lebenswichtigen Thema: Brandschutz. Hierzu zählt auch der insbesondere für Wohngebäude wichtige Bereich der Rauchwarnmelder. Dieses Thema verliert leider nie an Aktualität. Etwa 350 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland allein bei Wohnungsbränden – und fast alle durch Rauchgasvergiftungen.

Transparente Tür der Feuerwiderstandsklasse 30. <br />Bild: Hörmann
Transparente Tür der Feuerwiderstandsklasse 30.
Bild: Hörmann

Deswegen ist der Brand- und Rauchschutz, wie er passenderweise heißen sollte, hierzulande penibel mit vielen Gesetzen und Normen geregelt. Sie decken die Bereiche vorbeugenden Brandschutz, Brandschutz für Gebäude oder Anlagen und organisatorischen Brandschutz – wie Brände zu vermeiden sind – ab. Sie regeln aber auch alle Komponenten von Brandschutzanlagen, etwa Sprinkler (man bedenke etwa, dass die Wasserleitung für diese Löschanlagen von einem Brand zerstört würden) oder die Warnanlagen.

Alle Normen und Gesetze aufzuzählen würde den Rahmen dieser Serie sprengen. Deswegen sollen hier nur die wichtigsten und das Bau- sowie SHK-Handwerk betreffenden vorgestellt werden.

Grundlegende Norm für den Brandschutz in Gebäuden ist die DIN 4201. Sie regelt das Brandverhalten (oder besser Nicht-Brandverhalten) von Baustoffen und Bauteilen. Dazu gehören auch Lüftungsanlagen, da diese bei Bränden eine besonders wichtige Rolle spielen.

Feuerwiderstandsklassen

Geregelt sind in dieser Norm auch die Feuerwiderstandsklassen, manchmal auch Brandwiderstandsklassen genannt. Diese geben an, wie lange ein Bauteil in einem Brandfall (der übrigens auch genormt ist) dem Feuer Widerstand leisten kann, und zwar bezogen auf Statik, Dichtheit und Dämmung. Hier eine Übersicht über die sogenannten F-Klassen. Die Zahl gibt dabei an, wie viele Minuten die Bauteile in voller Funktion gegenüber einem Normbrand standhalten müssen:

F30 - feuerhemmend

F60 - hochfeuerhemmend

F90 - feuerbeständig

F120 - hochfeuerbeständig

F180 - höchstfeuerbeständig

Diese Zahlen haben ganz praktische Bedeutungen. So müssen in Heizungskellern oder in Heizungslagern, in denen ja Brennstoffe lagern, etwa Türen mit dem Standard F90 verbaut werden.

Brandverhalten

Baustoffe können aber leider nicht nur Widerstand gegen das Feuer halten, sondern sie können auch selbst brennbar sein. Alle Leser werden sich noch an den Brand von Notre Dame de Paris erinnern, bei dem ein mehrere hundert Jahre alter hölzerner Dachstuhl wie Zunder brannte. Welche Baustoffe aufgrund ihrer Brennbarkeit wie und wo verbaut werden dürfen, ist ebenfalls in der DIN 4102-1 sowie in der DIN EN 13501 (Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten) geregelt. Unterschieden werden brenn- und nicht brennbare Baustoffe.

Brandschutzkomponenten

Die Norm DIN 18095 regelt bautechnische Komponenten wie Türen oder Abzüge für den Schutz vor Rauch, die DIN EN 14604 und die DIN EN 54 den Einsatz von Rauchwarnmeldern. In den DIN EN 12845 sowie 12094 ist der Einsatz von installierten Löschanlagen, sogenannte ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen, festgelegt.

Bundesländer

Da Bauen Ländersache ist, sind auch die jeweiligen Landesbauordnungen (LBO) und deren Listen der technischen Baubestimmungen (LTB) zu beachten.

Weitere Normen

Es gibt noch weitere Normen, die meist direkt für Anwendungen zugeschnitten sind, so die DIN 18230, welche den baulichen Brandschutz im Industriebau regelt, oder die DIN 18232, in der geregelt ist, wie Gebäude im Brandfall von Rauch und Wärme freizuhalten sind. Flucht- und Rettungswege sind zudem in der DIN 14090 und der DIN ISO 23601 geregelt.

Der nächste Teil der Themenserie am 17.07.2019 befasst sich mit allen Komponenten, die für Brandschutz und Rauchwarnmeldung wichtig sind.

Bisher erschien:
1Wie sieht die rechtliche Lage zum Brandschutz aus?

Demächst erscheinen:

2. Welche Komponenten gehören zum Brandschutz in einer Immobilie und wie funktionieren sie?
3. Wo und wann sind Sprinkleranlagen anzubringen?
4. Wohin gehören Entrauchungssysteme und welche Varianten gibt es dafür?
5. Wie lassen sich Brandschutzkomponenten weitgehend automatisiert betreiben?
6. Wie müssen Brandschutzkomponenten in Wohnungen mit Pflegefunktionen installiert werden?
7. Löschmittelzylinder – in Schaltschränken integrierter Brandschutz
8. Praxisbeispiele von vorbildlich installierten Brandschutzkomponenten
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Eisbaer.7 schrieb: Guten Abend irgend etwas stimmt hier nicht. Ein Vakum-Leckanzeiger benötigt keine Leckflüssigkeit. Hier wird mittels Vakumpumpe ein Unterdruck bei einem Doppelwandigen Tank gezogen, dann wird der...
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