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Die Fachwelt redet darüber, die Kommunikationsbranche ist vorbereitet, die Elektro- und Hausgerätehersteller haben Konzepte in den Schubladen. Die Verbraucher indes bekunden erstes Interesse am vernetzten Haushalt. Als Marke mit eigener Elektronik-Kompetenz ist Miele für das "Smart Home“ bereit. Das offene Konzept heißt "Miele@Home“ und wird zur Domotechnica 2001 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der englische Begriff "smart“ bedeutet soviel wie klug oder gewitzt, in gewissem Maß sogar intelligent. Die mit Vollelektronik ausgestatteten Miele-Geräte sind bereits "intelligent“, denn die Steuerungselektronik mit ihrem Mikroprozessor als "Gehirn“ ist die wichtigste Voraussetzung zu einem "intelligenten Haus“. In so einem Haus oder einer Wohnung lassen sich elektrische Geräte miteinander verbinden und von einer zentralen Stelle aus steuern. Voraussetzung ist natürlich, dass die Geräte selbst auf dem entsprechenden technischen Stand sind. Bei Miele sorgt die ausgereifte Elektronik für Netzfähigkeit.
Grundsätzlich wird ein intelligentes Haus über einen Computer, ein Telefon oder ein Handy gesteuert. Sogar die Bestückung eines Hauses mit Mikrofonen ist denkbar, so dass per Spracheingabe jederzeit jedes Gerät angesteuert werden kann. - Eine Vorstellung, die zwar noch Zukunftsvision ist, aber später einmal sicher umsetzbar wird - z.B. durch die Funkverbindung "Bluetooth“.
Kernstück von "Miele@Home“ ist eine zentrale Steuerung im Haus zur Bedienung der Geräte und zur externen Kommunikation. Die Bedienung läuft über einen Flachbildschirm in der Küche, der auf Fingerdruck reagiert, ein sogenannter "Touch Screen“. Der dazugehörige Rechner verschwindet im Oberschrank, der Bildschirm wird bei Nichtbenutzung weggeklappt. Über diesen Bildschirm, dem „Familienterminal“, können alle elektronisch gesteuerten Hausgeräte angewählt werden. Dabei geht "Miele@Home“ weit über simple Kontrollfunktionen hinaus, also etwa der Überprüfung, ob denn der Herd ausgeschaltet ist. So kann zum Beispiel die Waschmaschine quasi eigenständig den Kundendienst rufen und auch gleich die Fehlerdaten übermitteln. Und der Miele-Kundendienst wird nach Abstimmung mit dem Besitzer neue Programmdaten über die Update-Funktion einspeisen - ohne ins Haus zu kommen.
Durch die Verbindung mit externen Anbietern eröffnet dieses System viele weitere Anwendungsmöglichkeiten: Internet, Einkaufslisten-Hilfe, Kochrezepte, elektronischer Familienkalender / Terminplaner / Notizzettel, sogar Fernsehen. Umsetzbar ist, was gewünscht wird.
Damit "Miele@Home“ Bestandteil eines echten "Smart Home“ wird, muss die Vernetzung nicht nur im Haus, sondern mit einer Verbindung nach außen funktionieren. Auf diese Weise ist Kontrolle und Steuerung des Haushalts auch vom Büro oder vom Urlaubsdomizil aus möglich. Dazu ist eine Verbindung des In-Haus-Netzwerks mit der Außenwelt nötig. Diese Verbindung wird über das Internet geschaffen, genauer: über ein Gateway, das entweder direkt oder über einen Service-Provider Anbindung an das Internet hat. Auf diese Weise kann das "Smart Home“ über alle mobilen Endgeräte erreicht werden. Das können Handy, Telefon oder Laptop sein. So könnte man auch alle anderen Elektrogeräte und -anlagen im Haus erreichen, zum Beispiel die Heizung.
Vernetzung, Datenübertragung und Steuerung von Geräten im Haus sind technisch längst möglich. Das Problem vor der Umsetzung ist die Vielfalt der Möglichkeiten. Die Entwickler der Miele-Elektronik beschäftigen sich bereits seit einigen Jahren mit dem Thema Vernetzung. In der Praxis flossen die Ergebnisse dieser Entwicklung bereits in das "InHaus Duisburg“ ein. Das "Innovationszentrum Intelligentes Haus“ ist ein Projekt in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut. Hier stehen beispielhaft vier verschiedene Netzwerkzugänge zur Verfügung. Die Miele-Hausgeräte sind in der Lage, mit jedem der verschiedenen Netzwerke zu arbeiten. Im Alltag wäre eine solche Vielfalt jedoch zu aufwendig und zu teuer.
Doch bisher gibt es keinen einheitlichen, herstellerübergreifenden Standard - weder für die alle Elektrogeräte umfassende Vernetzung im Haus, noch für die technische Lösung der Übertragung "nach draußen“. Anders als einige Hersteller strebt Miele jedoch keine Insellösung an. Das Unternehmen setzt in diesem zukunftsträchtigen Bereich auf Weitsicht und Kooperation mit anderen Branchen. Auf europäischer Ebene wurden bereits erste Schritte zur Standardisierung gemacht. In Brüssel haben sich die drei bestehenden Syteme EIB (European Installation Bus), EHS (European Home System) und BBC (Bati Bus Club) unter einem Dach zu KNX (Konnex) zusammengeschlossen. Welche technische Lösung sich auch durchsetzen wird: Wie das Konzept "Miele@Home“ zeigt, ist der deutsche Hersteller aufgrund seiner ausgereiften Elektronik auf alle technischen Lösungen vorbereitet.
Beim Konzept "Miele@Home“ bezieht der Hausgerätehersteller für die Bus-Lösung innerhalb des Hauses deutlich Stellung: "No new wires - keine neuen Kabel.“ Eine Antwort auf diese Forderung ist beispielsweise PLC (Power Line Communication). Dabei findet der Datenaustausch über die vorhandene Stromleitung statt. Zur praktischen Anwendung ist neben der entsprechenden Software in der Geräteelektronik lediglich ein Zusatzteil (Modem) notwendig.
Technisch möglich ist schon jetzt vieles. Die Umsetzung hängt von den Wünschen der Verbraucher ab. Die Vorstellung ist verlockend: In einigen Jahren wird man per Handy den Herd zu Hause steuern können. Und pünktlich zum Feierabend ist das Menü gekocht.
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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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