
Dr.
Friedrich-Karl Läge.
Ölpreisschock als Investitionsmotor Deutschlands Heizungsmärkte schlingern zwischen - zu früh gefreut- und - zu spät reagiert-Gegenläufige Trends bei Alt- und Neubauten, zehn Jahre lang sinkende Energiekosten und dann urplötzliche Verdoppelung der Heizölpreise, schwacher Euro, widersprüchliche Ökosteuer und Subventionspolitik: Dieses Szenarium stellt die gesamte Heizungsbranche vor schwierige Probleme. Jetzt kämpft jeder gegen jeden. Endverbraucher und Betreiber reagieren wieder zu wenig und zu spät auf höhere Heizkosten. Die von Jahr zu Jahr perfekter werdende Heizungstechnik findet noch immer zu geringe Beachtung. Die Herstellerkapazitäten sind größer als die Nachfrage. Jeder sucht neue Nischen. Ausweichen auf den Export, Sortimentserweiterung in Richtung spartanisch einfache Funktionserfüllung von Höchstqualität, Luxus und Prestige, Einsatz alternativer Energiequellen um jeden Preis finden statt. Internationale Fusionen, Verlassen traditioneller Vertriebswege bringen vielerorts Verunsicherung. Unternehmen richtig zu führen war selten so schwierig wie heute. Eine Bestandsanalyse für Wärmeerzeuger und Heizflächen nebst allem, was dazu gehört, will die aktuellen Produktions- und Bedarfsstrukturen systematisch unter die Lupe nehmen, Entwicklungstrends aufzeigen, um den Leser vor Illusionen zu warnen, doch auch etliche zu wenig genutzte Chancen herausstellen.
Diesen Fachbeitrag finden Sie in der
Sonderausgabe des Heizungsjournals zur ISH 2001.