Vier Absolventen der HTL Pinkafeld in Österreich reisten zusammen mit Prof. Dipl. Ing Ulrich Spener im August nach Togo in Westafrika um ihr Matura Projekt, welches eine saubere und hygienische Wasserversorgung einer Schule in Lomé behandelte, umzusetzen. JUDO unterstützte dieses Projekt mit einer Wasseraufbereitungsanlage.
Projektteam
Brunnenschacht
Wasserentnahmestelle. Alle Bilder: © HTI Pinkafeld
Im Lycée de Lomé Port, ein Gymnasium mit 3.000 Schülern, welches in einem der
ärmsten Vierteln der Hauptstadt Togos, in Lomé, liegt, herrschten bis zum
diesjährigen August katastrophale sanitäre Zustände. Für die Schüler und die
umliegenden Bewohner der Schule gab es nur einen Ziehbrunnen mit stark
verunreinigtem und kontaminiertem Wasser sowie nur sechs einfachste und stark
verschmutzte Toiletten.
Nachhaltige Hilfe
Um diese Zustände ein für alle Mal der Vergangenheit angehören zu lassen, reisten
jeweils zwei Absolventen der Bau- und der Gebäudetechnikabteilung der HTL Pinkafeld zur Schule und errichteten dort gemeinsam mit 30 Schülern des Lycée neben einem neuen Brunnen mit 21 Meter Brunnentiefe, auch einen sechs Meter hohen Wasserturm aus Holz und installierten eine JUDO Wasseraufbereitungsanlage um den Schülern und der Bevölkerung aus der Umgebung stündlich zwischen 2,5 und 3 m3 sauberes und nicht mehr gesundheitsgefährdendes Wasser bieten zu können.
Damit ist das Projekt aber längst noch nicht abgeschlossen wie der mitreisende
Professor und Projektbetreuer Dipl.-Ing Ulrich Spener von der HTL erklärt; „Nur
sauberes Wasser reicht noch nicht, im Dezember planen wir die Umsetzung des
nächsten Schrittes, welcher die Errichtung eines neuen Sanitärhauses mit Duschen
und Toiletten vorsieht, dafür werden aber noch dringend weitere Spenden benötigt“.
Auch dann sollen wieder Schüler bzw. Absolventen der HTL im Rahmen ihrer
Abschlussarbeit gemeinsam mit Prof. Wolfgang Leeb nach Togo reisen, um das
Sanitärhaus zu verwirklichen.
Die langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit der beiden Schulen steht dabei im
Vordergrund, um nicht nur sauberes Wasser zu bieten, sondern auch um einen
Wissenstransfer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bewirken. Dies geschah
bereits dadurch, dass die 30 Schüler und Schülerinnen des Lycées den Umgang mit dem Werkstoff Holz, das Herstellen von Mauersteinen und das Herstellen von Beton
erlernten. Diese Handfertigkeit kann Ihnen zukünftig helfen zu überleben.
Einzigartige Erfahrungen
„Für alle Beteiligten war es eine sehr spannende Reise, mit unvergesslichen
Erfahrungen fürs Leben und sehr berührenden, prägenden und schönen Momenten“,
berichtet Jakob Hofbauer ein Absolvent der Gebäudetechnikabteilung. Ein solcher
Moment war zu sehen wie freudig und dankbar die Menschen das „neue“ saubere
Wasser annahmen, ergänzt Hans Peter Pratscher, Absolvent der Bauabteilung.
„Trotz einiger Schwierigkeiten gelang es diese aufwendigen Arbeiten in etwas
weniger als zwei Wochen zu vollbringen, eine unbeschreibliche Leistung aller
Beteiligten, die zeigt was man gemeinsam mit einem ambitionierten Team alles
erreichen kann, ich bin sehr stolz auf meine ehemaligen Schüler“, schließt Ulrich
Spener ab.
Weitere Informationen zum Projekt/Spendenkonto erhalten Sie unter
www.judo.eu/Togo