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News vom 15.05.2026

Das eigentliche Problem bleibt die politische Dauer-Unruhe

Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz versucht die Bundesregierung sichtbar, die größten Fehler des bisherigen Heizungsgesetzes zu korrigieren. Das ist notwendig. Denn die vergangenen Jahre haben massiv Vertrauen gekostet – bei Eigentümern, Verbrauchern und Handwerk.

Bild: HTD<br /><br />
Bild: HTD

Das eigentliche Problem bleibt jedoch bestehen: Die Politik verändert permanent die Spielregeln.

Erst wurde der Wärmemarkt mit maximalem politischen Druck in eine Richtung gedrängt. Jetzt folgt die teilweise Korrektur. Gleichzeitig entstehen neue europäische Vorgaben, neue Nachweise und neue technische Anforderungen. Für Eigentümer und 

Betriebe entsteht so erneut der Eindruck: Wirklich dauerhaft gilt nichts mehr.

„Viele Menschen investieren derzeit nicht, weil sie grundsätzlich gegen Modernisierung wären“, erklärt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert. „Sie investieren nicht, weil sie befürchten, dass die politischen Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren schon wieder anders aussehen.“

Genau diese Dauer-Unruhe wird zunehmend zum eigentlichen Modernisierungshemmnis im Gebäudebereich.

Das SHK-Handwerk kann Wärmewende. Die technischen Lösungen sind da. Die Betriebe sind da. Was fehlt, sind dauerhaft verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Deshalb reicht es nicht, einzelne Regeln zu korrigieren oder neue Überschriften zu erfinden. Entscheidend ist, ob die Politik endlich aufhört, den Markt permanent mit neuen Ankündigungen, Korrekturen und Unsicherheiten zu überziehen.

„Die Menschen brauchen keine nächste Heizungsdebatte“, erklärt Hilpert. „Sie brauchen endlich das Gefühl, dass politische Regeln auch länger als eine Legislaturperiode Bestand haben.“

Hinzu kommt: Wer die Elektrifizierung des Wärmemarktes politisch will, muss endlich die Stromkosten senken. Solange Strom künstlich teuer bleibt, bleibt auch die Wärmewende unnötig teuer.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz kann ein Schritt zur Beruhigung des Marktes werden. Dafür muss das parlamentarische Verfahren jetzt aber genutzt werden, um das Gesetz einfacher, verständlicher und langfristig verlässlicher zu machen.
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