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News vom 12.04.2001

Stromwirtschaft befürchtet: EnEV bringt Einsparung an Arbeitsplätzen, aber nicht an Energie


Arbeits- und Ausbildungsplätze beim Handwerk und in der Industrie stehen auf dem Spiel, wenn der am 7. März d. J. im Kabinett verabschiedete Entwurf der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Bundesrat nicht geändert wird!" Das sagte Dipl.-Ing. Jörg Zöllner, Geschäftsführer des Fachverbandes für Energie-Marketing und -Anwendung (HEA) e.V. in Frankfurt a. M., anlässlich der Sanitär und Heizungsmesse ISH am 28. März d. J. vor der Presse.

Besonders betroffen von dem Entwurf wären die elektrische Warmwasserbereitung sowie die neue Elektro-Speicherheizung ( mit Lüftung und Wärmerückgewinnung). Die im Entwurf festgelegten Vorgaben kämen für die genannten Techniken einem wirtschaftlichen Verbot gleich. Die Tragweite dieses Vorhabens zeige sich insbesondere bei der Warmwasserbereitung, die in unserem Lande zu 45 Prozent von Elektro-Warmwassergeräten gedeckt werde.

Mit ideologischer Feder geschrieben
So befürchtet allein das installierende Elektrohandwerk mittelfristig einen Umsatzverlust von 1,5 Mrd. DM. Darüber hinaus sei auch ein beträchtliches Wirtschaftspotential bei der Geräte herstellenden Industrie sowie bei den Stromversorgern gefährdet. Letztere würden nach Angaben von Zöllner mittelfristig im Haushaltsbereich 35 Mrd. Kilowattstunden (kWh) verlieren. Das sind 26 Prozent des Stromabsatzes an private Haushalte bzw. sieben Prozent der gesamten Stromabgabe des Wirtschaftszweiges.

Besonderer Kritikpunkt der Stromwirtschaft am Entwurf der Energieeinsparverordnung gilt der mehr ideologisch denn sachlich begründeten Heranziehung der Primärenergie zur Bewertung der Anlagentechnik, die im Entwurf integriert mit dem Wärmeschutz betrachtet wird. Nach Meinung der Stromwirtschaft wurden die Werte bewusst so gewählt, dass die stromgestützten Systeme für Heizung und Warmwasser wirtschaftlich unrentabel werden. Renommierte und neutrale Institute bestätigen die Einschätzung.

Bundesrat soll Wettbewerbsverzerrung korrigieren
Eindeutig und einseitig begünstigt würden dagegen fossile Zentralheizungs- und Warmwassertechniken. Damit laufe die eigentlich angestrebte und von der Stromwirtschaft ausdrücklich unterstützte Zielsetzung der EnEV nach Energieeinsparung und CO2-Reduzierung, so Zöllner "absolut fehl, ja sie werde konterkariert, denn Energieeinsparung wird nicht erreicht." Er appellierte deshalb an die im Bundesrat versammelten Länder, hier in ihrer Sitzung am 11. Mai dieses Jahres korrigierend einzugreifen und die unrealistischen Anforderungen für die Strom-Hauswärmetechnik zu modifizieren - dies sowohl aus ökologischen und ökonomischen als auch aus Gründen eines fairen
Wettbewerbs zwischen den Energieträgern.

Den Verbraucher nicht bevormunden
Wenn es der Bundesregierung ernst sei mit dem mündigen Verbraucher, so Zöllner abschließend, "dann bevormundet sie diesen nicht, sondern überlässt es ihm, sich für den Energieträger und für
Lösungen seiner Wahl zu entscheiden." Auch wenn es bestimmten Gruppierungen nicht gefalle, so stünden energiesparsame, strombetriebene Systeme und Techniken zum Heizen, Lüften und zur
Wassererwärmung bereit, die alle Forderungen nach Energieeinsparung und CO2-Minderung hervorragend erfüllten. Paradebeispiele hierfür seien u. a. die Wärmepumpe und die Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung.

Dass die Nutzung von Strom im Wärmemarkt eine gute und richtige Wahl ist, zeigte der Fachverband vom 27. bis 31. März d. J. auf der ISH unter dem Leitthema "Wärme+: Energiesparlösungen mit Strom".
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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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