
Der Heizungsmarkt ist im Aufbruch, verschiedenste Alternativen - so die Hersteller - werden zukünftig Ölbrennern und Gasthermen das Leben schwer machen. Eine Variante kommt dabei aus Schweinfurt von der Firma Senertec und heißt "Dachs". Hinter dem Namensvetter des im Wald lebenden Marders verbirgt sich ein Blockheizkraftwerk für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Gewerbebetriebe sowie kommunale Liegenschaften, wie z. B. Schulen, Hallenbäder, Sporthallen ...
Strom und Wärme aus einem Gerät, mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) ist dies schon seit längerem möglich, doch war diese Technik meist nur mittleren bis großen Anlagen vorbehalten. Senertec hat sich auf die Herstellung von Kleinanlagen spezialisiert und damit eine Marktnische gefunden, die bislang nicht besetzt war. Trotz steigender Konkurrenz hält das Unternehmen nach eigenen Angaben je nach Größenklasse der Geräte zwischen 75 bis 90 Prozent der Marktanteile. Nahezu 5.000 Dachse liefern heute in Deutschland und dem europäischen Ausland Strom und Wärme. Den verschärften Wettbewerb sieht Senertec dabei sogar positiv, so Verkaufsleiter Holger Zytur: "Die Zunahme an Mitbewerbern zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Markt ist allerdings derzeit noch in der Aufbauphase, muss sich erst entwickeln. Das Potenzial, das in der Kraftwärmekopplung steckt, ist groß - und wer zukünftig mit Brennstoffzellen umgehen will, der muss jetzt die BHKWs nutzen."
Die Mini-BHKWs werden ausschließlich über den Fachhandwerker vertrieben. Dies sichere den hohen Qualitätsanspruch, den das Unternehmen an seine Produkte stelle. So werden Handwerker der Installationsbetriebe auf die speziellen Anforderungen an die Installation der Geräte gezielt geschult.

Die Kleinkraftwerke arbeiten mit einem Verbrennungsmotor und liefern je nach Ausführung zwischen 5 bis 33 Kilowatt elektrische sowie 10 bis 77 Kilowatt thermische Energie. So deckt Senertec den Energiebedarf vom Einfamilien- über das Mehrparteienhaus bis hin zum Gewerbebetrieb ab. Betrieben werden können die Anlagen je nach Ausführung mit Erdgas, Flüssiggas, Heizöl, Klärgas, Biogas oder Biodiesel. Und dass sich die Stromerzeugung im eigenen Keller rechnet, zeigt Senertec an dem Kostenbeispiel eines Hallenbads in Sennfeld mit einem 25 Meter langen Schwimmbecken. Durch das Einspeisen von Strom in das öffentliche Netz, durch eingesparte Stromsteuer sowie Mineralölsteuerrückerstattung konnte abzüglich der Betriebskosten ein jährlicher Überschuss von über 20.000 Mark erzielt werden. Zudem fördern zahlreiche Kommunen nach Auskunft von Senertec die Anschaffung eines BHKW, die Städte München, Frankfurt und Hamburg beispielsweise mit Beträgen zwischen 5.000 bis 10.000 Mark.