Die DH Wohnen GmbH hat im Wohnquartier Taläckerallee in Künzelsau einen zukunftsweisenden Wohnungsbau realisiert. 80 barrierefreie Wohnungen wurden hier in serieller Holzmodulbauweise errichtet – effizient, ökologisch und mit starkem Vorfertigungsgrad. Entscheidend für den nachhaltigen Gesamterfolg: ein ebenso intelligentes wie leistungsstarkes Heizsystem, das dem energetischen Anspruch der Bauweise gerecht wird. Die Lösung kam von Mitsubishi Electric.
Bilder: Mitsubishi Electric LES Holzmodul trifft Wärmepumpe
Kompakte Bauweise, kurze Bauzeit und ein klimafreundlicher Materialeinsatz prägen die DNA des modularen Bauens. In Künzelsau wurde diese Denkweise konsequent umgesetzt. Die 112 verwendeten Holzbaumodule folgen dem Triple-Zero-Prinzip: minimale Emissionen, sortenreine Rückbaubarkeit und maximale Eigenstromnutzung. Genau hier setzt auch das Heizsystem an: vier Luft/Wasser-Wärmepumpen des Typs MEHP-iS-G07 liefern die nötige Wärmeenergie – effizient, leise und platzsparend.
Intelligente Technik für hohe Anforderungen
Die Großwärmepumpen von Mitsubishi Electric arbeiten mit invertergeregelten Scrollverdichtern und EC-Ventilatoren vollständig aus eigener Entwicklung. Das eingesetzte Kältemittel R32 verfügt im Vergleich zu R410A über ein um 68 % niedrigeres Treibhauspotenzial (GWP). Mit einer Leistungskennzahl (COP) von 3,2 bis 3,5 nach EN 14511 und einer Heizleistung von jeweils 110 kW erfüllen die Geräte selbst bei –20 °C Außentemperatur zuverlässig ihren Zweck. Dank ihrer modularen Konfiguration lassen sich Leistung und Betrieb dabei ideal auf das Objekt abstimmen.
Redundanter Betrieb für maximale Versorgungssicherheit
Die vier Wärmepumpen sind in zwei redundant arbeitenden Systemen organisiert. Je zwei Geräte bilden eine Anlage, die im Wechselbetrieb mit der anderen Anlage läuft. So bleibt die Versorgung auch bei Wartung oder Ausfall einzelner Komponenten stabil. In den beiden Tiefgaragen der Wohnanlage befinden sich die Technikräume: Dort übernehmen Pufferspeicher, Verteilerstationen und Sekundärpumpen die Weiterleitung in die Steigstränge der Gebäude. Innerhalb der Wohneinheiten sorgen Wohnungsstationen für die abgeglichene Verteilung der Wärme in die Heizkreise der Fußbodenheizung.
„Die Fernwartung, bei der ein Vorab-Check durchgeführt wird, bietet uns die Möglichkeit, vom PC aus direkt auf die Anlage zuzugreifen und bei einer Fehlerdiagnose gezielter zu reagieren“, erklärt Silvio Braun, Projektleiter bei der Windmüller Technik GmbH.
PV-Unterstützung inklusive
Auf den Dächern der vier Wohnblöcke ergänzen Photovoltaikanlagen das Konzept: Sie liefern regenerativen Strom zur Unterstützung des Wärmepumpenbetriebs – ein weiterer Baustein für den KfW-40-EE-Standard, den das Projekt erfüllt. Die Wärmepumpen nutzen damit nicht nur kostenlose Umweltenergie, sondern auch direkt erzeugte grüne Elektrizität.
Seriell bauen, seriell heizen – mit System
Serielles Bauen erfordert integrierte Lösungen. Die MEHP-iS-Serie von Mitsubishi Electric ist genau darauf ausgelegt: hohe Effizienz, flexible Skalierbarkeit, smarte Steuerung. Bis zu acht Geräte lassen sich via LAN-Logik vernetzen, gesteuert über einen Multi-Manager mit Funktionen wie Smart Defrost und Backup-Betrieb. Das sorgt für hohe Ausfallsicherheit, optimale Energieverteilung und einfache Wartbarkeit – ein Gewinn für Betreiber und Nutzer gleichermaßen.
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