Für das Heizen und für die Aufbereitung von Warmwasser benötigen Haushalte durchschnittlich mehr als die Hälfte ihrer Energie. Um diese Energie noch sinnvoller zu nutzen, bieten sich Wärmespeicher an.
Für das Heizen und für die Aufbereitung von Warmwasser benötigen Haushalte durchschnittlich mehr als die Hälfte ihrer Energie. Um diese Energie noch sinnvoller zu nutzen, bieten sich Wärmespeicher an.
Bild: nikkytok/123rf/vzbv
Das gilt insbesondere dann, wenn erneuerbare Energien für die Wärmegewinnung genutzt werden. So liegt es z.B. nahe, eine Solarthermie-Anlage mit einem Wärmespeicher zu kombinieren. Dieser kann dann die während der Sonnenscheinphasen erzeugte Wärme aufnehmen und später zeitversetzt bei Bedarf an die Heizung abgeben oder Trinkwasser zum Duschen erwärmen. Für die Wärmespeicherung stehen Hausbesitzern verschiedene Arten von Speichersysteme zur Auswahl. Sie alle können Wärme über mehrere Stunden oder sogar Tage speichern.
Mit einem Warmwasserspeicher wird vor allem warmes Trinkwasser gespeichert, das direkt über den Wärmeerzeuger erwärmt wird. Wird ein bivalenter Warmwasserspeicher eingesetzt, kann die Speicherkapazität erhöht werden, denn diese Speicher werden von zwei Wärmeerzeugern mit Wärme versorgt, z.B. über Hybridsysteme aus Gasbrennwertheizung und Solarthermie. Der Pufferspeicher als Variante bietet sich vor allem für die Speicherung von erwärmtem Heizungswasser an. Als Kombispeicher wird sowohl warmes Heizungswasser als auch erwärmtes Trinkwasser bevorratet. Um die Hygiene beim Trinkwasser hochzuhalten, gibt es auch Pufferspeicher mit angeschlossener Frischwasserstation oder einem Edelstahlwellrohr, in welchem das Trinkwasser erst beim Durchfließen erwärmt wird.
Die höchste Effizienz bieten sogenannte „Schichtenladespeicher“. Sie speichern das erwärmte Wasser schichtweise. Oben herrschen dann die höchsten Temperaturen, während es im unteren Bereich am kältesten ist. Wer die erzeugte Wärmeenergie möglichst verlustfrei speichern möchte, kann auf Latentwärmespeicher setzen. Diese beinhalten Speichermaterialien, die ihren Aggregatzustand verändern können und so Wärme speichern. Das kann z.B. Paraffin.
Es nimmt Wärmeenergie auf und wird flüssig. Beim Verfestigen des Materials gibt es seine Wärme dann an das Heizsystem ab. Der Vorteil dieser Speicher liegt in der hohen Speicherfähigkeit. Allerdings ist die Anschaffung noch mit hohen Kosten verbunden. Ganz gleich, für welche Wärmespeicher-Variante sich Hausbesitzer entscheiden, die entsprechende Lösung sollte gut geplant werden. Nur ein richtig ausgelegter Wärmespeicher kann die erzeugte Wärmeenergie so effizient wie möglich aufnehmen und bei Bedarf abgeben. Neben der Auswahl des erforderlichen Speichervolumens ist dafür auch die passende Regeltechnik erforderlich.
Durch einen hydraulischen Abgleich kann das gesamte Heizsystem mit angeschlossenem Wärmespeicher zusätzlich optimiert werden. Dann können Hausbesitzer mit ihrem Wärmespeicher nicht nur Energiekosten sparen, sondern auch Emissionen nachhaltig senken und so die Umwelt schonen. Bei Fragen zu Heizungstechniken und Fördermöglichkeiten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot weiter. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt.
Besuchen Sie gern auch die kostenlosen Online-Vorträge rund um die Themen Energie sparen, Nutzung erneuerbarer Energien sowie Bauen und Sanieren. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 - 809 802 400.