
Dipl.-Ing.
Robert Kremer
Heizungsjournal: Wirtschaftliche Planung zentraler Heizungs- und Trinkwassererwärmungsanlagen ist Voraussetzung zur Nutzung alternativer Energiequellen. Zentrale Heizung und Trinkwassererwärmung gehören heute, nach neuesten Anforderungen für den Wärmeschutz der Gebäude, mehr denn je zusammen.
Der Einfluss der neuen Wärmeschutzverordnung, neuer Hygienevorschriften und der Wunsch zur Nutzung alternativer Energiequellen führen dazu, dass bisher übliche Planungsgrundsätze überprüft werden müssen.
Die Bemessung und Schaltung der Wärmeerzeuger und Speicher muss dem geringer werdenden Wärmebedarf für Heizung und den Eigenheiten der Trinkwassererwärmung Rechnung tragen.
Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel und Trinkwassererwärmer sollen thermohydraulisch optimiert werden und können wirtschaftlich ab 300 KW als Doppelkesselanlage geplant werden.
Der Verzicht auf Kesselkreispumpen spart Energie und lässt interessante Schaltungen für Wärmeerzeuger und Trinkwassererwärmer zu.
Die Dimensionierung der zentralen Trinkwassererwärmung sollte genau auf das Bedarfsprofil abgestimmt werden. Anschlusswert und Volumen des Speichers sind dann wirtschaftliche Größen und entsprechen dem "idealen Trinkwassererwärmer" der auch zur Nutzung alternativer Energiequellen ideal ausgelegt ist.
Trinkwassererwärmung und Niedertemperaturheizung bieten optimale Temperaturbedingungen zur Brennwertnutzung im Winter und zur Nutzung der Solarenergie im Sommer.
Die Auslegung von thermischen Solaranlagen für große Objekte sollte auf die spezifischen Anforderungen der Trinkwassererwärmung Rücksicht nehmen.
Zirkulationsverluste sind bei hohen Temperaturen zu decken, während die Vorwärmung von Trinkwasser bei niedrigem Temperaturniveau erfolgen kann. Darum empfiehlt sich die Aufteilung des Trinkwassererwärmers auf Vorwärmstufe, thermische Weiche und Nachwärmer..
Diesen Fachbeitrag finden Sie in der
Sonderausgabe des Heizungsjournals zur ISH 2001.