Erfolgreiches Zusammenspiel von Architektur und Technik: Sonderschau zeigt die gelungensten Projekte auf der ISH 2001
Elf Produkte und Systemlösungen werden im Rahmen der ISH 2001, der internationalen High-Tech-Messe für Sanitär und Heizung in Frankfurt am Main, mit dem Innovationspreis für Architektur und Technik ausgezeichnet. Die Prämierung erfolgte Ende Februar durch eine Architekten-Jury. Feierlich verliehen werden die Preise am 28. März 2001 im Foyer der Halle 10.1. auf dem Frankfurter Messegelände. Die ausgezeichneten Produkte und Systemlösungen sind dort in der Sonderschau Innovationspreis Architektur und Technik während der gesamten ISH zu sehen.
Der erste ISH-Innovationspreis Architektur und Technik entstammt einer Kooperation zwischen der Messe Frankfurt GmbH mit den Architektur-Fachzeitschriften AIT und Intelligente Architektur und wurde in den Kategorien Sanitär und Heizung ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Industrieunternehmen und Architekten oder Innenarchitekten, die gemeinsam in enger Zusammenarbeit Produkte oder Systemlösungen entwickelt haben.
25 Teams reichten insgesamt 33 Produkte oder Systemlösungen ein. Bewertet wurden dabei die Ergebnisse der produkt- bzw. projektbezogenen Zusammenarbeit von Industrieunternehmen mit Architeken oder Innenarchitekten.
In der Kategorie Sanitär wurde der Innovationspreis für Architektur und Technik einmal als 1. Preis, zweimal als besondere Anerkennung und dreimal als Anerkennung vergeben.
In der Kategorie Heizung ging der Innovationspreis Architektur und Technik einmal als 1. Preis, einmal als besondere Anerkennung, zweimal als Anerkennung und einmal als Sonderpreis an die Gewinner.
Der Jury gehörten an:
Prof. Dipl.-Ing. Gerd Gassmann, Architekt, Karlsruhe
Prof. Dipl.-Ing. Andreas Löffler, Architekt, Karlsruhe
Dipl.-Ing. Elmar Schossig, Architekt, Köln
Folgende Firmen und Produkte wurden mit dem Innovationspreis Architektur und Technik ausgezeichnet:
In der Kategorie Sanitär: 1. Preis an:
Kuhfuss-Sanitär GmbH mit
Design Engineering B+T Partner
für das System Kuhfuss-Sanitärachitektur
Die Jury zeichnet den innovativen Ansatz, den Sanitärbereich – quasi die letzte nicht flexible Einheit im Objektbau – flexibel zu gestalten, aus. Möglich wird diese "Systemarchitektur" durch Integration zweier Technologien: dem Einsatz der Vakuumtechnik und einem segmentierten Leitungssystem, bei dem die Anschlüsse durch Steckverbindungen erfolgen.
Als "Besondere Anerkennung" an
HighTech+Vola AG mit
Eduardo Gordillo, co.de.2 design
für Tension Handwaschbecken und Waschtisch
Die Jury lobt besonders den innovativen Einsatz der Materialien Silikon und Edelstahl für die "Konstruktion" eines Waschbeckens. Dadurch entsteht ein völlig neuer Typ Waschbecken, der sowohl als integraler Bestandteil, wie auch im Kontrast zu zeitgenössischer Architektur seinen Platz finden wird.
Als "Besondere Anerkennnung" an
Ceramica Catalano srl. mit
Nilo Gioacchini
für die Badserie Sisterna ZERO
Die Jury lobt besonders die puristische und minimalistische Formgebung, die zeitlosen architektonischen Kriterien gerecht wird. Daraus resultiert eine "typologische Flexibilität", die das Sanitärkeramiksystem gleichzeitig prägnant wie universell einsetzbar erscheinen lässt.
Als "Anerkennung" an
Minetti mit
Adelheid Decking
für "bluToo" das Montagesystem für
Waschschalen
Die Jury lobt das einfach und überzeugende Montagesystem als filigrane Alternative zum klassischen Tisch. Durch ein oder drei Andockstellen am Knoten werden alle denkbaren Waschtischtypen möglich, wobei stets schlüssige Gesamtlösungen entstehen.
Als "Anerkennung" an
INDA S.P:A. mit
Antonio Citterio und Sergio Brioschi
für die Badmöbelserie H20
Die Jury lobt die Vielfalt und Konsequenz, mit der alle Einzelteile des Programms die Möglichkeiten individueller Badgestaltung erschließen.
Als "Anerkennung" an

Duravit mit
Norman Foster
für die Badserie "Foster"
Die Jury lobt die großzügige und klare Formensprache. Souverän überzeugt die Badserie als ganzheitliche Lösung, die großstädtisches Flair und Internationalität vermittelt.
In der Kategorie Heizung Preis an
Lüftomatic GmbH mit Wütherich/Bühler und
Krebser + Freyler (Haustechnik)
für das Lüftomatic FLG-System
Die Jury zeichnet die konsequente Umsetzung der Funktionen Heizen, Lüften, Filtern und Wärmerückgewinnung in einem kompakten, autark arbeitenden Gerät aus. Damit entfällt der bauliche Aufwand für ein Zentral-System. Das Thema "Kontrollierte Lüftung", besonders für energetisch anspruchsvolle Sanierungsprojekte, wird weiterentwickelt.
Als "Besondere Anerkennung" an
SCHÖKO-Wärmetauscher GmbH mit
Wilfried Kammerl
für den PEBE-Heizkörper-Anschlussblock
Die Jury lobt besonders die einfache Lösung eines alltäglichen Problems. Damit wird ein in vielerlei Hinsicht problematischer Anschlusspunkt bei Neu- und Umbauten technisch und optisch einwandfrei gelöst.
Als "Anerkennung" an
Schüco International KG mit
Allo Aßmann
für das Solarhaus mit Klimagarten in Enger
Die Jury lobt den ganzheitlichen Ansatz des Projektes. Dabei kommt es darauf an, dass hier nicht das bloße Aufsetzen von Solarbauteilen praktiziert wurde, sondern beide Planungspartner sich um eine integrierte Lösung bemüht haben.
Als "Anerkennung" an
Wolf GmbH mit
Reiner Moll, Design und Innenarchitektur
für die Heizkesselgeneration TopOne
Die Jury lobt das architektonische Erscheinungsbild des Heizkessels, dass ihn in die Nähe eines Möbelobjektes rückt. Dabei überzeugt auch die ausgereifte Gasbrennwerttechnik mit höchstem Komfort in Betrieb, Wartung und Bedienung. Besonders hervorgehoben wird noch die integrierte Solarregelung.
Als "Sonderpreis" an
SOLVIS Energiesysteme GmbH & Co. KG mit
Banz und Riecks, Architekten BDA
für den Entwurf eines solaren Produktions- und Verwaltungsgebäudes
Die Jury verleiht den Innovationspreis als Sonderpreis für den integralen Ansatz einer Projektentwicklung für und mit einem in der Solartechnik engagierten Bauherrn. Unter Führung der Architekten Banz und Riecks entwickelte das Projektteam einen architektonisch herausragenden Entwurf, in dem Solartechnik und Industriebau zukunftsweisend vereinbart werden.
Weitere Informationen zur ISH und dem Innovationspreis Architektur und Technik:
Messe Frankfurt GmbH
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