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SzeneNews vom 09.09.2008

Kulturelles Engagement als Unternehmensziel: Dornbracht Culture Projects.

Seit 1996 unterstützt das Unternehmen Dornbracht kontinuierlich ausgewählte Ausstellungen und Projekte im Rahmen der Dornbracht Culture Projects. Neben der seit 1997 von Mike Meiré / NEO NOTO kuratierten Ausstellungsreihe der Dornbracht Statements und Perfomances sowie den Dornbracht Installation Projects im MMK Frankfurt, bilden die Sponsorships die dritte Ebene der Kulturkommunikation. Im Rahmen der Dornbracht Sponsorships im Museum Ludwig in Köln ist Tobias Rehbergers „Das-kein-Henne-Ei-Problem“- Wandmalerei gestartet sowie die Ausstellung des englischen Künstlers Savage im „Hotel Marienbad“ in den Kunst-Werken,
Berlin.

Dornbracht Culture Projects. Foto: Dornbracht
Dornbracht Culture Projects. Foto: Dornbracht
Das international tätige Unternehmen verfolgt mit seinem langfristigen kulturellen Engagement den Anspruch, eine eigene kulturelle Identität und Relevanz zu entwickeln. Triebfeder der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen, diskursorientierten künstlerischen Positionen und initiierten Projekten sind die eigenen Unternehmenswerte „Offenheit“ und „Konsequenz“. Das Kulturengagement gliedert sich in die Bereiche: Statements/Performance, Dornbracht
Installation Projects® und die Dornbracht Sponsorships.

Die Statements Ausstellungsreihe
Für die Statements Ausstellungsreihe werden seit 1997 international renommierte Künstler, Fotografen, Musiker, Autoren und Designer aufgefordert, in ihrem jeweiligen Genre freie Arbeiten zu den Themen Wasser, Reinigung und Rituale zu erstellen. Sämtliche Statements Projekte wurden in ihrer Konzeption und inhaltlichen Richtung von Dornbracht in Zusammenarbeit mit NEONOTO, Mike Meiré initiiert. Nach der Entwicklung der Grundidee für die jeweiligen Projekte werden die Künstler ausgewählt, die Ausstellungen an den geeigneten Museen und Orten präsentiert, das Kunstereignis dokumentiert und im öffentlichen Raum kommuniziert. Die limitierten Statements Ausgaben versammeln vielschichtige Interpretationen von Badritualen und Badkultur und bieten den Künstlern ein internationales Forum. Die Statements-Reihe startete 1997 mit den Fotografen Nick Knight (London), Juergen Teller (London), Daniel Josefsohn (Hamburg) sowie dem Objektkünstler Hadrian Pigott (London) und dem Autor Uwe Kopf (Hamburg).In der Anfang 1998 veröffentlichten Ausgabe „Statements II – Bathcouture“ dokumentieren die Arbeiten von Inez van Lamsweerde (New York), Pierre et Gilles (Paris), Micha Klein (Amsterdam), Danielle Kwaaitaal (Amsterdam) und der Autorin Sybille Berg (Zürich) für Dornbracht die Vielfalt moderner Fotografie, Kunst und Literatur und damit die unterschiedlichen Aspekte der Badkultur. Die dritte Ausgabe „Statements 003 : 99 - The Video Issue“ besteht aus Videoarbeiten von Douglas Gordon (Glasgow), Rosemarie Trockel (Cologne) und Lothar Hempel (Cologne) sowie einem textlichen Beitrag von Benjamin von Stuckrad-Barre. Statements IV stellt eine interdisziplinäre Begegnung von elektronischer Musik und visueller Computer-Animationskunst dar. Die Musik von To rococo rot (Berlin), Opiate (Kopenhagen) und Mouse on Mars (Köln/Düsseldorf) kontrastiert die Bilder und Animationen des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer (Zürich). Die Ausstellung zu Statements IV im Mai 2000 eröffneten To rococo rot (Berlin) und Opiate mit einem Live-Act in den Berliner KUNST-WERKEN.

Statements V wurde zu den Fashionshows „Men´s Collections Spring/Summer 2001“ im Pariser Concept-Store „colette“ sowie in der Galerie Franck präsentiert. Veronique Branquinho, Jeremy Scott, Raf Simons und Bernhard Willhelm zeigten im Rahmen der Ausstellung ihre persönliche Vision von Badkultur. Die vier jungen Designer zählen mit ihrer Arbeit zur internationalen Fashion-Avantgarde. Wie auch bei den vorangegangenen Statements wurden die Arbeiten von den Künstlern eigens für das Kunstprojekt von Dornbracht geschaffen. Statements (six), lässt sich durch die beiden Begriffe „Reflektion“ und „Rückbesinnung“ charakterisieren. Dornbracht konnte mit Rita Ackermann und Nicola Tyson zwei zeitgenössische Malerinnen und mit Mark Borthwick einen der interessantesten Avantgarde-Modefotografen der letzten Jahre für das Projekt gewinnen. Die Premiere von Statements (six) fand im Rahmen der New Yorker International Furniture Fair ICFF in den Räumen der ehemaligen Yves Saint Laurent Boutique/ Soho statt. In Deutschland wurde die Ausstellung erstmalig auf der ART Cologne 2002 gezeigt.

Statements 7 stellte zunächst den Höhepunkt der Statements-Projekte dar: Die Skulpturen wurden in Venedig anlässlich der 50. Biennale di Venezia präsentiert. Statements 7 widmete sich dem Körperlichen der Kunst und zeigte skulpturale Arbeiten der drei Künstler Steven Gontarski, Marc Quinn und Thomas Rentmeister. Eine 12,5 m hohe Orchidee – entworfen von Marc Quinn – wurde im Canale Grande, (am Rande) der Sammlung Peggy Guggenheim, installiert. Die Arbeit Santo* von Thomas Rentmeister umfasste 145 Kühlschränke, die zu einer einzigartigen Architektur modelliert und mit Penaten-Creme verspachtelt wurden. Steven Gontarski produzierte eine hochglänzende Figur, gegossen in Polyester und stellte diese auf einen sechs Meter hohen, mit Graffiti besprühten Sockel. Marc Quinns Orchidee wurde 2005 von Dornbracht im Seilersee / Iserlohn installiert und an den Unternehmensstandort zurückgeführt.

Die Performance-Reihe
Seit 2005 führt Dornbracht sein Kulturengagement mit neuer Programmatik weiter: Performances. Mit dem Wechsel von der bildenden zur darstellenden Kunst startete zur Mailänder Möbelmesse die erste Performance. Anders als bei Statements, die jährlich eine einmalige Ausstellung inszenierten, zielt das Performance-Konzept auf ein aktivistisches, direktes, gegenwärtiges Moment. Diese neue Programmatik stellt den temporären, situativen Charakter und das singuläre Erlebnis in den Vordergrund. Performance 1 „Dendron“, eine einstündige Tanzperformance, wurde einmalig im April 2005 aufgeführt und ist auf der Homepage www.cultureprojects.com anzuschauen. „Dendron“ wurde von Mark Jarecke, Schüler des legendären Merce Cunningham, choreographiert. Performance 2, präsentiert im September 2006 im ehemaligen Postfuhramt Berlin, lotet die physischen Grenzen des Körpers aus. Mit seiner Schlagzeugperformance probt der New Yorker Künstlers Dave Nuss die Ekstase. In Berlin, erstmalig solo, spielte er bis zur physischen und mentalen Erschöpfung, umgeben von Publikum und einer Kamera, die sich ständig um ihn herum dreht. Performance 1 und Performance 2 sind als DVD im Revolver Verlag erschienen.

Die Dornbracht Sponsorships
Mit den Dornbracht Sponsorships unterstreicht das Unternehmen sein kulturelles Engagement und wendet sich an die breitere Öffentlichkeit. Als mittelständisches Unternehmen reiht sich Dornbracht mit finanziellem und personellem Engagement in die Riege der internationalen Sponsoren ein. So sponserte Dornbracht im Guggenheim Museum SoHo, New York, die Ausstellung des italienischen Medienkünstlers Fabrizio Plessi. Die Förderungen des deutschen Beitrages für die 48. und 49. Biennale für zeitgenössische Kunst in Venedig waren weitere Meilensteine im unternehmerischen Kulturengagement. Dornbracht war Hauptsponsor des Deutschen Pavillons, der 1999 von Rosemarie Trockel und 2001 von Gregor Schneider bespielt wurde.

2002 startete mit „Inside the White Cube – in association with Dornbracht“ ein Kunstprojekt in London: Gemeinsam mit der Londoner Galerie White Cube präsentierte Dornbracht ein monatlich wechselndes Programm, das von Louise Neri kuratiert wurde. Die Ausstellungsreihe trug den Titel „Antipodes“; die Ausstellungen zeigten unter anderem Arbeiten von Katharina Grosse, Andreas Gursky, David Hammons, Daido Moriyama und Daniel Roth. 2004 förderte Dornbracht mit „Muerte sin fin“ die erste Einzelausstellung der mexikanischen Künstlerin Teresa Margolles im MMK, Frankfurt. 2006 folgte „Into me / Out of Me“, eine Ausstellung mit der sich Kurator Klaus Biesenbach (u.a. P.S.1 Contemporary Art Center New York) auf eine Spurensuche durch die Kunst der Performance ab den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begibt. Die Ausstellung wurde im P.S.1 Contemporary Art Center, New York, in den Kunst-Werken, Berlin und MACRO, Rom gezeigt. „An American Index of the Hidden and Unfamilar“ war der Titel einer neuen Werkserie von Taryn Simon, die 2007 von Dornbracht im Rahmen der Sponsorships gefördert wurde.

Die Ausstellung wurde von Udo Kittelmann kuratiert und im MMK, Frankfurt erstmalig in Europa präsentiert Taryn Simons Werkserie untersucht die Gesellschaft mittels sorgfältiger Dokumentation tabuisierter Sujets aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Medizin, Natur und Religion. Im KW Institute for Contemporary Art, Berlin, fördert Dornbracht Culture Projects das Projekt “Hotel Marienbad”. Vom 6. Juli bis 17. August 2008 findet die Ausstellung des englischen Künstlers Savage statt. Als „Diskrete Interventionen“ in Konsum und Lifestyle beschreibt der Künstler seine Arbeiten, die scheinbar der Logik des Marktes folgen, diesen aber ausnahmslos unterlaufen.

Das Museum Ludwig in Köln präsentiert mit der Eröffnung von Tobias Rehbergers „Das-kein-Henne-Ei-Problem“- Wandmalerei am 27. Juni 2008 ein weiteres Förderprojekt der Dornbracht Culture Projects. Bis zum 21. September werden in einer 70m langen Installation rund 40 Werke des Künstlers aus 15 Jahren künstlerischen Schaffens ausgestellt, die jedoch nicht als Retrospektive des bisherigen Schaffens verstanden sein will. Daher folgte auch die Auswahl der Werke aufgrund ihrer Funktion, ein neues Werk entstehen zu lassen: Die „alten“ Werke, von Spots beleuchtet, werfen ihre Schatten auf die gegenüberliegende weiße Wand, sodass ein neues Werk aus Licht und Schatten entsteht.

Die Dornbracht Installation Projects®
Durch die Ausstellungsreihe Dornbracht Installation Projects®, erfährt das kulturelle Engagement von Dornbracht eine kontinuierliche Fortsetzung. Der Kölnische Kunstverein und Dornbracht initiieren jährlich eine Ausstellung, für die Künstler aufgefordert werden, eine raumbezogene Installation zu realisieren. Die Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein basierte auf der Idee, zeitgemäße künstlerische Positionen im Bereich Installation zu präsentieren. Das erste Dornbracht Installation Project®, wurde 2000 von Michel Majerus realisiert. Seine speziell für die 500 qm große Halle konzipierte Ausstellung mit dem Titel „If we are dead, so it is“ präsentiert eine, den Raum in seiner ganzen Länge und Breite durchmessende Skaterrampe.

Für das zweite Dornbracht Installation Project® (2001) führte die in New York lebende Künstlerin Anna Gaskell den Besucher mit ihren Filminstallationen „Remarkable Places” parcoursartig durch die Ausstellungshalle. Mit dem Wechsel (2002) von Udo Kittelmann, Direktor des Kölnischen Kunstvereins zum Museum für Moderne Kunst, MMK, Frankfurt am Main, werden auch die Dornbracht Installation Projects® dort fortgesetzt. Die Auftaktausstellung gestaltete Martin Boyce mit „For 1959 Capital Avenue". Zur Ausstellung veröffentlichte Dornbracht einen Katalog mit Fotografien von Boris Becker. 2004 war die temporäre Installation „Home Depot“ des in New York lebenden sterreichischen Künstlers Rudolf Stingel (*1956) im Rahmen der Dornbracht Installation Projects® zu erleben und zu betrachten. „Frankfurter Salon“ ist der Titel des sechsten Dornbracht Installation Projects®. Mit dieser Ausstellung verwandelt Anton Henning (*1964 in Berlin) den großen Saal des MMK in einen eleganten Salon. Der „Frankfurter Salon“ verbleibt als feste Installation im MMK. 2006 eröffnete mit Thomas Bayrles Installation „40 Jahre Chinese Rock ´n´ Roll“ das siebte Dornbracht Installation Project®.

Dornbracht Conversations (DC)
2008 entwickelt Dornbracht ein neues Format, die Reihe der Dornbracht Conversations (DC). Ziel ist es, in einem interdisziplinären Austausch zwischen Architektur, Design und Kunst einen Diskurs zu markenrelevanten Themen zu führen. DC 1 erörterte die Fragestellung: Was ist ein Design-Klassiker, und welchen Stellenwert haben Klassiker in einer transversalen Kultur. Es diskutierten u.a. Tobias Rehberger, Stefan Diez (Designer), Gerda Breuer (Autorin, Wissenschaftlerin), Dieter und Michael Sieger, Mike Meiré und Andreas Dornbracht.
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