Holzfaserplatten zur Dämmung sind diffusionsoffen und sorgen für ein angenehmes Raumklima.
Bild: Florian Gerlach (Nawaro); improved by WinfriedSchneider (talk) Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/
index.php?curid=8874850 Zuerst einmal hilft man der Umwelt. Denn nur CO2-neutrale oder sehr CO2-arme Baustoffe sind nachhaltig. Zu merken ist davon erst mal nichts. Tendenziell und mit steigender Zahl nachhaltiger Bauwerke wird die Umwelt weniger belastet – und das ist auch besser für das Klima.
Deutlich besseres Raumklima möglich
Doch darüber hinaus gibt es auch einige ganz konkrete und erlebbare Vorteile. Einer ist sicher das sehr gute Raumklima nachhaltiger Bauten. Die verwendeten Materialien, etwa in der Dämmung, sind meist diffusionsoffen, was eine natürliche Belüftung des Mauerwerks fördert. Das wiederum verhindert Schimmelbildung. Mittels einer Lüftungsanlage (natürlich mit Wärmerückgewinnung) kann die Luftqualität noch weiter verbessert werden – und mit ihr die Energieeffizienz.
Und damit wären wir schon bei einem ganz konkreten und geldwerten Vorteil. Nachhaltig gebaut ist ja nur das, was auch im Betrieb wenig Ressourcen verbraucht. Dazu zählen bei den Betriebskosen die Wärmekosten für Heizung und Warmwasser, aber auch die Wasserkosten selbst. Nachhaltig gebaute Häuser verbrauchen davon nur das Nötigste. Und das wiederum wirkt sich natürlich ganz konkret auf den Geldbeutel der Bewohner aus.
Ein weiterer Vorteil, der sich auch in Geld messen lässt, liegt in den verwendeten Baumaterialien. Die sollen ja nicht nur recycelbar sein, sondern auch langlebig. Ein Beispiel dafür ist die Dämmung. Während eine Polystyroldämmung nach gut 40 Jahren gewechselt werden sollte, kann eine Mineralwolledämmung ewig halten. Es sinken also die Kosten für die Werterhaltung des Hauses.
Förderung nutzen
Zudem kann man für ein nachhaltig gebautes Gebäude mehr Fördergelder bekommen als für ein konventionell gebautes. Dafür wurden mit der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) extra die Nachhaltigkeitsklassen eingeführt, die von den Förderinstituten KfW und BAFA mit Leben erfüllt werden.
Der nächste Teil der Serie am 24.08.2021 stellt einige Praxisbeispiele des nachhaltigen Bauens im Wohnbereich vor.
Bisher erschienen im Rahmen der Themenserie folgende Beiträge:
1. Was ist nachhaltiges Bauen?
2. Wie plant man ein nachhaltiges Bauwerk
3. Welche Baustoffe kommen für nachhaltiges Bauen in Frage?
4. Welche Baumethoden eignen sich für nachhaltiges Bauen?
5. Welche Zertifikate gibt es für nachhaltiges Bauen und was muss man dafür erfüllen?
6. Wie können sich Planer und Handwerker für nachhaltiges Bauen qualifizieren?
7. Kostet nachhaltiges Bauen mehr als konventionelles Bauen?
8. Welche Vorteile bietet nachhaltiges Bauen für die Nutzer einer Immobilie?
Erscheinen demnächst:
9. Praxisbeispiele für nachhaltiges Bauen: Wohngebäude
10. Praxisbeispiel für nachhaltiges Bauen: Nichtwohngebäude
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Ein Beitrag der Redaktion vom HaustechnikDialog.