
Zur ersten Offenen Deutschen Meisterschaft der Solarstädte und -gemeinden ruft der Informationsdienst Solarthemen auf. Die zwei Kriterien für die laufend aktualisierte. Rangliste sind die installierte solarthermische Kollektorfläche und die Photovoltaik-Leistung jeweils pro Einwohner.
"Schon jetzt zeichnet sich ein klarer Trend ab: In unserer Solar-Bundesliga werden Großstädte einen schweren Stand haben", sagte Solarthemen-Herausgeber Guido Bröer bei der Vorstellung der Aktion auf der Messe ISH in Frankfurt. In der vorläufigen von den Solarthemen ermittelten Spitzengruppe tummeln sich vor allem kleine Städte und Gemeinden. „Die Basis für einen lokalen Solarboom haben dort oft ein paar Aktivisten oder engagierte Bürgermeister geschaffen", erläutert Bröer. Wo jahrelange persönliche Überzeugungsarbeit vor Ort den Boden bereitet habe, dort könnten auch die bundesweiten Förderprogramme viel mehr Früchte tragen als andernorts.
Derzeit führt in der - allerdings vorläufigen Spitzengruppe der Solar-Bundesliga die 2759 Einwohner-Gemeinde Furth bei Landshut. Der Ort legt mit 0,28 Quadratmetern Kollektorfläche und 132 Watt installierter Photovoltaik-Leistung pro Einwohner Werte vor, mit denen sich keine der aufwendig vermarkteten „Solarstädte" wie Freiburg oder Gelsenkirchen messen kann. Der Bundesdurchschnitt liegt trotz des Solarbooms im letzten Jahr nach aktuellen Schätzungen erst bei etwa 1,6 Watt Photovoltaikleistung und einer Kollektorfläche von knapp 0,04 Quadratmetern pro Kopf der Bevölkerung.
Mit der Solar-Bundesliga wollen die Solarthemen aber nicht nur solchen Mustergemeinden wie Furth eine Möglichkeit zur Selbstdarstellung bieten. Guido Bröer: „Uns geht es darum, für Kommunen, Umweltgruppen oder Handwerksinnungen, einen Anreiz zu schaffen, überhaupt fundierte Zahlen über die lokale Solarnutzung zu ermitteln." In den meisten Orten gebe es nämlich keine verlässliche Statistik über die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Beteiligung an der Solar-Bundesliga biete eine Chance, um in der lokalen Öffentlichkeit die wachsende
Bedeutung der erneuerbaren Energien für das Handwerk und den lokalen Klimaschutz deutlich zu machen. Die Bundesliga wird im Internet unter
www.solarthemen.de laufend aktualisiert. „Dabeisein ist alles", macht Bröer auch solchen Kommunen Mut, die noch einiges tun müssen, um in der neuen Liga ganz vorne mitzumischen.
Meldungen für die Solar-Bundesliga kann jeder abgeben (z.B. Solarvereine, kommunale Energiebeauftragte, Stadtwerke, Innungen, Installateure), der die ermittelten Daten glaubhaft belegen kann. Genaue Ausschreibungsunterlagen sind im Internet zu finden unter
www.solarthemen.de. Sie können auch bestellt werden bei: Solarthemen, Bültestraße 85, 32545 Bad Oeynhausen, Fax 05731/83469.